Wolf

Im Herzen ein Wolf: Vom Wild- zum Haustier

Der Hund gilt nicht nur als der beste Freund des Menschen, sondern ist auch das älteste Haustier überhaupt. Unumstritten ist, dass der treue Vierbeiner vom Wolf abstammt. Doch schaut man sich seinen Hund an, fällt es mitunter schwer zu glauben, dass dieser süße Vierbeiner von einem Tier abstammt, dass in freier Wildbahn Jagd auf Rehe, Rothirsche und Wildschweine macht. Wie konnte also aus dem Rudeltier der heutige Haushund hervorgehen? Und wieviel Wolf steckt noch heute in unseren treuen Begleitern?

Der Wolf – eine Art mit vielen Unterarten

Der Wolf wird in der Wissenschaft mit dem Lateinischen Terminus Canis lupus bezeichnet und ist das größte Raubtier aus der Familie der Hunde (lat. Canidae). Wölfe sind äußerst anpassungsfähige Raubtiere, die ursprünglich in ganz Asien, Europa und Nordamerika anzutreffen waren. Lange Zeit war der Wolf eines der am weitesten verbreiteten Landsäugetiere der Erde. Doch in Folge der Ausbreitung der Land- und Weidewirtschaft, und der damit verbundenen Jagd auf Wölfe und dem Verlust von Lebensraum, ist seine Gesamtpopulation stetig zurückgegangen. Erst seit etwa 30 Jahren erholt sich der Bestand in einigen Regionen der Erde aufgrund strenger Tierschutzgesetze allmählich wieder. Bevorzugte Lebensräume der meisten Wölfe sind heute Wälder und Grasländer, auch wenn sich einige Populationen auch in der arktischen Tundra und in den nordamerikanischen Wüsten auffinden lassen. Aus wissenschaftlicher Perspektive betrachtet, gibt es nur eine Wolfrasse. Dennoch sehen Wölfe nicht überall gleich aus. Je nach Verbreitungsgebiet unterscheiden Experten bis zu 19 verschiedene Unterrassen, vom Arabischen über den Italienischen bis hin zum Mexikanischen Wolf. Vor allem die Farbe des Fells, das Gewicht und die Schulterhöhe dienen dabei als optische Unterscheidungskriterien. Die Farbe des Fells europäischer Wölfe reicht von gelblichgrau, über graubraun bis dunkelgrau, die Schulterhöhe ausgewachsener Tiere variiert zwischen 70 und 90 cm.

Im Rudel stark

Wolfsrudel

Wölfe verfügen über ein hochentwickeltes Sozialverhalten, das auf ihrer gemeinsamen Jagd im Rudel fußt. Denn im Rudel lassen sich deutlich größere Tiere, denen ein einzelner Wolf unterlegen wäre, gemeinsam verfolgen und überwältigen. Dabei erfordert die erfolgreiche Jagd ein hohes Maß an Koordination und klare Regeln des Zusammenlebens. Das Rudel ist die natürliche Sozialordnung des Wolfs. Es besteht in der Regel aus Vater- und Muttertier und deren Nachkommen. Erst wenn der Nachwuchs die Geschlechtstreife erreicht, verlässt er das Rudel, um ein eigenes zu gründen. Bevor die Jungwölfe jedoch losziehen, unterstützen sie die Elterntiere bei der Aufzucht ihrer jüngeren Geschwister. In der Regel verlassen die Tiere ihr Rudel innerhalb der ersten drei Lebensjahren. Aufgrund von Nahrungsknappheit kann dies jedoch schon deutlich früher geschehen. Die Größe eines Rudels variiert je nach Unterart zwischen einem Dutzend und bis zu mehr als 30 Wölfen. Gelegentlich werden auch rudelfremde, männliche Jungwölfe für eine bestimmte Zeit in ein Rudel aufgenommen.

