Basenji – ein jodelnder Zeitgenosse

Die in Deutschland noch relativ unbekannte Hunderasse Basenji unterscheidet sich deutlich von den uns bekannten Rassen. Ursprünglich kommen sie aus Afrika und wurden dort von den Pygmäen Basenchi genannt, was so viel heißt wie „kleines …

Basenji
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Die in Deutschland noch relativ unbekannte Hunderasse Basenji unterscheidet sich deutlich von den uns bekannten Rassen. Ursprünglich kommen sie aus Afrika und wurden dort von den Pygmäen Basenchi genannt, was so viel heißt wie „kleines wildes Ding aus dem Busch“. Um einen genaueren Überblick zu bekommen, haben wir Dir hier das Wichtigste zusammengetragen.

Abstammung des Basenji

Wahrscheinlich sind die Basenjis die älteste Hunderasse der Welt. Bereits bei den alten Ägyptern wurden sie als Begleithunde eingesetzt. Später wanderten die Hunde immer weiter Richtung Zentralafrika. In der Kongo-Region nutzte man sie, um die großen Schilfratten von dem Vieh fernzuhalten. Die Basenjis jagten und töteten das Ungeziefer, sodass es den Tieren nichts antun konnte.

Besonderheiten

Der Basenji weist einige Besonderheiten auf, die ihn grundsätzlich von den uns bekannten Hunderassen abgrenzt. Oft wird sein Charakter auch mit dem einer Katze verglichen oder sogar gleichgesetzt.

Die Tiere bellen so gut wie nie und wenn sie doch mal Geräusche von sich geben, zum Beispiel wenn sie aufgeregt oder freudig sind, dann hört es sich mehr nach einem Jodeln an. Die ersten Afrikaforscher, die damals auf den Basenji gestoßen sind, berichteten ebenfalls von ihnen als „Hunde, die nicht bellen“.

Die Basenji können sehr alt werden, bis zu 15 Jahre. Und bei guter Pflege und Fitness können sie sogar noch über dieses Alter hinauskommen.

Auffällig ist auch ihre eingerollte Rute. Je nach Tier wird diese auf der rechten oder auf der linken Seite getragen, aber niemals mittig. Die Fellfarbe der Basenji kann auch rot sein, besonders mit dieser Farbe sehen sie Füchsen auch gar nicht so unähnlich.

Was den Tieren sehr häufig den Vergleich mit Katzen einbringt, ist ihre Reinlichkeit. Die Tiere putzen sich selbst und säubern ihr Fell regelmäßig. Dadurch haben sie auch fast keinen Eigengeruch.

Die Hunde zeichnet vor allem ein scharfer Verstand aus. Sie sind sehr eigenständig und intelligent und lernen unglaublich schnell.

Da der Basenji ein sehr anhänglicher und treuer Hund ist , baut er eine innige und emotionale Bindung mit seinem Besitzer auf. Diese Bindung ist den Tieren sehr wichtig und sie verlassen sich auf den Menschen, mit dem sie diese Verbindung eingehen.

Der Jagdtrieb ist beim Basenji noch sehr ausgeprägt und daher handelt es sich um einen sehr aktiven Hund, der viel Auslauf und Spaziergänge braucht.

Da er zudem auch einen sehr unabhängigen Charakter besitzt, neigt er dazu zu streunen. Basenji können mitunter sehr dickköpfig sein und versuchen stets auch ihren eigenen Willen durchzusetzen.

Was musst Du beachten, wenn du Dir einen Basenji zulegen willst?

Der Basenji braucht eine konsequente, aber auch liebevolle Erziehung, er ist also nicht für Anfänger geeignet. Konsequent, weil der Hund einen ganz eigenständigen Charakter hat und auch sehr sturköpfig sein kann, wenn es darum geht, dass er seinen Willen bekommt. Liebevoll, weil es für die Tiere enorm wichtig ist, eine emotionale Beziehung zu ihrem Besitzer aufzubauen. Diese Bindung ist deshalb so wichtig, weil die Tiere Rudeltiere sind und ein Umfeld und Bezugspersonen brauchen, auf die sie sich verlassen können. Denn auf fremde Menschen reagiert der Basenji mitunter sehr scheu und vorsichtig.

Viel Bewegung ist sehr wichtig für die Hunde und Dir muss bewusst sein, dass Du oft auch längere Runden mit dem Hund gehen musst. Den Hund dabei von der Leine zu lassen, kann sich teilweise schwieriger gestalten. Wie bereits erwähnt hat der Hund seinen eigenen Willen und war ursprünglich ein Jagdhund. Erblickt er beim Spazierengehen Wild oder kleine Tiere, ist er meistens nicht mehr zu halten. Dann kommt es darauf an, wie gut der Hund sich rufen lässt. Wenn es Dir also wichtig ist, dass Du den Hund auch von der Leine lassen kannst, dann sollte er von Welpenalter an so erzogen werden, dass er in solchen Situationen auf Dich hört und kommt, wenn Du ihn rufst.

Das Wichtigste nochmal in Kürze

Der Basenji kann sehr alt werden, sei Dir bewusst dass der Hund mitunter 15 Jahre oder länger Dein Begleiter sein wird.

Unterschätze den Jagdtrieb des Hunds nicht und setze schon früh auf eine konsequente Erziehung.

Die emotionale Bindung Deines Hundes zu Dir ist ihm sehr wichtig, enttäusche ihn nicht.

Der Basenji hat seinen eigenen Kopf und bis zu einem gewissen Punkt musst Du Dich darauf einstellen und das akzeptieren.

Große und lange Spaziegänge sind wichtig für den Hund. Er hat einen hohen Bewegungsdrang.

FAQ: Basenji

Kann ich mir den Basenji als Anfängerhund zulegen?

Aufgrund seines eigenwilligen Charakters braucht der Hund einen erfahrenen Besitzer, der weiß, wie er mit dem Tier umzugehen hat.

Eignet sich der Basenji als Familienhund?

Wenn der Hund am besten von klein auf an die Kinder gewöhnt wird und den Kindern auch beigebracht wird, dem Tier genügend Freiraum zu geben, dann ja.

Kann der Basenji auch mal alleine bleiben?

Da es sich bei dem Basenji um ein Rudeltier handelt, ist er nicht gerne alleine.

Quellen

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