Ein Jagdhund mit langer Geschichte: Die Alpenländische Dachsbracke

Die Alpenländische Dachsbracke ist ein Schweißhund, der wegen seines ausgezeichneten Spürsinns und hoher Ausdauer vor allem für die Jagd auf Hasen, Wildschweine und Rehe beliebt ist. Sie gilt als robuster Hund, der vor allem an …

Alpenländische Dachsbracke
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Die Alpenländische Dachsbracke ist ein Schweißhund, der wegen seines ausgezeichneten Spürsinns und hoher Ausdauer vor allem für die Jagd auf Hasen, Wildschweine und Rehe beliebt ist. Sie gilt als robuster Hund, der vor allem an das kalte Wetter in den österreichischen Alpen angepasst ist und sich auf der Jagd von nichts ablenken lässt. Auch steiles Gelände macht ihm nichts aus. Die meisten Dachsbracken sind Jagdhunde, sie werden aber auch als Heimtiere gehalten.

Das Fell der Alpenländischen Dachsbracke ist kurz und dicht und in den meisten Fällen schwarz mit Weiß. Einige Hunde haben auch ein Fell mit gelber oder rötlicher Färbung. Hunde dieser Rasse haben kleine, runde Augen mit dem bekannten „Dackelblick“. Die Ohren sind mittellang und dünn. Die Hunde sind klein bis mittelgroß, wobei die Hündinnen in der Regel etwas kleiner sind als die Rüden.

Woher kommt die Alpenländische Dachsbracke?

Weil es sich um eine sehr alte Rasse handelt, lassen sich ihre Ursprünge nicht mehr vollständig rekonstruieren. Man geht allgemein davon aus, dass ihre Vorfahren sich bereits in der Antike beim keltischen Stamm der Segusier in der Gegend des heutigen Lyon großer Beliebtheit als Jagdhunde erfreuten. Die Geschichtsschreibung beschreibt diese Segusianerhunde als passionierte Jäger mit feiner Nase. Hunde, die dem Typ der heutigen Dachsbracke sehr ähnlich sind, kennt man in Europa seit dem Mittelalter. Man züchtete sie vor allem für die Jagd und achtete dabei in erster Linie auf die Leistung.

In der Moderne waren Alpenländische Dachsbracken vor allem im Erzgebirge und in Österreich anzutreffen, weshalb sie bis in die 1970er Jahre als „Alpenländische-Erzgebirgler Dachsbracke“ bezeichnet wurden. In Österreich ließ Kronprinz Rudolf sie von seinen Berufsjägern führen. Als dritte Schweißhundrasse ist sie neben dem Hannoverschem Schweißhund und dem Bayerischem Gebirgssschweißhund seit dem Jahr 1932 anerkannt. 1975 erfolgte die Umbenennung der Rasse in die heutige Bezeichnung „Alpenländische Dachsbracke“. Die Internationale Kynologische Gesellschaft definierte 1991 den heute geltenden Rassestandard und führt seitdem Österreich als Ursprungsland dieser Hunde.

Was für ein Hund ist die Alpenländische Dachsbracke?

Die Alpenländische Dachsbracke ist ein freundlicher, anhänglicher und aufgeweckter Hund. Sie ist intelligent, jagdbegabt und ausdauernd. Die Rasse eignet sich sowohl als Familien- als auch als Jagdhund. Diejenigen, die sie besitzen, schwören, dass sie die treuesten, freundlichsten und intelligentesten Hunde sind, die man sich nur wünschen kann. Es ist jedoch nicht so einfach sie zu trainieren und es erfordert Geduld und Ausdauer. Als Jagdhund ist sie aber nicht für jeden Haushalt geeignet. Sie braucht konsequente Erziehung und klare Führung, weil sie für ihre Aufgaben bei der Jagd oft auf sich gestellt ist und daher einen Dickkopf haben kann. Wichtig ist in jedem Fall, dass sie tatsächlich für die Jagd eingesetzt wird oder zumindest eine hinreichend ähnliche Beschäftigung erhält. Für gewöhnlich wird davon abgeraten, sich einen Vertreter dieser Rasse zuzulegen, wenn man nicht beabsichtigt mit dem Hund auf die Jagd zu gehen.

Die Alpenländische Dachsbracke lässt sich gut in die Familie integrieren. Sie ist offen gegenüber Fremden und verträgt sich gut mit anderen Hunden. Aufgrund ihrer ausgeprägten Jagdpassion ist es allerdings ratsam, sie nur unter Aufsicht mit kleineren Haustieren, wie beispielsweise Katzen, zusammenzulassen. Dachsbracken sind intelligent und lernen schnell. Bei artgerechter Ausbildung und Haltung sind sie folgsam und kooperativ. Sie sind verspielt und liebevoll und lassen sich auch von Kindern nicht aus der Ruhe bringen.

