Der Broholmer: Größe und Gelassenheit

Die erste Sache, die man über den Broholmer bemerkt, ist sein großes und kräftiges Erscheinungsbild, das der Deutschen Dogge gleicht, mit der er auch verwandt ist. Er ist ein riesiger Hund, der oft mehr als …

Broholmer
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Die erste Sache, die man über den Broholmer bemerkt, ist sein großes und kräftiges Erscheinungsbild, das der Deutschen Dogge gleicht, mit der er auch verwandt ist. Er ist ein riesiger Hund, der oft mehr als 100 Pfund wiegt, und seine Größe ist einer der Hauptgründe, warum er als Wach- und Schutzhund so beliebt ist. Der Kopf ist breit, mit kurzem, dicken Fell und einer buschigen Rute. Das übrige Fell ist lang und dicht und vor allem an den Ohren und an der Rute besonders buschig ist. Die Fellfärbung ist schwarz mit leberbraunem oder rötlichem Abzeichen. Der Broholmer ist ein ruhiger, gelassener und freundlicher Hund. Er ist sehr treu zu seiner Familie und kann gut mit Kindern und anderen Haustieren zusammenleben.

Im 20. Jahrhundert hätten zwei Weltkriege und Krankheiten diese Rasse beinahe vernichtet. Seit den 1970ern wurden sie aber mit großem Erfolg nachgezüchtet, was letztlich auch zu ihrer Anerkennung durch die Internationale Kynologische Gesellschaft führte und dem Broholmer den Fortbestand sicherte.

Ursprünge des Broholmer

Der Broholmer ist ein dänischer Hund, der ursprünglich auf dem Gutspark Broholm in Ostjütland gezüchtet wurde. Die Zucht dieser Hunderasse begann im 19. Jahrhundert, aber ihre Urprünge reichen weiter zurück ins 16. Jahrhundert, als der schottische König James VI. anlässlich seiner Heirat mit einer dänischen Prinzessin dem Köngishaus zwei englische Hunde schenkte. Diese kreuzte man mit ortsansässigen Hunden, und es entstand die Vorläuferrasse zum Broholmer, der „altdänische Hund“.

Um 1850 herum begann ein dänischer Adeliger dann auf Schloss Broholm damit den altdänischen Hund weiter zu züchten. Aus seinen Bemühungen ging die moderne Hunderasse hervor, die nach ihrem Herkunftsort „Broholmer“ genannt wurde. Die Vorliebe der Geliebten des dänischen Königs für diese Hunde trug sehr zu ihrer Verbreitung bei, und bis 1925 konnte man sie im Kopenhagener Tiergarten bewundern. Auch die Bauern und Köhler Dänemarks schätzten die großen Tiere als Wachhunde.

Die Persönlichkeit des Broholmer

Die Rasse ist sehr anhänglich an ihren Menschen und zeigt dies durch eine enge Bindung. Sie sind hervorragende Wachhunde und Familienhunde, die gut mit Kindern und anderen Tieren auskommen. Seinen ausgeprägten Beschützerinstinkt zeigt der Broholmer weniger durch Agressivität und mehr durch Wachsamkeit und Zurückhaltung gegenüber Fremden. Mit denen kann er zwar warm werden, aber das braucht seine Zeit, und die Entscheidung muss man dem Hund überlassen. Ein Broholmer kann durchaus allein bleiben, er sollte aber frühzeitig daran gewöhnt werden, dass manchmal über längere Zeit niemand im Haus ist. Wenn er nicht daran gewöhnt ist all eine zu bleiben, kann es vorkommen, dass dieser ausgesprochen anhängliche Hund in der Wohnung Schäden anrichtet, weil er unausgeglichen ist.

Generell ist es nicht gut bei diesem Hund etwas erzwingen zu wollen. Ein gut erzogener Broholmer wird sich zu einem freundlichen und gelassenen Riesen entwickeln, den nicht viel aus der Ruhe bringt. Damit das gelingt braucht er aber eine erfahrene Erziehung, die von Liebe und Konsequenz geprägt ist. Die Erziehung eines Broholmers ist keine leichte Aufgabe und braucht einige Erfahrung. Die Rasse ist bekannt für ihren starken Willen und ihr Selbstvertrauen. Außerdem sind Broholmerhunde intelligente Tiere und lernen schnell. Daher ist es wichtig, diese Hunde richtig zu erziehen. Die Erziehung eines Broholmer sollte von Anfang an konsequent und klar sein. Die Hunde lernen am besten, wenn sie klare Regeln und Grenzen haben. Man sollte ihnen aber auch viel Lob und Anerkennung geben, wenn sie etwas richtig machen.

