Englische Bulldogge

Englische Bulldogge – Rassepoträt

FCI:

FCI Nr.149, Gr.2, Sek.2.1

Ursprungsland:

Deutschland

Lebenserwartung:

8 – 12 Jahre

Verwendung heute:

Familienhund

Verwendung früher:

Kampfhund, Bullenbeisser

Geschichte der Englischen Bulldogge:

Diese Rasse machte eine große Veränderung durch,
vom ehemals hochgezüchteten Kampfhund zum liebevollen Familienhund.
Ungefähr im 6. Jh. v. Chr. entstand diese Rasse aus großen englischen, doggenähnlichen Hunden und bulligen Molosser die von den Seeleuten miteinander gekreuzt wurden.
1209 wurden diese Hunde das erstmal historisch erwähnt, als mehrere dieser Hunde zwei streitende Bullen trennten.
Im 13. Jh. wurden diese Hunde erstmals unter dem Namen Bonddog oder Bolddog erwähnt.
1632 taucht dann der heutige Name der Hunde “Bulldog” das erste mal auf.
Zu dieser Zeit wurde die Englische Bulldogge als Bullenbeißer/Kampfhunde oder auch zu Hundekämpfen eingesetzt.
Bei der damaligen Zucht wurde viel Wert auf „Mut“ und Aggressivität des Hundes gesetzt.
1835 wurde dann ein Verbot für die Bullenkämpfe/Hundekämpfe von dem britischen Parlament ausgesprochen, von da an stand diese Hunderasse schon bald vor dem Aussterben.
Gerettet hat der Hundezüchter Bill George diese Hunde, die von da an hauptsächlich für Ausstellungen gezüchtet wurden. Das heißt ihr aggressives Wesen wurde rausgezüchtet und so entstand der heutige Typ.

Zwei unterschiedliche Zuchtformen

Es gibt zwei unterschiedliche Zuchtformen dieser Rasse die Englischen und die Französischen Bulldoggen, die englische Zuchtform ist etwas größer.
Um 1860 wurde diese Hunderasse als reine Show-Rasse wiederbelebt.
1864 wurde der erste Bulldogclub gegründet.
1865 wurde der erste offizielle Standard erstellt.
1971 fing Herr David Leavitt mit der Rückzüchtung dieser Rasse an, es sollten gesunde und leistungsfähige Hunde entstehen ohne das sie die Gesundheitsprobleme des modernen English Bulldog`s aufweisen.
Hundezüchter in Amerika und Europa haben ebenfalls angefangen ihre eigenen Linien zu schaffen.
Januar 2009 wurde vom britischen Kennel Club eine grundlegende Änderung des Standards angekündigt. Von nun an soll die Gesundheit und das Wohlergehen der Hunde im Vordergrund stehen.
Oktober 2009 wurde der neue verbindliche Rassestandard verabschiedete.
13. 10. 2010 erkennt die FCI den geänderten
Standard an.
Oft wird diese Hunderasse auch als Nationalhund Englands bezeichnet.

In Großbritannien und Amerika zählt er heute zu den beliebtesten Hunderassen.

Erscheinungsbild

Es ist ein schwerer Hund mit einer zurückgenommenen Nase, einer kurzen Schnauze und breiten Kiefern.

Widerrist:

Rüde: 31–40 cm
Hündin: 31–40 cm

Gewicht:

Rüde: 24–25 kg
Hündin: 22–23 kg

Fell:

Das Haarkleid ist kurz, dicht und glatt.

Fellfarben

Die Farben sind weiß, falb, hellgelb,rehbraun, gestromt, rot in allen Schattierungen

Pflege:

Das Fell ist pflegeleicht, während des Fellwechsel sollte man es mit der Noppenbürste bürsten.
Allerdings benötigen die tiefen Gesichtsfalten der Bulldogge eine tägliche, intensive Beachtung.
Sie müssen mit milden Reinigungstüchern ausgewischt, getrocknet und gut beobachtet werden, damit eventuelle Hautreizungen die zu schmerzhaften Hautinfektionen führen können verhindert werden.
Die Englische Bulldogge sabbert viel.

Charakter:

Sie ist charmant, aufgeweckt, treu, mutig, unerschrocken, kinderlieb, friedfertig, liebebedürftig, verschmust, aktiv, stolz, sensibel, zuverlässig, liebenswürdig, gemütlich, eigenwillig, selbstbewusst, loyal, anhänglich, verspielt.

Haltung:

Viele Menschen schauen diesen Hund auf der Strasse ängstlich an.
Dabei gilt die Bulldogge heute als toleranter und sanftmütiger Hund, der bei der richtigen Erziehung sehr anhänglich und treu ist.
Sie braucht eine geduldige, konsequente und liebevolle Erziehung ohne Härte, denn Gewalt verträgt sie gar nicht.
Diese Hunderasse kann auch gut in einer kleinen Stadtwohnung gehalten werden.
Die Englische Bulldogge ist sehr auf ihren Menschen fixiert und sie schaut immer wo sie ein paar Kuscheleinheiten bekommen kann.
Guterzogene Hunde sind zuvorkommend und sehr geduldig im Umgang mit Kindern.
Diese Rasse neigt zu Übergewicht und dadurch ist es besonders wichtig das sie stets genügend Bewegung bekommt.
Für lange Spaziergänge oder Wanderungen ist er nicht geeignet. Bei jungen Hunden sollte man drauf achten das sie sich nicht überanstrengen, oft toben und rennen sie weiter obwohl sie schon erschöpft sind. Deswegen ist es in diesem Alter wichtig das die Hunde ausreichend Ruhezeiten einhalten.
Er verträgt Wärme nicht besonders gut, umso mehr freut sie sich über ein bequemes Plätzchen zum schlafen.

Rassespezifische Krankheiten:

Augenerkrankung Cherry Eye: drittes Augenlid, die sogenannte Nickhaut
Demodikose eine Erkrankung mit Demodex-Milben
Allergien
Übergewicht
Hüftdysplasie (HD): Defekt der Gelenkpfanne des Hüftgelenks
Kiefermissbildungen
Gelenk- und Herzerkrankungen
Atemprobleme
Überhitzung

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