Nicht zu unterschätzen: der Akita Inu

Das Wichtigste in Kürze

Eignet sich ein Akita als erster Hund?

Akitas haben einen dicken Kopf und anspruchsvollen Charakter. Wer noch wenig Erfahrung mit der Hundehaltung hat, sollte davon absehen, sich einen zuzulegen. Alles über den Charakter des Akita Inu findest Du hier.

Passt ein Akita in einen Haushalt mit Kindern?

Als Wachhund ist der Akita eine Hunderasse, die sich gut an Kinder gewöhnen kann.

Wie viel zahlt man für einen Akita?

Ein Welpe aus seriöser Zucht kostet 1.500-2000 Euro.

Der Charakter des Akita Inu wird vor allem als unabhängig und stark beschrieben. Als treue und loyale Begleiter ist diese kraftvolle und intelligente Hunderasse besonders beschützerisch gegenüber ihren Besitzern und Familienmitgliedern. Ein Akita wird seine Familie auf jeden Fall vor jeder Bedrohung schützen und ist bereit, sich für sie zu opfern. Alles, was Du über die Hunderasse Akita Inu, ihren Charakter und die Pflege wissen musst, liest Du unten.

Akita Inu – Rasseporträt

Diese Namen bezeichnen dieselbe Rasse:

Akita Ken, Japanischer Akita, Japanese Akita

FCI:

FCI Gruppe 5, Nr. 255/5.1

Ursprungsland:

Japan

Mögliches Alter:

12 Jahre

Verwendung heute:

Familienhund, Begleithund, Wachhund

Verwendung früher:

Zur Jagd auf Bären, Schwarzwild, Kleinwild, Federwild
Teils auch Einsatz als Schlittenhund

Erscheinungsbild

Widerrist:

Rüden: 64 – 70 cm
Weibchen: 64 – 70 cm

Gewicht:

Rüden: 34 – 49 kg
Weibchen:  34 – 49 kg

Geschichte des Akita Inu:

Du hast Dich wahrscheinlich schon mal gefragt, woher der Akita Inu stammt. Der Akita Inu ist eine alte japanische Hunderasse, die ihren Ursprung in der nördlichen Provinz Akita hat. Der Akita war ursprünglich ein Jagdhund, der für die Bärenjagd und andere große Wildtiere eingesetzt wurde.

japanischer akita
Akitas sind anhängliche Haustiere.

Auch als Wachhund und Jäger und später als Begleithund für Adelige und Samurai fand er Verwendung. Er war so wertvoll für die Jäger, dass sie ihn als Symbol ihres Reichtums und ihrer Macht betrachteten.

Im 19. Jahrhundert wurde der Akita zu einem beliebten Begleithund für die Adligen und wohlhabenden Familien in Japan. Später wurde er auch als Nationalsymbol anerkannt und war ein Symbol für Stärke, Mut und Loyalität.

Keyfactbox

Die Rasse erhielt viel Aufmerksamkeit, als der Kaiser Hirohito einen Akita als Geschenk für seine Tochter erhielt. Seitdem sind die Hunde auf ganz Japan verteilt und werden in vielen Teilen des Landes als Symbol des Glücks und des Wohlstands angesehen.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Rasse fast ausgelöscht, da die Regierung das Futter für Kriegshunde bevorzugte. Glücklicherweise wurde der Akita nach dem Krieg wiederbelebt, als Amerikanische Soldaten, die in Japan stationiert waren, von seiner Schönheit und Intelligenz beeindruckt waren und einige Exemplare mit nach Hause brachten.

Heute ist der Akita Inu eine sehr beliebte Hunderasse, die weltweit gezüchtet und geschätzt wird. Er ist ein treuer, liebevoller und beschützerischer Begleiter, der eine enge Bindung zu seiner Familie aufbauen kann. Obwohl er oft als Wachhund und Familienhund genutzt wird, hat er auch die Fähigkeit, als Therapie- oder Blindenhund eingesetzt zu werden.

Der Akita Inu ist auch außerhalb Japans beliebt geworden. Ende der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts begannen amerikanische Züchter, Akita Inus in die USA zu importieren. Seitdem sind die Hunde in vielen Teilen der Welt als liebevolle und treue Begleiter bekannt.

Rassetypische Merkmale

Der Akita Inu ist ein kräftiger und muskulöser Hund mit einem breiten Kopf, einer markanten Mähne und einer kurzen, dicken Rute. Er hat kräftige Beine und eine robuste Statur, die ihm eine beeindruckende Präsenz verleiht.

Die Hunde dieser Rasse haben ein dichtes, glänzendes Fell. An Farben sind beim Akita Weiß, Rot, Braun, Schimmel und Sesam zu finden. Manche Akitas haben auch eine schwarze Maske oder eine schwarze Zeichnung auf dem Kopf.

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Neben dem bekannte Rotton gibt es den Akita auch in anderen Farben.