Wie halte ich eine Alpenländische Dachsbracke?

Die Alpenländische Dachsbracke ist ein sehr energiegeladener Hund, der viel Auslauf und Bewegung benötigt. Sie ist nicht die Art von Hund, die gerne den ganzen Tag auf dem Sofa liegt und muss daher regelmäßig ausgelastet werden. Ausgedehnte Wanderungen sind unverzichtbar. Andernfalls kann es zu Verstimmungen kommen, die sich beispielsweise in übermäßigem Winseln niederschlagen.

Am wohlsten fühlen sich diese Tiere als Jagdhunde. Ihre Stärke ist die Nachsuche des bereits erlegten Wilds. Hat sie die Fährte einmal aufgenommen, verfolgt die Dachsbracke sie durch jedes Gelände und durch Wasser. Aber auch vor dem Schuss leistet sie wertvolle Hilfe, wenn es darum geht das Wild aufzustöbern und in die Schusslinie zu treiben.

Damit sie sich nicht langweilt, kann man mit der Alpenländischen Dachsbracke auch Übungen und Spiele machen. Sportliche Betätigungen, bei denen es um Rennen oder Springen geht, sind dabei weniger ihre Sache. Sinnvoller sind Aktivitäten, die mit der Jagd zu tun haben, wie das Auslegen von Futterspuren oder Apportierspiele. Ist das Tagewerk erledigt, freut sich der Hund über die Gesellschaft seiner Familie.

Die Dachsbracke eignet sich nicht für die Haltung in der Stadt, denn dort fehlt es schlicht an Gelegenheiten für Auslauf und Beschäftigung. Sie kann durchaus draußen gehalten werden, braucht dann aber in jedem Fall Anschluss und Kontakt an die Familie. Bei einer Haltung im Freien ist ein Zaun um das Gelände unverzichtbar, damit der Hund nicht ungewollt seinem Jagdtrieb nachgibt und verschwindet.

Die Alpenländische Dachsbracke ist ein robuster und pflegeleichter Hund, der bei entsprechender Pflege und Haltung bis zu 15 Jahre alt werden kann. Das dichte, warme Fell benötigt wenig Pflege und lässt sich einfach ausbürsten, wenn es verschmutzt ist. Da der Hund viel im Wald unterwegs ist, sollte man das Fell regelmäßig auf Zecken und andere Parasiten wie Grasmilbe überprüfen. Die herabhängenden Schlappohren erhalten weniger Luft als aufgestellte Ohren und sind daher anfällig für schmerzhafte Entzündungen. Auch hier ist eine regelmäßige Kontrolle empfehlenswert.

Der ideale Hund für draußen

Bei dieser robusten, intelligenten und anhänglichen Rasse handelt es sich um den idealen Hund für alle, die in der Lage sind ihm ausreichend Bewegung und Beschäftigung zu verschaffen. Am besten ist ein Haus in ländlicher Umgebung und tägliche Beteiligung an der Jagd oder in der Forstwirtschaft. Die Alpenländische Dachsbracke braucht konsequente Führung von erfahrerener Hand. Wer imstande ist ihr all das zu geben, wird in diesem Tier einen treuen und liebevollen Begleiter für den Berufsalltag im Jagd- und Forstwesen finden.

Alpenländische Dachsbracke – FAQ

Wie sieht eine Alpenländische Dachsbracke aus?

Die Alpenländische Dachsbracke ist ein kleinerer Hund mit einer Widerristhöhe von etwa 38 cm. Der Körperbau ist starkknochig und muskulös. Das Fell ist hirschrot oder schwarz mit Braun darin.

Was kostet eine Alpenländische Dachbracke?

Aus seriöser Zucht sind diese Hunde für einen Preis zwischen 600 und 1.000 Euro erhältlich.

Ist eine Bracke ein Dackel?

Die Brackenhunde sind enge Verwandte des kleineren Dackels. Man nimmt allgemein an, dass die Dackel aus den Brackenhunden durch Zucht hervorgegangen sind.

Ist die Alpenländische Dachsbracke ein Familienhund?

Die Dachsbracke ist ein verspielter, liebevoller und anhänglicher Hund, der sich in Haushalten mit Kindern wohlfühlt.

Quellen

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