Hilfe! Mein Hund humpelt – Mit diesen Tipps kannst Du Deinem Liebling helfen

Humpeln bei Hunden kann viele Ursachen haben. Die häufigste Ursache ist ein Muskel-, Sehnen- oder Gelenkproblem. Wenn Dein Hund humpelt, kann das aber auch auf eine Verletzung, einen Tumor oder eine neurologische Störung hinweisen. Wenn …

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Humpeln bei Hunden kann viele Ursachen haben. Die häufigste Ursache ist ein Muskel-, Sehnen- oder Gelenkproblem. Wenn Dein Hund humpelt, kann das aber auch auf eine Verletzung, einen Tumor oder eine neurologische Störung hinweisen.

Wenn Dein Hund anfängt zu humpeln, solltest Du zunächst einmal berücksichtigen, ob er sich normalerweise gerade bewegt hat. Wenn das Humpeln plötzlich auftritt und Dein Hund sonst keine Probleme mit seinem Gang hat, kann es sich um eine akute Verletzung handeln. In diesem Fall ist es wichtig, so schnell wie möglich einen Tierarzt aufzusuchen.

Aber Achtung: Du solltest auf keinen Fall sofort in Panik verfallen! Das Wohl unserer Vierbeiner liegt uns natürlich sehr am Herzen. In den meisten Fällen handelt sich sich beim Humpeln allerdings nur um ein kleines, vorübergehendes Problem, was schnell behandelt werden kann. Aus diesem Grund solltest Du erstmal ganz ruhig bleiben, denn Deine Panik und Angst spürt auch Dein Hund.

In diesem Artikel erfährst Du, welche Ursachen ein Humpeln bei Deinem Hund haben kann. Außerdem erhältst Du Tipps, wie Du Deinem Liebling schnell helfen kannst.

Als Erstes: Symptome checken

Ein Hund kann auf verschiedene Arten humpeln. Tritt er mit der Vorderpfote gar nicht mehr auf, streckt er eine Pfote in die Luft oder zieht er ein Hinterbein nach? Es ist wichtig, dass Du Dein Hund zuerst gut beobachtest. So kannst Du herausfinden, wo genau das Problem liegt.

In den meisten Fällen handelt es sich um ein Problem, was Du selber schnell lösen kannst. Wie oft passiert es, dass Dein Hund beim Spaziergang in einen spitzen Stein tritt? Wenn Du Dir das Humpeln nicht auf Anhieb selbst erklären kannst, solltest Du die Symptome genau beobachten und vielleicht sogar notieren. Bei einem möglichen späteren Tierarzt-Besuch kann das sehr hilfreich sein.

Mögliche Symptome sind:

  • Nachziehen einer Pfote
  • Steifheit im Bein
  • Schwierigkeiten beim Aufstehen
  • Schwellungen
  • Rötungen
  • Vermeidung von Auftreten
  • Sensibilität im betroffenen Bereich
  • Wärmeempfindlichkeit
  • Gleichgewichtsverlust
  • Muskelkrämpfe
  • Pfote oder Bein in die Luft halten
  • Zittern im Bein
  • Vermeidung von Treppen

Sekundäre Symptome:

  • Zurückverlegte Ohren
  • Anzeichen von Kopfschmerzen
  • Benommenheit
  • Erbrechen
  • Juckreiz
  • Ausschlag
  • Müdigkeit und Schwäche
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Durchfall

Mögliche Ursachen für das Humpeln

Zerrung, Prellung oder Verstauchung

Ein Hund kann sich das Bein verstauchen, zerren oder prellen, wenn er in ein Loch tritt oder stolpert. Die Verstauchung ist eine Verletzung, bei der die Bänder, die das Gelenk halten, überdehnt oder gerissen werden. Dies kann sehr schmerzhaft sein und das Tier kann möglicherweise nicht mehr richtig laufen. In diesem Fall solltest Du auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen.

Fremdkörper in der Pfote

Wenn ein Hund einen Fremdkörper in der Pfote stecken hat, kann dies sehr schmerzhaft sein. Der Hund wird versuchen, den Fremdkörper zu entfernen, indem er an der Pfote leckt oder sie mit der Zunge bearbeitet. Wenn das nicht funktioniert, kann der Hund versuchen, den Fremdkörper mit den Zähnen zu entfernen. Dies kann zu einer Verletzung der Pfote führen.