Wolf und Hund haben viele Gemeinsamkeiten

Auch der Hund ist bekanntlich ein Rudeltier. Wie der Wolf unter Wölfen, sucht der Hund im „menschlichen Rudel“ seinen Rang. Bei Wölfen gliedert sich die Hierarchie vor allem nach dem Alter und dem Geschlecht, die Älteren setzen sich normalerweise gegen die Jüngeren durch. An der Spitze eines Wolfsrudels stehen die Elterntiere, die gegenüber ihrem Nachwuchs dominant auftreten. Rangkämpfe finden meist zwischen Gleichgeschlechtigen statt. Daher sollten Hunden von ihren Herrchen beziehungsweise Frauchen einen niedrigen Rang in der Hierarchie zugewiesen bekommen, ansonsten kann es zu Rangkonflikten zwischen dem Hund und den anderen Familienmitgliedern kommen, insofern der Hund im Rang nach oben strebt. Dies zeigt sich dann im aggressiven Verhalten des Hundes gegenüber einzelnen Familienangehörigen, welches das Zusammenleben – und damit auch das Leben des Hundes – unnötig erschwert. Da Hunde Rudeltiere sind, sollte man sie auch nicht zu viel alleine lassen, denn ohne sein Rudel fühlt sich der Hund tatsächlich hundeelend.

Wolfsrudel verteidigen ihr Revier vehement gegen fremde Wölfe und andere, für sie gefährliche, Eindringlinge, die ihnen die begrenzte Nahrung streitig machen könnten. Ihr Revier stecken die Wölfe dabei durch Harn- und Kotmarkierungen ab, nur selten überschneiden sich zwei oder mehrere Wolfsreviere. Auch in diesem Sozialverhalten zeigt sich, wie nah verwandt Wolf und Hund sind. Auch Hunde verteidigen instinktiv ihr Revier, also das Grundstück beziehungsweise das Haus oder die Wohnung, in der sie leben, zumindest durch lautstarkes Bellen. Daher eignen sich Hunde ideal als Wachtiere, wobei die Art ihrer Reaktion beim Eindringen Fremder in ihr Territorium je nach Rasse und Erziehung variiert. Auch das Abstecken des Reviers mit Duftstoffen haben sie von ihren wölfischen Vorfahren übernommen. Der Harn wird dabei mit stark riechenden Sekret aus den Analdrüsen angereichert, welches viele Informationen transportiert, die andere Hunde entschlüsseln können.

Hund

Eine weitere wesentliche Gemeinsamkeit von Hund und Wolf ist der ausgeprägte Geruchssinn. Wölfe können ihre Beute, zumeist Huftiere, über mehrere Kilometer weit riechen. Die Nase ist ihr Hauptorgan, genau wie beim Hund, wobei der Geruchsinn je nach Rasse unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Hunde verfügen durchschnittlich über 125 bis 220 Millionen Riechzellen und können sogar Stimmungen und Krankheiten über die Nase wahrnehmen. Es lassen sich zahlreiche weitere Analogien zwischen Hunden und ihren Vorfahren feststellen. Die genetische Übereinstimmung von Hund und Wolf beträgt zwischen 99,7% und 99,9%.

Wo und wann der Wolf zum Hund wurde

Der Wolf wurde durch Zähmung des Menschen zum Hund, darin ist sich die Forschung einig. Doch wann und wo der Wolf domestiziert wurde, darüber herrschte lange Zeit Unklarheit. Aufschluss gibt eine 2017 publizierte Studie der University of Oxford. Nach dieser wurde der Wolf an zwei Orten unabhängig voneinander domestiziert, nämlich zuerst vor 15000 Jahren in Europa und 2500 Jahre später in Ostasien. Es gab ursprünglich also zwei verschiedenen Wolfspopulationen. Für die Studie wurden sowohl genetische als auch archäologische Daten von prähistorischen und modernen Hunden ausgewertet. Bis zum Erscheinen dieser Studie ging die Mehrheit der Forscher davon aus, dass der Wolf zu einem festen Zeitpunkt vom Menschen gezähmt wurde, wo war allerdings umstritten. Der Fundort des weltweit ältesten Fossil, dass einem Hund zugeordnet werden kann, stammt aus dem Gebiet des heutigen Bonn-Oberkassel. Dort entdeckten Arbeiter in einem Steinbruch die Überreste einer Frau, eines Mannes und ihres Vierbeiners. Dieser 15.000 Jahre alte Fund markiert den Ursprung im Zusammenleben von Mensch und Hund.

