Hundekratzer im Parkett

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Wenn der Vermieter Regressansprüche wegen Hundekratzern im Parkett erhebt.

Wer mit einem Hund in einer Mietwohnung wohnt hat beim Auszug aus der Wohnung gegebenenfalls Schwierigkeiten wenn der Vermieter Regressansprüche wegen Kratzern im Parkett erhebt.
Das Amtsgericht Koblenz hat jedoch vor einiger Zeit bereits entschieden das Hundekratzer im Parkett unter Umständen zum normalen Gebrauch der Wohnung gehören können und deshalb nicht ersatzpflichtig sind. Hintergrund dieses Urteils war die Haltung eines Labrador in einer Loft Wohnung. Die Haltung des Hundes war durch den Vermieter schriftlich genehmigt. Da sich ein Hund nun aber einmal nicht anders bewegen kann als auf seinen vier Pfoten und damit auch unter, gelegentlichem, Einsatz seiner Krallen waren beim Auszug aus der Mietwohnung auf dem vorhandenen Parkett Kratzspuren. Der Wohnungseigentümer hat den Boden sanieren lassen und stellte nun die Reparaturarbeiten dem ehemaligen Mieter in Höhe von fast 5000 € in Rechnung. Der Mieter aber weigerte sich zu zahlen, so das der Vermieter diesen Anspruch vor Gericht durchsetzen wollte.
Grundsätzlich folgte das Gericht der Argumentation des ehemaligen Mieters. Wichtig waren dabei zwei Argumente: Einerseits hatte der Vermieter den Einzug des Labrador ausdrücklich und selbst schriftlich genehmigt, und zweitens deutete das Gericht die fraglichen Kratzspuren als vertragsgemäße Nutzung der Wohnung. Hätte der Hund nur an einer Stelle besonders intensiv geschart oder gekratzt wäre dies keine vertragsgemäße Nutzung gewesen, im vorliegenden Falle jedoch gab das Gericht dem Beklagten Recht und verweigerte dem Vermieter den Schadenersatz. (Amtsgericht Koblenz, Aktenzeichen 162 C9 139/13)
Letztlich wäre hier prüfen gewesen ob und inwiefern hier die Haftpflicht des Mieters gegriffen hätte. Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu wissen dass eine Haftpflicht in einem solchen Fall nur für einen spontan eintretenden Schaden aufkommen würde. Wenn also der Hund an einer Stelle plötzlich das Parkett zerkratzt hätte wäre die Haftpflicht dafür eingetreten. Im vorliegenden Falle jedoch wäre es eine Abnutzung durch Gebrauch gewesen und somit hätte auch die Haftpflichtversicherung hier keine Leistung erbracht. Vor diesem Hintergrund sollte man auch genauestens prüfen ob man selbst, bzw. das Risiko einer Hundehaltung durch eine Hundehalterhaftpflichtversicherung entsprechend abgesichert ist. Gute Haftpflichtversicherungen für Hunde sind in vielen Bundesländern bereits gesetzlich vorgeschrieben und die niedrigen Beiträge der guten Versicherer sollten ein Grund mehr sein hier seinen Versicherungsbedarf regelmäßig zu überprüfen. Das Team von www.Hundeinfoportal.de hat dazu eigens einen online Vergleichsrechner für die Hundehaftpflichtversicherung geschaltet. Prüfen Sie also hier und jetzt Visum ihren Versicherungsschutz steht oder ob sie gegebenenfalls zu viel für einen solchen Vertrag bezahlen. Bei Fragen zur Hundehaftpflicht sind wir unter der Tel.-Nr. 0800/5862553 (kostenlose Servicenummer) gern für Sie da und beantworten Ihre Fragen.

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