BARFen: Welches Gemüse für Hunde geeignet ist

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Dass bei der biologisch artgerechten Fütterung von Hunden nicht nur rohes Fleisch in den Futternapf gehört, ist all jenen, die sich näher mit dem Thema BARFen beschäftigt haben, längst bekannt. Wie ihre wilden Vorfahren, die Wölfe, benötigen auch Hunde für eine ausgewogene und gesunde Fütterung pflanzliche Nahrungsanteile. Etwa 20 bis 30 Prozent einer Hundemahlzeit sollten aus anderen als tierischen Komponenten bestehen. In der Natur nehmen die Vierbeiner diese durch das Verspeisen der Verdauungstrakte ihrer Beutetiere auf, die in der Regel mit pflanzlicher Nahrung gefüllt sind. Gemüse und in geringerem Maße auch Obst gehören deshalb unbedingt auf den Speiseplan von Hunden. Nur so ist gewährleistet, dass der vierbeinige Hausfreund all die notwendigen Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe bekommt, die er benötigt, um gesund und aktiv zu bleiben.

Welche Gemüsearten besonders zu empfehlen sind, hängt nicht ganz unwesentlich von den individuellen Vorlieben und Verträglichkeiten des jeweiligen Hundes ab. Allerdings sind bestimmte Sorten anderen eindeutig vorzuziehen. Wieder andere können für die Vierbeiner sogar zu einer Gefahr werden.

Diese Gemüsearten liefern besonders wertvolle Nährstoffe

Besonders wertvolle Inhaltsstoffe hat beispielsweise die Karotte zu bieten. Sie ist nicht nur reich an wichtigen Ballaststoffen und Vitaminen, sondern auch an unverzichtbaren Mineralstoffen. Durch den hohen Anteil an Pektin werden der Darm und seine Schleimhäute nachhaltig geschützt. Darüber hinaus sorgen Carotine für gesunde Augen und ein seidiges Fell.

Auch die verschiedenen Arten von Speisekürbissen sind aufgrund ihrer hohen Verträglichkeit gut als pflanzliche Zugabe beim BARFen geeignet. Neben Vitamin A, Kalzium und Magnesium sind Kürbisse auch erstklassige Lieferanten von Betacarotin, das für eine Stärkung des Immunsystems sorgt.

Zur Stärkung des Immunsystems trägt auch die Rote Bete bei. Mit ihren Vitaminen und Mineralstoffen wirkt sie sich außerdem positiv auf die Blutbildung und die Verdauung aus. Allerdings sollten Rote Beten, wie auch Spinat und Mangold, aufgrund ihres hohen Anteils an Nitrat und Oxalsäure nur in Maßen oder in Verbindung mit ausgleichenden Produkten wie etwa Hüttenkäse verfüttert werden.

Besonders nährstoffreich präsentiert sich auch die Süßkartoffel. Sie liefert nicht nur wichtige Kohlenhydrate sowie die Vitamine A und C, sondern auch jede Menge Magnesium und Ballaststoffe. Durch den beachtlichen Anteil an Antioxidantien stellt sie eine hervorragende Prophylaxe gegen Entzündungen dar.

FertigBARF mit Gemüse als bequeme Alternative

Beim Einkauf der pflanzlichen Komponenten des BARFens hilft nicht nur der Gemüsehändler um die Ecke, sondern auch spezielle Onlineshops. So ist das gefrostete BARF Gemüse vom Tierhotel zum Beispiel bestens geeignet, einen gesunden und ausgewogenen Fütterungsplan zusammenzustellen.

Einen guten Mix verschiedener Produkte bietet auch fertiges BARF inkl. Gemüse von JuniBARF, das ebenfalls bequem über das Internet bestellt werden kann. Die aufwändige Zusammenstellung und Verarbeitung von unterschiedlichen Gemüsesorten kann auf diese Weise leicht umgangen werden, denn diese Produkte sind bereits fertig supplementiert, sodass selbst nichts mehr hinzugefügt werden muss.

Einige Gemüsesorten bergen Risiken und Gefahren für Hunde

Trotz der wichtigen Funktion, die Gemüse bei der biologisch artgerechten Rohfütterung einnimmt, sind jedoch nicht alle Sorten uneingeschränkt zu empfehlen. Auf bestimmte Produkte sollte generell verzichtet werden, da sie bei Hunden eine toxische Wirkung entfalten, die zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Neben Lauch, Zwiebeln und Knoblauch (bei einigen Hunderassen) sind auch Avocados für die Vierbeiner eher ungeeignet. Während die Schwefelverbindungen in den Zwiebelgewächsen die roten Blutkörperchen angreifen, attackiert das in der Avocado enthaltene Persin das Herz. Darüber hinaus kann der hohe Fettgehalt auch Verdauungsprobleme hervorrufen.

Die richtige Zubereitung ist ein entscheidender Punkt für die Verträglichkeit

Bei der Zubereitung einer BARF Mahlzeit, die pflanzliche Komponenten enthält, sollten einige grundsätzliche Dinge beachtet werden. Zunächst einmal sollten Gemüse und Obst unbedingt gewaschen werden, um eventuelle Rückstände von Pflanzen- und Insektengiften zu beseitigen. Während zum Beispiel bei Karotten auf das Schälen verzichtet werden kann, ist dies beim Kürbis und bei der Süßkartoffel unerlässlich. Die Süßkartoffel muss außerdem vor dem Verzehr unbedingt gekocht werden. Derart vorbereitet sollten alle Gemüsesorten anschließend püriert werden. So ist gewährleistet, dass die Vierbeiner ihre tägliche Ration an pflanzlicher Nahrung in verträglicher Form aufnehmen und auch verarbeiten können. Auch ein Schuss Öl, zum Beispiel Kokosöl oder Lachsöl helfen dabei, das Gemüse für den Hund verträglicher zu machen.

Generell gilt nicht nur beim BARFen allgemein, sondern auch beim Verfüttern von BARF Gemüse, dass eine intensive Beschäftigung mit dieser Fütterungsart unbedingt erforderlich ist, bevor die Ernährung eines Hundes auf die biologisch artgerechte Rohfütterung umgestellt wird. Generell gilt jedoch bei jeder Fütterungsart, dass man sich vorher genau informieren sollte, wie man Hunde richtig füttert.

Bildmaterial: © Dogma Tiernahrung GmbH

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