Anpassung an den Menschen

Hund und Kind

Die Vielzahl der heute existierenden Hunderassen ist über einen längeren Zeitraum entstanden, als Folge der Anpassung an die unterschiedlichen Lebensräume und das Zusammenleben mit dem Menschen. Dieser hat den Hunden immer wieder verschiedene Aufgaben übertragen, die unterschiedliche Eigenschaften voraussetzen. Am Beispiel zweier britischer Hunderassen lässt sich dies exemplarisch aufzeigen: Beagle und Border Collier. So wurde der Beagle für die Treibjagd in der Meute auf Feldhasen und Wildkaninchen gezüchtet, was sich in seinem großen Bewegungsdrang und seinem starken Finderwillen ausdrückt. Der Beagle gilt als liebenswürdig und aufgeweckt, ohne Anzeichen von Angriffslust oder Ängstlichkeit. Mit hoher Wahrscheinlichkeit stammt der Beagle ursprünglich aus der Normandie. Von hier aus sollen 1066 n. Chr. weiße Hubertushunde im Heer Wilhelms des Eroberers nach Großbritannien gelangt sein. Die Hubertushunde wiederum haben ihren Ursprung ca. 200 Jahre früher im namensgebenden Kloster St. Hubertus in den Ardennen. Der Border Collie dagegen stammt aus dem Grenzgebiet zwischen England und Schottland und wurde für die Bewachung und das Zusammenhalten von Schafsherden gezüchtet. In gewissen Situationen wird beim Betrachten des Charakters des Border Collies das offensichtlich, was in jedem Hund steckt: seine Verwandtschaft mit dem Wolf. Beim Hüten der Schafe streckt er den Kopf weit nach vorne, senkt den ganzen Körper und fixiert die Herde, wie ein Wolf bei der Jagd.

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Hunde werden immer älter! Krankheiten erkennen und vorbeugen.

Krankheiten bei älteren Hunden erkennen

Bonn (ots) – Bello ist heute mal wieder extrem träge. Sein Mittagsschläfchen will nicht enden, nur ab und zu trottet er gemächlich zu seinem Futternapf, um ein paar Happen zu sich zu nehmen.

Muss ich mir Sorgen machen? Diese Frage stellen sich viele Hundehalter, wenn der vierbeinige Hausgenosse schon einige Jährchen auf dem Buckel hat und Verhaltensänderungen sichtbar werden.

Einfach nur dem Alter geschuldet?
Schließlich macht es sich auch Opa zunehmend auf seinem Ohrensessel gemütlich, aber Opa ist ja auch schon 80 Jahre alt, Bello gerade mal erst 8.

Achtung! Hundejahre zählen mehr als Menschenjahre.
Demnach ist Bello eigentlich schon ziemlich alt, da darf sich das ein oder andere Zipperlein bemerkbar machen.
Je nach Rasse beginnt der Alterungsprozess zwischen sechs und neun Jahren.
Eine Studie der Veterinärklinik München aus den 90er Jahren belegt, dass sich die durchschnittliche Lebenszeit beim Hund seit Mitte der 80er Jahre um rund ein Jahr erhöht hat.
Damit einher gehen verständlicherweise eine nachlassende Leistungsfähigkeit, immer häufiger auch altersbedingte Erkrankungen. Herz und Kreislauf können den vierbeinigen Senioren zu schaffen machen, der gesamte Bewegungsapparat leidet unter Abnutzungserscheinungen, Arthrose von Hüftgelenk und Kniegelenk sind häufig diagnostizierte Krankheiten beim Hund.
Rund 30.000 ältere Hunde leiden auch an Diabetes mellitus, andere an einer Nebennierenrindenüberfunktion, dem sogenannten Cushing-Syndrom, das mit zahlreichen und vielseitigen Symptomen einhergeht.