In schweren Fällen muss der Fremdkörper chirurgisch entfernt werden. Aber keine Angst, in den meisten Fällen handelt es sich nur um einen kleinen spitzen Stein, den Du sogar ganz einfach selber entfernen kannst.

Muskelkrämpfe

Wenn ein Hund einen Muskelkrampf hat, kann es zu einem sehr unangenehmen und schmerzhaften Erlebnis für ihn kommen. Die Muskeln des Hundes werden plötzlich sehr hart und verkrampfen sich, was zu immensem Schmerz für den Hund führen kann. Dann ist es wichtig, den Hund zu beruhigen und ihm Ruhe zu gönnen. Danach sollte man den Hund massieren oder ein Warmbad nehmen.

Luxation (Verrenkung) eines Gelenks

Wenn ein Hund eine Verrenkung im Gelenk hat, ist das Gelenk entweder aus dem Gelenkkapselraum geschoben oder es ist ein Knochen aus dem Gelenk gebrochen. Durch die Verrenkung wird die Blutzirkulation in dem Gelenk unterbrochen und der Knorpel kann absterben. Wenn das Gelenk nicht schnell wieder eingerenkt wird, kann der Hund dauerhaft Probleme mit dem Gelenk bekommen.

Bisse durch andere Tiere

Wenn ein Hund von einem anderen Tier gebissen wird, können verschiedene Symptome auftreten. Zunächst einmal ist es wichtig, die Wunde zu säubern und desinfizieren. Anschließend solltest Du den Hund beobachten und auf Anzeichen von Schmerzen, Schwäche oder Verlust von Appetit achten. Falls diese Symptome auftreten, solltest Du unverzüglich einen Tierarzt aufsuchen.

Verschleiß der Gelenke

Gelenkverschleiß ist eine degenerative Erkrankung, bei der das Knorpelgewebe zwischen den Knochen schlechter wird. Dies kann zu Schmerzen, Steifheit und Schwierigkeiten beim Bewegen führen. Gelenkverschleiß ist häufig bei älteren Hunden und kann durch Arthritis oder Trauma verursacht werden.

Arthritis

Wenn ein Hund Arthritis hat, kann es zu Schmerzen, Steifheit und Schwierigkeiten beim Laufen oder Aufstehen kommen. Die Krankheit verläuft in Schüben, wobei die Symptome für einige Tage oder Wochen auftreten können, um dann wieder abzuklingen. Die Behandlung der Arthritis beim Hund kann mit Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Medikamenten erfolgen.

Kreuzbandriss

Wenn ein Hund einen Kreuzbandriss hat, bedeutet dies, dass eines der Bänder, die das Kniegelenk stabilisieren, gerissen ist. Dies ist eine sehr schmerzhafte Verletzung und kann zu einer Lahmheit führen. In den meisten Fällen muss der Hund operiert werden, um das Gelenk wieder stabil zu machen.

Tumore an den Beinen oder Pfoten

In den seltensten Fällen kommt es vor, dass der Hund einen Tumor in den Beinen oder Pfoten hat. Falls ein Hund einen Tumor am Bein hat, kann das sehr unangenehm für ihn sein. Der Tumor könnte ihn schmerzhaft drücken und einschränken oder sich entzünden.

Um zu bestimmen, ob der Tumor bösartig ist oder nicht, sollte er von einem Tierarzt untersucht werden. Meistens kann ein bösartiger Tumor durch eine Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung behandelt werden.

Erste Maßnahmen, wenn Dein Hund humpelt

Ruhe bewahren und Symptome klären

Wenn Dein Hund humpelt, solltest Du zunächst Ruhe bewahren. Häufig ist die Ursache für das Hinken harmlos und kann mit einfachen Schmerzmitteln behandelt werden. In manchen Fällen kann jedoch auch eine ernsthafte Erkrankung dahinterstecken. Daher ist es wichtig, den Hund zunächst gut zu beobachten und Symptome klarzustellen.

Genau hinsehen und untersuchen

Wenn Du Symptome wahrgenommen hast, kannst Du erste Untersuchungen selber durchführen. Natürlich bist Du kein Tierarzt, aber durch kleinere Untersuchungen kannst Du schwerwiegenden Ursachen ausschließen. Außerdem kannst Du durch erste Maßnahmen verhindern, dass die Verletzung noch schlimmer wird.

