Do Khyi, der alte Riese aus dem Himalaya

Der Do Kyhi, auch Tibetmastiff oder Tibetterrier genannt, ist ein Hund, der seit Jahrtausenden auf dem Dach der Welt als Hütehund und Schutzhund Verwendung findet. Laut Rassestandard liegt sein Gewicht ungefähr bei 60 Kilo. Rüden …

Do Khyi, Tibetmastiff, Tibetterrier
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Der Do Kyhi, auch Tibetmastiff oder Tibetterrier genannt, ist ein Hund, der seit Jahrtausenden auf dem Dach der Welt als Hütehund und Schutzhund Verwendung findet. Laut Rassestandard liegt sein Gewicht ungefähr bei 60 Kilo. Rüden erreichen zumeist eine Schulterhöhe von mindestens 66 Zentimetern, Weibchen sind etwas kleiner und kommen auf mindestens 61 Zentimeter. Das Fell des Do Khyi kann einfarbig oder gestromt sein. Die Bandbreite der Farben reicht von Schwarz über Rehfarben, Braun, Rot und Loh. Oft haben diese Hunde weiße Flecken auf der Brust oder weiße Zeichnungen an den Pfoten.

Der Do Khyi in Tibet und Europa

Der Do Khyi ist eine der ältesten und königlichsten Rassen Südasiens. Sein Ursprung geht auf die Zeit zurück, in der sich die ersten Bergvölker in den Himalaya-Regionen niederließen. Er gilt als Wächter und Beschützer und dient schon seit Jahrhunderten den Hirten und Mönchen im Himalaya als treuer Begleiter und Wächter. Seine Größe, sein Mut und seine Kraft beeindruckten die Menschen schon damals so sehr, dass er bald zum Sinnbild des Beschützers wurde. Noch heute ist der Do Khyi ein beliebter Begleiter bei Menschen, die in abgelegenen Gebieten leben oder sich vor wilden Tieren schützen wollen. Auch Polizei- und Armeehunde werden oft aus dieser Rasse ausgewählt, da sie über einen ausgezeichneten Geruchssinn und ein starkes Selbstbewusstsein verfügen.

Von Alexander dem Großen wird berichtet, dass er einige dieser Hunde von seinem Feldzug nach Indien zurück brachte, die später die Stammväter der Molosserhunde bilden sollten. Auch der antike Philosoph Aristoteles soll den Do Khyi in seinen naturkundlichen Schriften erwähnt haben. Diese Angaben sind jedoch schwer zu überprüfen. Das erste Mal, dass ein Do Khyi nachweislich nach Europa kam, geschah im Jahr 1847, als der damalige Vizekönig von Indien ein Exemplar nach London an den Hof von Königin Victoria schicken ließ. Ihr Sohn, der spätere König Edward VII., brachte 1880 ebenfalls zwei Tiere von einer Indienreise zurück. Im späten 19. Jahrhundert konnte man bei einem Besuch im Berliner Zoo ein Paar dieser Hunde als besondere Attraktion bewundern, und dieselben Tiere wurden später die Eltern des ersten in Deutschland geborenen Wurfes von Do Khyi-Welpen.

Einen Do Khyi halten

Auf den ersten Blicken scheint es, als sei er ein ruhiger und friedlicher Hund, und die meiste Zeit über ist dieser Eindruck auch zutreffend. Er ist aber auch extrem wachsam und aufmerksam, sodass er sofort reagiert, wenn er glaubt, dass seine Bezugsperson oder seine Familie in Gefahr sind. Er ist intelligent und lernt schnell, was ihm beigebracht wird. Dabei ist er sehr ausdauernd und beharrlich. Der Do Khyi ist ein sehr sozialer Hund und liebt die Gesellschaft von Menschen und anderen Hunden. Er ist liebevoll und anhänglich und sucht immer die Nähe zu seinen Menschen.

