Erbrechen beim Hund – Grund zur Sorge?

Oft kommt und geht es so schnell, wie es gekommen ist – das Erbrechen beim Hund. Doch ist es generell ein Grund zur Sorge? Wann wird es gefährlich? Was kannst Du tun, um Deiner Fellnase …

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Oft kommt und geht es so schnell, wie es gekommen ist – das Erbrechen beim Hund. Doch ist es generell ein Grund zur Sorge? Wann wird es gefährlich? Was kannst Du tun, um Deiner Fellnase zu helfen? Mehr dazu erfährst Du hier.

Was ist Erbrechen eigentlich?

Generell lässt sich sagen, dass das Erbrechen etwas Gutes ist. Der Körper versucht, sich dadurch zu schützen. Es ist die schnellste Möglichkeit, Dinge auszuscheiden. Solche Dinge können beispielsweise Gifte, Fremdkörper oder andere schädliche Nahrungsmittel sein.

Im Grunde genommen gibt es drei Phasen des Erbrechens:

  1. Übelkeit: Die Übelkeit setzt bei Deinem Hund ein. Anzeichen hierfür sind beispielsweise vermehrtes Gähnen oder Schlucken. Seid ihr gerade draußen, wird Dein Hund versuchen, Gras zu fressen.
  2. Würgen: Das Würgen ist die unangenehmste Phase für Besitzer, denn es macht sich durch laute Geräusche bemerkbar. Dabei würgt Dein Hund seinen Mageninhalt hoch bis ins Maul und macht dabei die typischen Bewegungen.
  3. Auswurf: Beim Auswurf „wirft“ Dein Hund dann seinen Mageninhalt aus.

Hunde können auch einfach nur erbrechen, weil sie verschiedene Dinge testen wollen. Ist die Nahrung verdaulich? Sind noch verdauliche Bestandteile enthalten? Es muss also nicht immer etwas Schädliches sein, sondern manchmal probiert sich Dein Hund schlichtweg einfach aus.

Ursachen von Erbrechen

Nicht jede Ursache ist direkt ein Grund zur Sorge. Es kann einfach sein, dass Dein Hund zu viel Gras gefressen hat. Auch zu schnelles oder vieles Essen führen oft zu Erbrechen. Darüber hinaus ist es möglich, dass Dein Hund unter Reiseübelkeit leidet oder viel Stress hat.

Zu den ernstzunehmenden Ursachen gehören vor allem diverse Leber- oder Nierenerkrankungen sowie Entzündungen des Magen-Darmtrakts und der Bauchspeicheldrüse. Genauso können Magengeschwüre oder Tumore zu Erbrechen führen. Vorsicht ist vor allem bei einem Verschluss des Magen-Darmtrakts – auch bekannt als „Magendrehung“ -, denn das ist ein absoluter Notfall und lebensbedrohlich.

Was es zu beachten gilt

Nicht immer musst Du direkt zum Tierarzt. Es gibt einige Dinge zu beachten, die vielleicht doch einen Arztbesuch notwendig machen.

Aussehen des Erbrochenen

Auch wenn es vielleicht etwas eklig ist – Du solltest Dir unbedingt das Erbrochene Deines Hundes ansehen. Hierbei kannst Du auch davon ausgehen, dass nicht jedes Aussehen direkt alarmierend ist.

Ist der Erbrochene Deines Hundes eher wässrig oder gelb, brauchst Du Dir nur Sorgen zu machen, wenn Dein Hund nicht mit dem Erbrechen aufhört. Dasselbe gilt für kleine Mengen Schaum oder Schleim. Auch wenn Dein Hund einige Minuten oder Stunden nach dem Füttern erbricht, kann das zwar auf eine Unverträglichkeit oder zu schnelles Fressen zurückgeführt werden, ist aber nichts Alarmierendes.

Hellhörig solltest Du werden, wenn Dein Hund Blut im Erbrochenen hat. Dasselbe gilt für eine braune Farbe, denn das kann ein Hinweis auf einen Darmverschluss sein.

Generell gilt: Erbricht Dein Hund oftmals hintereinander oder kommen noch andere Symptome wie Fieber, schnelles Atmen, Unruhe, Reiben an Pfote oder Schnauze sowie starke Müdigkeit oder Durchfall hinzu, ist sofort ein Tierarzt aufzusuchen, denn Dein Hund kann sich in Lebensgefahr befinden.

Behandlung

Am ehesten kommt infrage, dass Dein Hund für einen Tag keine Nahrung zu sich nehmen darf. Wasser ist dennoch essenziell und darf auf keinen Fall weggelassen werden. Das soll dem Magen helfen, sich zu beruhigen.

Zusätzlich wird die Ursache des Erbrechens behandelt. Hat Dein Hund beispielsweise eine Entzündung, wird ihm ein Antibiotikum verschrieben. Auch kann es sein, dass der Tierarzt vorsorglich Medikamente verschreibt, die dem Brechreiz entgegenwirken.

Erbrechen Hund

Was kannst Du als Besitzer tun?

Natürlich belastet es Dich, wenn Deine Fellnase so sehr leidet und vermutlich sogar noch mit einer Entzündung zu kämpfen hat. Nicht immer sind Medikamente notwendig, aber trotzdem kannst Du Deinem Hund etwas helfen.

Bemerkst Du, dass Dein Hund Magenprobleme hat, kannst es vor allem helfen, auf Schonkost zu wechseln. Dazu gehören zum Beispiel Kartoffeln, Geflügel oder Reis. Auch solltest Du unbedingt vermeiden, Deinem Hund zu viel Futter zu geben. Statt eine große Mahlzeit sind mehrere kleine Mahlzeiten schonender für den Magen Deines Vierbeiners.

Außerdem ist es wichtig, dass Du Deinem Hund viel Ruhe gewährst und ihm, sofern er es zulässt, ganz viel Liebe zu geben. Du darfst nicht vergessen, sicherzustellen, dass Dein Vierbeiner genug Flüssigkeit zu sich nimmt, denn durch das Erbrechen kann eine Austrocknung drohen.

Erbrechen ist nicht immer böser Natur

Auch wenn der Anblick eher verstörend ist und Du Dir sofort Sorgen machst – Erbrechen ist etwas völlig Natürliches und dient zur Reinigung. Bemerkst Du jedoch, dass Dein Hund noch unter anderen Symptomen leidet oder das Erbrochene komisch aussieht, ist es doch besser, Deinem Tierarzt einen Besuch abzustatten.

Häufig gestellte Fragen zu Erbrechen beim Hund

Warum erbrechen Hunde?

Das Erbrechen dient immer zur Reinigung. Dein Hund kann beispielsweise testen, ob seine Nahrung verdaulich ist. Es können aber genauso gut auch Gifte oder andere schädliche Nahrungsmittel ausgeschieden werden. Das geht über die Speiseröhre am schnellsten.

Erbrechen beim Hund – wann solltest Du mit Deinem Hund zum Tierarzt?

Sobald Dein Hund sehr oft erbricht und Symptome wie Fieber oder starke Müdigkeit aufweist, solltest Du einen Tierarzt aufsuchen. Auch braunes oder rotes Erbrochenes geben Hinweis auf einen nötigen Tierarztbesuch.

Erbrechen beim Hund – was kannst Du tun, um Deinem Vierbeiner zu helfen?

Hat Dein Hund erbrochen, solltest Du vor allem zu Schonkost greifen und die Mahlzeiten in kleinere Portionen teilen. Auch viel Ruhe und Wasser sind wichtig.

Quellen

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