Wichtiges für die Haltung eines Broholmer

Wer sich für die Haltung eines Broholmer entscheidet, sollte einige Punkte beachten. Man kann ihn auch in einer Wohnung halten. Die sollte aber nicht zu klein sein, damit sie seiner Größe gerecht wird. Er braucht nicht viel Beschäftigung und Aktivität und kann gerne auch einmal länger herumliegen. Daher ist er auch ein guter Hund für alle, die wegen ihrer Gesundheit oder ihres Alters nur noch eingeschränkt beweglich sind. Ein täglicher Spaziergang muss dennoch möglich sein. Wenn der Broholmer doch einmal zum Spielen aufgelegt sein sollte, ist eine Beschäftigung angeraten, die ihm körperlich nicht zu viel abverlangt. Mit seiner Größe ist er nicht gerade gelenkig, und hohe Sprünge sind für ihn nicht zu bewältigen. Eine gute Idee können Apportierspiele sein.

Auf Grund ihres sanftmütigen und ausgeglichenen Naturells sind diese Hunde ausgezeichnete Familientiere, die mit Kindern sehr gut zusammenleben können. Einzig seine Größe kann hier unter Umständen zum Problem werden, da sie vor allem auf kleinere Kinder einschüchternd wirken kann. Mit anderen Hunden im Haushalt kommt er ebenfalls bestens zurecht. Wenn er mit weiteren Tieren, wie etwa einer Katze, zusammenleben soll, dann ist auch das möglich, sofern er sich von klein auf daran gewöhnen kann.

Ein Broholmer wird für gewöhnlich etwa elf Jahre alt und gilt dabei als robust und anspruchslos. Große Hitze macht ihm nicht viel aus, und gegen die Kälte ist er mit seinem dichten Fell ebenfalls bestens gewappnet. Dieses Fell braucht trotz der Länge nicht viel Pflege. Regelmäßiges Bürsten reicht da vollkommen aus. Rassetypische Krankheiten sind keine bekannt, allenfalls kann es zu den typischen Alterserscheinungen kommen, die bei großen Hunden häufig auftreten. Achten sollte man nur auf das Gewicht des Broholmers. Da er kein besonders aktiver Hund ist, verbrennt er auch nicht viele Kalorien und kann mit der Zeit Fett ansetzen. Am besten holt man für die Ernährung tierärztlichen Rat ein. Wenn der Hund doch zu dick wird, kann man auf ein passendes Diätfutter zurückgreifen.

Ein freundlicher Riese

Der Broholmer ist ein leistungsstarker, mutige und kräftiger Hund. Gleichzeitig ist er jedoch auch anhänglich, liebenswert und ein treuer Begleiter. Diese Mischung aus Eigenschaften machen ihn zu einem perfekten Familienhund, der auch Kindern gegenüber sehr vertrauensvoll ist. Der Broholmer ist kein Hund für Unerfahrene, da er eine starke Persönlichkeit hat. Er braucht eine konsequente, aber liebevolle Hand, damit er lernt, wo sein Platz ist.

FAQ zum Broholmer

Wie viel Auslauf braucht ein Broholmer?

Broholmer sind Wach- und Hofhunde, die nicht viel Beschäftigung brauchen. Ein Spaziergang am Tag genügt ihnen.

Welche Rassen stecken im Broholmer?

Seine Abstammung ist nicht ganz klar, und es gibt mehrere unterschiedliche Vermutungen. Sein Vorfahr, der altdänische Hund stammt wahrscheinlich von den griechischen Molosserhunden ab.

Ist der Broholmer ein Listenhund?

Nein, Broholmer gelten nicht als agressiv.

Was kostet ein Broholmer Welpe?

Da diese Rasse immer noch selten ist, muss man für einen Broholmer mit einem Preis von 2000 Euro rechnen. Dies hat in letzter Zeit vermehrt zu unseriöser Zucht geführt. Hier sollte man aufmerksam sein.

Wie alt werden Broholmer?

Die Rasse gilt als robust und erreicht zumeist ein Alter von etwa elf Jahren.

Quellen

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