Der Do Khyi ist ein ausgesprochen stolzer und willenstarker Hund. Das und seine ausgeprägte Intelligenz machen die Erziehung zu einer Herausforderung, der man sich nicht allzu leichtfertig stellen sollte. Dieser Hund verschenkt nichts. Seine Liebe und seinen Respekt muss man sich in einer langen Probe von Wille und Geduld verdienen. Die Herausforderung, die es darstellt einen dieser Hunde zu erziehen, verstärkt sich dadurch, dass sie eine längere Adoleszenzphase haben als andere Rassen. Eine Hündin gilt im Alter von drei bis vier Jahren als ausgewachsen, und ein Rüde kann oft noch einmal ein Jahr länger brauchen.

Do Khyis haben einen angeborenen Wachinstinkt, den man nicht gezielt zu fördern braucht. Aggressiv wird er dabei zwar nicht, aber er zeigt ein ausgeprägtes Territorialverhalten und lässt es sich nicht nehmen laut zu bellen. Aus diesem Grund ist eine Haltung in der Stadtwohnung nicht unbedingt zu empfehlen. Am wohlsten fühlt er sich in einem Haus mit einem großen Grundstück, das er bewachen kann. Viel Auslauf braucht er dabei nicht, er kann auch gerne für längere Zeit herumliegen. Wichtig ist ihm aber der Kontakt zu seiner Familie.

Pflege und Gesundheit

Do Khyis wurden für den Wachdienst in den kargen Gebirgsregionen des Himalaya gezüchtet und sind daher an ein entbehrungsreiches Leben angepasst. Sie sind ausgesprochen robust und brauchen nicht viel um gesund zu bleiben. Auch der Nahrungsbedarf ist für Hunde ihrer Größe verhältnismäßig gering. Normale Portionen für Hunde seiner Größe können bei ihm zu Übergewicht führen. Der Speiseplan sollte daher mit dem Tierarzt abgesprochen werden, oder man greift unter Umständen auf Diätfutter zurück. Mit dem langen und dichten Doppelfell ist er bestens an kalte Temperaturen angepasst. Im Sommer kann es ihm schnell zu warm werden, sodass hier Abkühlung angesagt ist. Obwohl Fell und Unterwolle so dicht sind, machen sie nicht viel Arbeit. Mehr als regelmäßiges Bürsten brauchen sie nicht.

Mit der robusten Konstitution sind Do Khyis schon 16 Jahre alt geworden, aber das sind Ausnahmefälle. Üblicher ist eine Lebenserwartung von zehn bis zwölf Jahren. Rassesepezifische Beschwerden und Erkrankungen sind bei ihnen auch eher selten und betrifft vor allem solche, die bei Hunden dieser Größe erwartbar sind. Darunter fallen in erster Linie Hüft- und Ellenbogendysplasie. In einigen asiatischen Ländern gilt der Do Khyi als Statussymbol: je größer der Hund, desto reicher ist man. Das treibt einerseits den Preis nach oben und hat andererseits dazu geführt, dass einige Zuchtlinien übergroße Hunde hervorgebracht haben, die unter starken gesundheitlichen Einschränkungen leiden. Am besten, man nimmt einen Welpen aus vertrauenswürdiger Zucht.

Ein treuer Freund mit Dickschädel

Der Do Khyi ist ein sehr sozialer Hund und liebt die Gesellschaft von Menschen und anderen Hunden. Er ist liebevoll und anhänglich und sucht immer die Nähe zu seinen Menschen. Diese Hunde sind hervorragende Wachhunde. Sie haben jedoch eine starke Persönlichkeit und stellen eine Herausforderung in der Erziehung dar. Diese Rasse ist nicht für den Anfang geeignet und sollte nur von erfahrener Hand geleitet werden.

FAQ zum Do Khyi

Ist der Do Khyi ein Listenhund?

Der Do Khyi ist in Deutschland und Österreich nicht auf der Liste gefährlicher Hunde aufgeführt. Im Schweizer Kanton Tessin darf er aber nur mit Bewilligung gehalten werden.

Ist ein Tibetmastiff in Deutschland erlaubt?

Do Khyis können in Deutschland gehalten werden.

Wie viel kostet eine Tibetdogge?

Ein Welpe aus seriöser Zucht kostet etwa 1000 Euro.

Ist der Tibetmastiff gefährlich?

Ein Tibetmastiff oder Do Khyi ist zwar wachsam, aber nicht agressiv, wenn er richtig erzogen ist.

Quellen

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