Dobermann

Dobermann – Rassepoträt

FCI:

FCI Nr. 143, Gr. 2, Sek. 1

Ursprungsland:

Deutschland

Lebenserwartung:

10 – 12 Jahre

Verwendung heute:

Begleithund, Familienhund, Wachhund, Polizeihund

Verwendung früher:

Arbeitshund, Gebrauchshund, Wachhund

Geschichte

:
Der Dobermann erhielt den Namen durch seinen ersten bekannten Züchter, Friedrich Louis Dobermann (1834- 1894).
Damit ist der Dobermann, die einzige Deutsche Rasse, die nach ihrem Züchter benannt ist.
Früher wurden diese Hunde als Polizeihunde eingesetzt, was ihnen den Namen „Gendarmenhunde“ einbrachte.
27.8.1899 wurde der erste Dobermann Club mit Sitz in Apolda, gegründet.
Goswin Tischler mit seinem Zwinger „vom Grönland“ und Gustav Krumholz mit seinem Zwinger „von Ilm-.Athen“, züchteten die Dobermänner zielbewusst weiter, nach dem Tod von Friedrich Louis Dobermann.
Tischler setzte 1895 die Anerkennung hier in Deutschland durch.
Im Jahr 1898 wurde dieser Hund erstmals auf einer Ausstellung ausgestellt.
Im 1. wie auch im 2. Weltkrieg wurde er, vor allem von dem deutschen Heer, auch als Melde-, Minen- und Sanitätshund eingesetzt.
Anfang des 20. Jh. wurde der Dobermann als Polizeihund anerkannt.
1943 wurde der Dobermann – Pinscher in den heutigen Dobermann umbenannt.
In Deutschland wurde:
1987 das Kupierverbot für die Ohren des Hundes in Kraft gesetzt und
1998 das Kupierverbot für die Rute.

Erscheinungsbild

Er ist ein mittelgroßer, kräftiger Hund mit einem eleganten
und stolzen Erscheinungsbild.

Widerrist:

Rüde 68 – 72 cm
Hündin 63 – 68 cm

Gewicht:

Rüde 40 – 45 kg
Hündin 32 – 35 kg

Fell:

Das Haarkleid ist kurz, hart, dicht, glatt haarig und glänzend. Unterwolle nicht vorhanden.

Fellfarben

Die Farben sind schwarz mit rotbraunen/rostroten Abzeichen
dunkelbraun mit rotbraunen/rostroten Abzeichen
(isabellfarbene, weiße und blaue Varietäten sind in Deutschland noch nicht anerkannt.)

Pflege:

Die Fellpflege ist völlig unkompliziert.
Es reicht völlig aus ihn gelegentlich zu bürsten.
Hin und wieder kann es zu Hautproblemen kommen, die mit einer speziellen Hautpflege behandelt werden sollten.
Natürlich immer erst nach Rücksprache mit dem Tierarzt.

Charakter:

Er ist wachsam, treu, friedlich, robust, sehr anhänglich, kinderliebend, sensibel, aufmerksam, folgsam, sehr intelligent, sehr arbeitsfreudig, mutig, selbstsicher, unerschrocken, sehr aktiv, temperamentvoll und wesensfest.

Haltung

Er braucht eine gut durchdachte, konsequente und liebevolle Erziehung.
Bei falscher Erziehung, werden diese Hunde oft neurotisch. Die Folge ist Bissigkeit und Ängstlichkeit.
Die Hunde dieser Rasse eignen sich hervorragend zur Abrichtung, doch die Voraussetzung dafür ist die frühzeitige Sozialisation, der eine feste, autoritäre und liebevolle Erziehung, vorausgeht.
Diese Rasse ist dadurch nicht für Anfänger geeignet.
Ein Dobermann tendiert dazu sich einer einzelnen Person sehr eng anzuschließen.
Er braucht viel Bewegung damit er ausgeglichen und zufrieden ist.
Hundesport ist sehr gut für ihn geeignet, aber noch lieber ist ihm ein „Job“ als Wachhund oder Schutzhund. Er ist ein ausgesprochener „Workaholik“.
Durch den hohen Bewegungsdrang ist ein Haus mit Garten zwingend erforderlich.
Auch da ist eine gute Erziehung hilfreich.Er wird dann nicht „neue“ Blumenbeete anlegen, sprich Löcher buddeln und den Garten umgraben.

Wichtig
Im Bundesland Brandenburg steht der Dobermann auf der Liste gefährliche Hunde, in der Kategorie II.
Die Haltung eines Dobermanns ist damit mit einigen Auflagen verbunden.

Rassespezifische Krankheiten:
Dobermanncardiomyopathie: Eine Erkrankung des Herzmuskels.
Hüftdysplasie (HD): Defekt der Gelenkpfanne des Hüftgelenks
Wobbler: Krankhafte Veränderung der Halswirbelsäule.
Spondylose: Degenerative Skeletterkrankung.
Von Willebrand Erkrankung: Blutgerinnungsstörung.
PHPV/PHTVL: Gefäßreste aus der Embryonalentwicklung um die Linse herum.
Narkolepsie: Ist eine neurologische Krankheit, die durch Tagesschläfrigkeit mit einem unwiderstehlichen Schlafdrang zu völlig falschen Zeiten.
Blue Dobermann Syndrom: eine Erbkrankheit für die es keine Heilung gibt.

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