Australian Shepherd

Australian Shepherd – Rasseportrait

FCI

FCI Nr 342, Gruppe 1, Sek. 1,

Andere Namen dieser Rasse:

Australischer Schäferhund

Widerrist:

Rüde: 50,8 – 58,5 cm
Hündin: 45,7 – 53,4 cm

Gewicht:

Das Gewicht des Aussies‘ variiert zwischen 16 bis 32 kg.

Mögliches Alter:

Ein Australian Shepherd kann bis zu 15 Jahre alt werden.

Ursprungsland:

Nordamerika

Fell:

Das Deckhaar ist mittellang, gerade, bis leicht gewellt. Das Unterfell ist sehr dicht. Die Fellfarben des Aussies sind unterteilt in vier Grundfarben: schwarz, rot, blue-merle, red-merle.  Aus diesen Grundfarben ergeben sich 16 verschiedene Farbkombinationen des Fells. Die Farben blue- und red-merle weisen dabei eine Gen-Mutation auf, die das Fell des Aussies noch heller macht.

Verwendung heute:

Früher galt der Australian Shepherd als Hütehund. Heute wird er als Familienhund immer beliebter.

Geschichte:

Der Ursprung des Australian Shepherds wird in den USA gesehen. Um 1800 sollen baskische Seeleute den Aussie über den Seeweg in die Vereinigten Staaten gebracht haben. Später erst kam der Australian Shepherd als eigenständige Rasse nach Europa.
1957 Gründung der Australian Shepherd of Amerika, in Arizona (ASCA).
1966 wurde die Internationale Australian Shepherd Association (IASA) gegründet.
Von dieser Anfang der 70er Jahre auch ein Zuchtbuch eröffnet wurde.
1971 Übernahme der offiziellen Registrierung von den Hunden durch die ASCA.
1977 tritt der Rassestandart der ASCA in Kraft.
1980 Zusammenschluß der IASA und mit dem ASCA, damit entstand der größte Rasse Club.
Anfang der 90er Jahre führte der American Kennel Club (AKC) auch ein Zuchtbuch ein.
Im Januar 1993 trat der Rassestandart des AKC in Kraft.
1996 Annerkennung des Australian Shepherd von der FCI.
2004 Gründung des Club für Australian Shepherd in Deutschland (CASD), als zuchtführender
Verein unter dem VDH.
2005 leben ca. 5000 Australian Shepherds in Deutschland.
Die ersten Australian Shepherds kamen in den 70er Jahren nach Europa.

Erscheinungsbild:

Der Australian Shepherd hat einen ausgewogenen und kräftigen Körperbau. Er bewegt sich geschmeidig und elegant.
Seine Augen sind meist blau oder verschiedenfarbig.

Charakter:

Er ist freundlich, friedlich, intelligent, wachsam, zäh, aufmerksam, lebhaft, ausdauernd, sensibel, robust, kinderlieb und Fremden gegenüber reserviert. Taut er in der Umgebung Fremder erst einmal auf, ist er freundlich und gelassen. Im Umgang mit Kindern ist er sehr geduldig.
Der Australian Shepherd braucht eine Aufgabe, damit er dieser eigenständig und pflichtbewusst nachgehen kann. Außerdem ist er gewillt zu lernen, denn der Aussie will seinem Menschen gefallen.

Haltung:

Der Aussie ist ein sehr aktiver Hund. Dabei reicht nicht nur ein großer Spaziergang am Tag aus. Er muss aber nicht nur körperlich, sondern auch geistig fit gehalten werden. Hundesportarten wie Agility oder Flyball bieten sich besonders gut an, um einen Aussie richtig auszulasten.
Der Australian Shepherd braucht eine konsequente, liebevolle Erziehung mit einer sanften Hand. Er braucht klare Grenzen, damit er nicht die falschen Dinge erlernt. Sorgfalt und Konsequenz ist in der Erziehung eines Australian Shepherds die wichtigste Instanz, um das gewünschte Verhalten des Vierbeiners zu fördern.
Die Hunderasse findet große Beliebtheit bei Familien, da er vor allem im Umgang mit Kindern geduldig und gelassen ist.

Pflege:

Das Fell ist pflegeleicht. Da es schmutzabweisend ist reicht ein wöchentliches, gründliches Bürsten aus.
In der Zeit des Fellwechsels, 2x im Jahr, sollte das Bürsten täglich geschehen.

Rassespezifische Erkrankungen:

Verschiedene Gen-Defekte können in der Zucht entstehen, die gesundheitsschädliche Folgen für den Aussie haben können:
MDR1-Defekt auf, der ruft eine Überempfindlichkeit gegenüber mehreren Arzneistoffen hervor.
Allergien, Autoimmunkrankheiten, Gebissfehler, Herzprobleme, Schilddrüsenprobleme, Hüftgelenks- und Ellenbogendysplasie (HD/ED), Erbkrankheit – Katarakt, Epilepsie.