Epagneul Bleu de Picardie

Epagneul Bleu de Picardie – Rassepoträt

Diese Namen bezeichnen dieselbe Rasse:

Blauer Picardie-Spaniel

FCI

FCI Nr.106, Gr.7, Sek.1

Ursprungsland:

Deutschland

Lebenserwartung:

12 – 14 Jahre

Verwendung heute:

Jagdhund, Begleithund

Verwendung früher:

Vorstehhund, Apportierhund, Jagdhund (Typ Spaniel)

Geschichte des Epagneul Bleu de Picardie:

Diese Hunde zählen zu den Vorstehhunden und kommen
aus dem Norden Frankreichs.
Der Epagneul Bleu de Picardie ist Kreuzung zwischen English Setter und dem Epagneul Picard.
1512 wurde diese Hunderasse erstmals urkundlich erwähnt, König Ludwig XII bedankte sich in einem
Brief für zwei Hunde dieser Rasse.
1527 wurde diese Rasse auch von dem Comte de Paris
als hervorragende Jagdhunde beschrieben.
Es ist relativ wenig schriftliches zu finden über
die neuere Geschichte dieser Hunderasse.
Erst 1897 findet sich wieder ein Eintrag, vom Comte
de Byland, im Buch „Races de chien“ (Hunderassen) über „Epagneul noir du Nord“ oder der Epagneul de Bleu du Picardie.
1904 wurde der Epagneul Bleu de Picardie auch ausserhalb der Grenzen seiner Heimat Frankreich, zu einem vielbeachteten Hund unter den damaligen Hundekenner.
Auf einer Hundeausstellung in Paris stellte der Monsieur Ratel einen besonders schönen Hund dieser Rasse aus.
Dieser ausgestellte Hund wurde umgehend von den Richtern anerkannt
und erhielt einen eigenen Standard innerhalb der
Gruppe der französischen Spaniels.
1907 wurde der erste Spaniel-Club gegründet in Frankreich.
1921 wurde ein Club speziell für den Epagneul
Bleu de Picardie und den Picardie-Spaniel gegründet.
1938 wurde ein erster Rassestandart erstellt und eine FCI Anerkennung erfolgte.
1985 wurde in Deutschland der erste Club für französische Vorstehhunde gegründet.
1986 importierte man die Hündin Brescia nach Deutschland.
In Deutschland wurde diese Hunderasse durch den
Züchter Ferdinand Graf von Deym etabliert, er war
der einzige Hundezüchter hier bei uns.

Erscheinungsbild des Epagneul Bleu de Picardie

Der Epagneul Bleu de Picardie hat ein Erscheinungsbild mit harmonischen Proportionen und einer kräftigen Statur.

Widerrist des Epagneul Bleu de Picardie:

Rüde: 57-60 cm
Hündin: 55-58 cm

Gewicht des Epagneul Bleu de Picardie:

20 – 26 kg – beide Geschlechter

Fell des Epagneul Bleu de Picardie:

Haarkleid lang, glatt oder leicht gewellt,
seidige Struktur
reiche Fransen an Rute und Gliedmaßen.

Fellfarben

Die Farben sind grau meliert /schwarz – grau
Grauschwarze Tüpfelung (wirkt wie bläulich mit schwarzen Abzeichen).
Blauschwarz mit weißer Stichelung von unterschiedlicher Intensität.
Reinweiße Abzeichen sind nicht erwünscht.

Pflege:

Das Fell muss täglich gebürstet und gekämmt werden um Verfilzungen besonders an den Ohren zuverhindern.
Haben sich dennoch Knoten gebildet, die sich mit bürsten nicht mehr auflösen lassen, ist es sinnvoll diese abzuschneiden.
Dieser Hund verträgt Hitze nicht besonders gut.

Um diese Hunde vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu schützen müssen Sie Ihrem vierbeinigen Liebling ausreichend Bewegung verschaffen.

Charakter:

Er ist gelehrig, leichtführig, kinderfreundlich, verspielt, treu, er hat eine unerschütterliche Ruhe, starke Menschenbezogenheit, sehr intelligent, gehorsam,große Ausdauer, einen guten Spürsinn, wachsam, anhänglich, freundlich, sensibel und hat einen ausgeprägten Jagdtrieb.

Haltung:

Diese Hunderasse ist nichts für Stubenhocker.
Der Epagneul Bleu de Picardie braucht um körperlich
und seelisch gesund zu bleiben täglich ein hohes Maß an Bewegung.
Für seine Beschäftigung eignen sich Apportierspiele und die Fährtensuche hervorragend.
Ein ausgeglichener Hund dieser Rasse ist ein guter Begleithund und angenehmer Mitbewohner.

Die Erziehung dieser Hunde ist relativ einfach, da sie sehr gehorsam und brav sind. Sie brauchen dennoch eine konsequente, liebevolle und spielerische Erziehung.

Als Familienhund, im Umgang mit Kindern jeden Alters, ist er sehr geduldig, verspielt und verschmust.

Der Epagneul Bleu de Picardie ist auch gut als Wachhund geeignet.

Um sein Glück perfekt zu machen braucht er ein Haus mit einem Garten (am liebsten ist ihm ein verwilderter), er ist sehr gerne an der frischen Luft nur Hitze verträgt er nicht gut.

Auch wenn sich diese Hunde schnell an eine neue Umgebung anpassen so ist diese Hunderasse für die Wohnungshaltung nicht geeignet, ebenso wenig wie für Menschen die Vollzeit arbeiten gehen und dadurch mehr ausser Haus sind wie bei ihrem vierbeinigen Liebling.
Er braucht viel Aufmerksamkeit und noch mehr Bewegung, ist er unausgelastet kommt er auf die Idee das eine oder andere in seine Einzelteile zu zerlegen, er verfällt ins Bellen ect..
Eins sollte man auch immer bedenken durch den großen Jagdtrieb der Hunde sollte dieser am besten angeleint geführt werden. Er ist nun mal ein Jagdhund.

Rassespezifische Krankheiten:

Chronische Ohrenentzündung, Hautallergien,
progressive Retina-Atrophie (PRA), dies ist eine
langsam fortschreitendes Absterben der Netzhaut
Katarakte, grauer Star, Kryptorchismus (Hodenverlagerung)

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