Afrikanische Hunderassen – die Vielfalt des warmen Kontinents

Viele der Afrikanischen Hunderassen sind im deutschen Raum noch gar nicht bekannt. Dabei gibt es in Afrika eine Vielzahl an unterschiedlichen Hunderassen, die sich teilweise aber doch deutlich von den uns bekannten Hunden in Deutschland …

Afrikanische Hunderassen
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Viele der Afrikanischen Hunderassen sind im deutschen Raum noch gar nicht bekannt. Dabei gibt es in Afrika eine Vielzahl an unterschiedlichen Hunderassen, die sich teilweise aber doch deutlich von den uns bekannten Hunden in Deutschland unterscheiden. Um Dir einen Überblick über die verschiedenen Rassen zu geben, haben wir hier für Dich einige zusammengefasst.

Da die Hunde in Afrika zwar vielfältig, aber eben doch nicht all zu viele unterschiedliche Rassen sind, ist es schwierig sie in wenigen Worten zu beschreiben. Die Hunde sind noch sehr „ursprünglich“ und teilweise sind die Rassen schon sehr alt. Eine Gemeinsamkeit, die man bei ihnen doch nennen kann, ist ihr Nutzen, den sie für die Menschen in Afrika haben. Die meisten Hunde wurden und werden als Hüte-, Wach- oder Jagdhund gebraucht. Sie beschützen das Vieh, oftmals auch Haus und Hof und sind treue Begleiter für ihre Besitzer. Meistens haben sie keinen eingezäunten Garten und können sich ganz frei über eine große Fläche bewegen. Daher kommt bei einigen Rassen die Eigensinnigkeit und ihre freiheitsliebende Art. Sie sind keineswegs als Schoßhunde anzusehen, sondern selbstständige und unabhängige Hunde, die ihren eigenen Willen haben und viel Auslauf brauchen. Auch der Jagdtrieb ist bei den meisten Hunden stark ausgeprägt und nur schwer wieder aus ihnen heraus zu bekommen.

Rhodesian Ridgeback

Die bekannteste und beliebteste der afrikanischen Hunderassen dürfte der Rhodesian Ridgback sein. Bei ihm werden die wenigsten wohl vermuten, dass er seinen Ursprung in Afrika hat. Auch er ist ein Hund, der den Gehorsam verweigern kann. Eine konsequente Erziehung ist also wichtig, um mit ihm zurecht zu kommen. Trotzdem würde er nie zögern um für sich oder seine Familie einzustehen, wenn es zu einer bedrohlichen Situation kommt.

Der Hund ist sehr mutig aber auch intelligent, grundlos greift er niemanden an. Dieses Verhalten ist verständlich, wenn man in Betracht zieht, dass er als Jagdhund gezüchtet wurde, der ebenfalls vor wilden Tieren beschützen soll. Obwohl der Hund viel Bewegungsdrang hat und sich gerne bewegt, kann er auch mal einen Gang zurückschalten und faulenzen. Er eignet sich für erfahrene Hundebesitzer.

Aïdi

Der Aïdi ist dafür gemacht im Freien zu leben. Er beschützt seine Besitzer und kann ebenfalls auf eine ganze Herde aufpassen. In einer kleinen Wohnung wird er nicht glücklich. Er braucht viel Freiraum und ausgedehnte Spaziergänge. Sein Territorium beschützt der Hund gerne, ebenso wie sein Herrchen. Der Aïdi ist ein sehr treuer und anhänglicher Hund, auf ihn kann man sich verlassen.

Boerboel

Der Boerboel braucht etwas Zeit, bis er sich an einen Menschen gewöhnen kann. Die Tiere wurden ursprünglich als Wachhunde gezüchtet und diese Aufgabe kann der Hund makellos erfüllen. Allerdings legt er dabei gerne mal seinen eigenen Willen an den Tag, da er als Wachhund auch sehr selbstständig agieren muss. Ansonsten orientiert sich der Hund aber an seinen Besitzern und ist sehr verlässlich, ruhig und geduldig. Vor gefährlichen Raubtieren würde der Boerboel nicht zurückschrecken. Optisch macht er mit seinen durchschnittlich 90 Kilo auch einiges her. Bei Kindern brauchst Du Dir aber trotzdem keine Sorgen machen, diesen gegenüber zeigt er seine sanftmütige Seite.

Basenji

Der Basenji ist einer der Vertreter, denen man ihre Eigenwilligkeit und Selbstständigkeit wohl nicht mehr ganz abtrainieren kann. Die Hunde haben ihren eigenen Willen und um damit zurecht zu kommen ist es wichtig früh sich um eine konsequente aber liebevolle Erziehung des Hunds zu kümmern. Obwohl es dem Basenji nicht so einfach fällt sich unter zu ordnen, ist ihm eine innige und emotionale Bindung zu seinem Besitzer sehr wichtig. Der Hund ist nicht gerne alleine und hat einen hohen Bewegungsdrang. Erfahrene Besitzer, die den kleinen Wirbelwind gebändigt bekommen erfreuen sich aber auch an seiner freundlichen, fröhlichen und verspielten Art. Wichtig zu wissen ist, dass der Basenji nicht bellt, lediglich ein paar jodelnde Geräusche gibt er ab und zu von sich.

Coton de Tuléar

Dieser Hund fällt optisch gleich mit seinem, für sein Herkunftsland untypischen, Fell auf. Der kleine Hund besitzt ein relativ langes Fell und stammt ursprünglich aus Madagascar. Der Hund besticht nicht nur durch seine handliche Größe, sondern auch mit seinem verspielten und freundlichem Charakter. Was er überhaupt nicht leiden kann, sind Langeweile oder alleine zu sein. Praktischerweise ist es nicht schwierig den kleinen Hund überall mit hinnehmen zu können. Gegenüber Kindern ist er freundlich und aufgeschlossen und auch mit anderen Hunden kommt er gut zurecht.

Nochmal alles zusammengefasst

Afrikanische Hunderassen sind oft eigensinnig und haben ihren eigenen Willen.

Die meisten Hunde eignen sich nur für erfahrene Hundebesitzer.

Der Jagdtrieb steckt noch tief in diesen Rassen und ist nur schwer abzutrainieren.

Auch der Bewegungsdrang sollte nicht unterschätzt werden. Diese Hunde wollen sich viel bewegen!

FAQ: Afrikanische Hunderassen

Was für Hunderassen gibt es in Afrika?

Die Hunde können von ihrer Größe und ihrem Aussehen her sehr unterschiedlich sein. Was sie verbindet ist ihr Jagdtrieb und auch ihr oftmals eigensinniges Verhalten.

Ist der Basenji ein Anfängerhund?

Nein, der Hund braucht eine konsequente Erziehung und eignet sich für erfahrene Hundebesitzer.

Gibt es afrikanische Hunderassen in Deutschland?

Ja, die gibt es. Allerdings sind die Hunderassen in Deutschland noch nicht so stark vertreten wie andere bekanntere Rassen.

Quellen

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