Das kannst Du tun:

  • Beruhige Deinen Hund: Es ist wichtig, dass sich Dein Hund ruhig verhält und nicht wild durch die Gegend springt. Dadurch könnten sich Verletzungen verschlimmern.
  • Nach äußeren Verletzungen suchen: Suche das gesamte Bein nach äußeren Verletzungen wie Schnitte, Bisse oder Fremdkörpern ab. So kannst Du schwerwiegenden Ursachen ausschließen. In diesem Fall solltest Du versuchen, den Fremdkörper zu entfernen und die Wunde zu säubern.
  • Pfoten abtasten: Kontrolliere, ob die Gelenke Deines Hundes geschwollen sind, oder ob eine Einschränkung in der Bewegung vorliegt.
  • Muskeln abtasten: Oft ist der Grund für ein Hinken eine einfache Muskelverspannung. Beim Abtasten der Muskeln in Bein und Fuß kannst Du diese feststellen.

Wann ist ein Tierarzt-Besuch notwendig?

Nachdem Du erste Maßnahmen getroffen und Deinen Hund untersucht hast, solltest Du überlegen, ob Du einen Tierarzt aufsuchen musst.

Falls Du feststellst, dass Dein Hund ungewöhnlich lahm ist oder humpelt, solltest Du zunächst einmal die Situation beobachten. Bemerkst Du eine Verletzung oder Schmerzen, die Dein Hund offensichtlich empfindet? Falls ja, solltest Du den Hund zum Tierarzt bringen. Möglicherweise liegt eine Verstauchung oder ein Bruch vor, die unbedingt behandelt werden müssen. Auch wenn Du denkst, dass der Hund „nur“ Muskelkater hat, ist es im Zweifelsfall ratsam, den Tierarzt aufzusuchen und abklären zu lassen, ob nicht doch etwas Ernstes vorliegt.

Solltest Du keine offensichtlichen Verletzungen bei Deinem Hund feststellen können und dieser auch keine Schmerzen zu haben scheint, kann es sein, dass er sich bei einer rasanten Spielrunde etwas verletzt hat. In diesem Fall ist es ratsam, ihm Ruhe zu gönnen und ihn an der Leine spazieren zu führen. Auch hier gilt: Besser einmal mehr als einmal weniger den Tierarzt konsultieren!

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Wenn Du ein Humpeln bei Deinem Vierbeiner feststellst, solltest Du erstmal Ruhe bewahren und nicht direkt in Panik verfallen. Wie Du nun weißt, gibt es dafür meistens eine harmlose Ursache, die schnell behandelt werden kann. Trotzdem gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht! Falls Du ernsthafte äußerliche Verletzungen feststellst oder das Humpeln eine längere Zeit andauert, solltest Du auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen. Schließlich geht es um das Wohl Deines Lieblings.

FAQ

Mein Hund humpelt vorne, was soll ich tun?

Als erstes solltest Du Ruhe bewahren. Nachdem Du Dein Hund beobachtet und Symptome geklärt hast, kannst Du erste Untersuchungen durchführen. Danach solltest Du entweder abwarten oder einen Tierarzt aufsuchen.

Mein Hund humpelt, wann muss ich zum Tierarzt?

Wenn Du den Verdacht hast, dass Dein Hund humpelt, weil er sich verletzt hat, solltest Du ihn unbedingt vom Tierarzt untersuchen lassen. Dies ist besonders wichtig, wenn er auch Schmerzen zeigt oder die Bewegung eingeschränkt ist. Auch wenn Du denkst, dass Dein Hund nur „alt“ ist und unter Arthritis leidet, solltest Du Röntgenaufnahmen vom Tierarzt machen lassen, um sicherzustellen, dass keine andere Erkrankung vorliegt.

Wie äußert sich eine Zerrung beim Hund?

Zerrungen treten bei Hunden relativ häufig auf. Das Risiko für eine Zerrung besteht insbesondere dann, wenn der Hund viel oder schnell läuft. DieSymptome einer Zerrung beim Hund äußern sich häufig in einer Lameness (Hinken), Schwellung oder Spannungsgefühl in der betroffenen Region. In schwereren Fällen kann es auch zu Blutergüssen kommen. In den meisten Fällen ist eine Zerrung nicht ernst und heilt von selbst wieder ab. In schwereren Fällen kann es jedoch notwendig sein, den Hund ruhig zu stellen und zum Tierarzt zu bringen.

Quellen

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