Deutscher Pinscher

Deutscher Pinscher – Rasseporträt

FCI:

FCI Nr. 184, Gr. 2, Sek. 1

Ursprungsland:

Deutschland

Lebenserwartung:

12-15 Jahre

Verwendung:

Familienhund, Wachhund,Begleithund

Verwendung:

Nagetierjäger, Wachhund

Geschichte:

Die genaue Herkunft ist nicht bekannt.
Um 1500 wurde diese Rasse schon in einem Stich von
Lucas Cranach gezeigt.
1836 wurde er zum ersten Mal erwähnt – zu dieser Zeit hieß er noch „glatthaariger Schnauzer“.
1880 wurde er auch im Deutschen Hundestammbuch erwähnt.
Seine Vorfahren sind auch die Vorfahren des Schnauzers, welchen man früher auch rauhhariger Pinscher nannte. Sie haben sich seit Beginn der Rassehundezucht in Deutschland vor 100 Jahren kaum verändert.
Die Deutschen Pinscher waren wegen ihrer Eigenschaft Nagetiere zu vertilgen beliebt, aber auch als Stallhunde und Kutschenhunde sowie zur Bewachung des Hofes.
1895 wurde der Pinscherklub gegründet, in dieser Zeit galt der kurzhaarige Pinscher „als völlig in Vergessenheit geraten“.
Trotz allen Zucht Bemühungen ging es mit den Glatthaarpinschern nicht wirklich vorwärts.
1920 waren nur noch 30 zuchtfähige Hunde vorhanden.
1941 schienen die Pinscher erneut kurz vor dem Aussterben zu stehen.
Die Zucht erholte sich in der darauf folgenden Zeit etwas, aber der 2. Weltkrieg sorgte für ein abruptes Ende der Zuchtbemühungen.
In den 50er Jahren war die Rasse der Deutsche Pinscher fast ausgestorben.
Von 1950-1957 gab es in der BRD keine Zuchtbucheinträge ebenso von
1957-1970 in der ehemaligen DDR nicht.
Danach wurde die Zucht wieder aufgebaut und in den darauf folgenden 10 Jahren mehr wie 500 Pinscher gezüchtet.
2003 wurde diese von der GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen) zur gefährdeten Rasse des Jahres erklärt.

Erscheinungsbild:

Er ist mittelgroß, quadratisch und hat eine elegante, stolze Haltung.

Widerrist:

45 – 50 cm – beide Geschlechter

Gewicht:

14 – 20 kg – beide Geschlechter

Fell:

Das Haarkleid ist kurz, dicht, glatt und glänzend.

Fellfarben

Die Farben sind mehrfarbig, loh, lackschwarz, rot

Pflege:

Die Fellpflege ist unkompliziert.

Charakter:

Er ist temperamentvoll, anhänglich, intelligent, freundlich, geduldig mit Kindern, mutig, selbstbewusst, lebhaft, selbstsicher, ausgeglichen, klug, lernwillig, sehr wachsam aber kein Kläffer, verschmust, lauffreudig, willensstark, verspielt und immer zu Späßen aufgelegt.

Haltung

Er ist nicht für Menschen mit wenig Bewegungsdrang oder Anfängern geeignet.
Diese Hunde brauchen viel Bewegung sie spielen gerne
und sind gute Begeiter beim Radfahren, aber auch sehr für viele Hundesportarten zu haben.
Ein ausgelasteter Hund ist dann auch ein ruhiger und angenehmer Hausbewohner.
Umbemerkt kann niemand das Grundstück oder das Haus betreten, das er bewacht, aber ins Kläffen verfällt er dabei nicht.
Er ist ein gutmütiger und liebevoller Familienhund, und ist darauf erpicht in der Nähe seines Menschen zu sein. Wodurch eine Zwingerhaltung für ihn völlig ungeeignet ist.
Für die Erziehung eines braucht man viel Liebe, Geduld und Konsequenz vom Welpenalter an.

Rassespezifische Krankheiten:

Hüftdysplasie (HD): Defekt der Gelenkpfanne des Hüftgelenks
HC, hereditäre Cataract: Grauer Star
Dilute: verdünnte, aufgehellte Fellfarbe
Von Willebrand Erkrankung: Blutgerinnungsstörung

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