Im Alter bleibt es leider häufig nicht bei einer Krankheit. Tierärzte sprechen dann von Mehrfacherkrankungen. Untersuchungen haben gezeigt, dass diese so genannte Multimorbidität bereits im Alter von sechs Jahren beginnt. Es kann sich dabei um klassische Alterskrankheiten, aber auch um verschleppte Jugendkrankheiten handeln, die bis zum Alter hin chronisch geworden sind. Regelmäßige Altersvorsorgeuntersuchungen schaffen schnell Gewissheit. Noch besser ist es, Hunde schon vor Eintritt in die Seniorphase dem Tierarzt regelmäßig vorzustellen. Bei frühzeitigen Vorsorgeuntersuchungen hat der Tierarzt die Möglichkeit, das Tier im wahrsten Sinne auf Herz und Nieren zu untersuchen und geeignete Therapien einzuleiten.

Das Alter des Hundes versteht man besser, wenn man es mit Menschenjahren vergleicht. Große Hunderassen beispielsweise haben bereits mit sechs Jahren die Seniorenphase erreicht, mittlere Rassen mit acht bis neun Jahren. Kleine Rassen werden sehr viel älter und zählen erst mit neun Jahren zu den Senioren. Der achtjährige Bello also hat das Recht ein wenig kürzer zu treten, auch wenn er gesund ist und ein Geriatriecheck Entwarnung gegeben hat.

Mehr Informationen zu altersbedingten Krankheiten finden Sie hier: Hundegesundheit

 

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Schock bei Hundeerziehung

Der Schock bei der Hundeerziehung

Hundeerziehung mit Schock

Unsere Hunde sind uns ja bekanntlich das liebste. Immer präsent, immer treu, immer anhänglich, mal mehr -mal weniger verschmutzt und sie bringen uns zum Lachen.
Nur eines tun sie nicht: immer nur gehorchen. Aber weil wir sie lieben, tolerieren wir das wie wir dies bei Kindern auch tun würden und erziehen unsere vierbeinigen Freunde mit Liebe und Geduld.
Nun ja, es gibt Ausnahmen. Es ist schon verwunderlich mit welcher Akribie manch ein „Mensch“ sich Dinge einfallen lässt um Hunde zu erziehen: Tritte, Schläge, Leinenruck, Gebrüll oder aber Elektrohalsbänder…
Wie kommt man nur auf so etwas?
Dass man als ungeduldiger Mensch die Fassung verliert, o. k., verständlich wenn auch unschön. Dass man aus Unerfahrenheit der Leine reißt, auch nicht gut aber passiert leider mal dem ein oder anderen.
Aber dass man sich extra ein „Hilfsmittel“ kauft mit dem man dem Hund bewusst Schmerzen zufügt und dann auch noch in einer Hundeschule lernt wie man damit umgeht, bzw. dass man dort gesagt bekommt dass dieses Vorgehen beim Training des Hundes hilft?
Natürlich gibt es auch viele Hundetrainer die nicht dieser Meinung sind und verständlicherweise Tierschützer erst recht nicht. Es gibt andere Mittel und bessere Mittel Hunde zu erziehen.
Und Hundeerziehung funktioniert nun einmal nicht von „jetzt auf sofort“,  sondern sie braucht Geduld und Liebe. So wie sie das auch mit ihren Kindern machen würden.
Oder würden diese Menschen auf die Idee kommen ihrem fünfjährigen Sohn oder ihrer Tochter ein Elektrohalsband umzulegen und immer dann aufs Knöpfchen zu drücken wenn das Kind mal gerade nicht „pariert“?
Merkwürdig ist das diese Geräte in Deutschland ganz normal gehandelt werden dürfen. Die Anwendung ist zwar gesetzlich verboten, aber kaufen kann man so etwas?
Warum der Handel mit einem Elektrohalsband nicht verboten ist?
Vielleicht geht es auch hier mal wieder um Arbeitsplätze, aber wir können uns sicher sein das es so viele Arbeitsplätze gar nicht geben kann dies zu rechtfertigen, oder? Tatsache ist das, solange man so ein “Ding“ kaufen kann, wird es auch immer wieder unbelehrbare Zeitgenossen geben die diese Elektrohalsbänder auch benutzen. – Schade.