Pflege:

Das Fell des Akita Inu muss regelmäßig gepflegt werden, um es in gutem Zustand zu halten. Es sollte mindestens einmal pro Woche gebürstet werden, um Knoten und Verfilzungen zu entfernen. Außerdem sollte es regelmäßig gebadet werden, um Schmutz und Unreinheiten zu entfernen. Vor allem wenn Dein Akita weißes Fell hat, solltest Du darauf achten, ihn sauber zu halten. Wenn Du Deinem Akita ein gesundes Fell geben möchtest, solltest Du auch sicherstellen, dass er eine ausgewogene Ernährung, Bewegung und Liebe bekommt.

Das Fell des Akita Inu ist eines seiner markantesten Merkmale und es ist wichtig, es richtig zu pflegen, um seine Schönheit und Gesundheit zu erhalten. Hier sind einige Tipps, wie Du das Fell Deines Akita pflegen kannst:

  1. Baden: Es ist wichtig, das Fell regelmäßig zu waschen, um Schmutz und Ablagerungen zu entfernen. Verwende ein mildes Hundeshampoo, um das Fell zu reinigen und vermeide es, das Shampoo in die Augen des Hundes zu bekommen. Nach dem Baden sollte das Fell gründlich ausgespült und gut abgetrocknet werden.
  2. Bürsten: Bürste das Fell regelmäßig, um Knoten und Verfilzungen zu vermeiden. Verwende dazu eine weiche Bürste oder einen Kamm, um das Fell zu glätten. Bürste das Fell auch nach dem Baden, um es zu entwirren.
  3. Trimmen: Manche Akitas haben ein längeres Fell, das geschnitten werden muss, um es in Form zu halten. Lass das Fell von einem professionellen Hundefriseur trimmen oder trimme es selbst mit der richtigen Schere.
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Fellpflege ist beim Akita besonders wichtig.

Verhalten und Charakter beim Akita Inu

Akita Inus sind kluge, selbstbewusste und anhängliche Hunde, die einen starken Familiensinn haben. Sie sind sehr treu, verspielt und liebevoll und werden als sehr robust und energisch beschrieben.

Akita Inus sind loyal und werden in der Regel ausgezeichnete Wachhunde. Sie sind sehr wachsam und aufmerksam und können ein breites Spektrum an Emotionen und Gefühlen ausdrücken. Akita Inus haben ein starkes körperliches und emotionelles Bewusstsein und sind sehr aufrichtig und loyal. Sie sind auch sehr anhänglich und wollen ständig Nähe zu ihrer Familie oder anderen Menschen.

Ein Akita weiß, was er will, und kann manchmal stur sein, wenn es darum geht, seine Entscheidungen umzusetzen. Es ist wichtig, eine konsequente und klare Führung und Erziehung bereitzustellen, um das Beste aus ihm herauszuholen und ein harmonisches Verhältnis zu ihnen aufzubauen. Ein Akita, der korrekt ausgebildet wurde, kann ein wunderbarer und gehorsamer Begleiter sein.

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Eigensinnigkeit und Unabhängigkeit gehören zum Charakter des Akita.

Obwohl sie als sanft und freundlich zu ihren Familienmitgliedern beschrieben werden, können sie Fremden gegenüber reserviert und vorsichtig sein. Es ist wichtig, den Akita frühzeitig sozialisieren und ihm beibringen, dass Fremde keine Bedrohung darstellen. Eine frühzeitige Sozialisierung kann dazu beitragen, dass der Hund ein sicheres und freundliches Verhalten gegenüber anderen Menschen und Tieren entwickelt.

Hinweis: Mit korrekter Sozialisierung und einer positiven Erziehung kannst du deinem Akita Inu beibringen, wie er sich in verschiedenen Situationen richtig verhalten soll. Es ist wichtig, dass du konsequent und liebevoll bist, aber auch Grenzen setzt. Akita Inus brauchen eine klare Führung und sie reagieren sehr positiv auf Lob und Anerkennung.

Aktivitäten für Akitas

Wenn Du Deinen Akita glücklich und fit halten möchtest, solltest Du darauf achten, dass er ausgelastet ist. Folgende Spiele und Aktivitäten kommen dafür infrage:

  • Spaziergänge und Wandern
  • Agility-Training
  • Obedience-Training
  • Schutzdienst-Training
  • Apportieren und Hundesport
  • Spielzeit mit Familienmitgliedern

Akitas sind kräftige und energiegeladene Hunde, die regelmäßige Bewegung und mentale Stimulation benötigen. Eine gute Möglichkeit, ihre Energie zu kanalisieren, ist das Absolvieren von täglichen Spaziergängen und Wanderungen. Dies hält sie körperlich fit und hilft ihnen, ihre Sinne anzuregen.

Agility-Training ist eine großartige Möglichkeit, um den Körper und den Geist des Hundes zu stimulieren. Es kann auch die Bindung zwischen dem Hund und seinem Besitzer stärken. Obedience-Training hilft dem Hund, gehorsam und gut erzogen zu sein, und fördert das Vertrauen und die Kommunikation zwischen dem Hund und seinem Besitzer.

Schutzdienst-Training kann für den Akita eine großartige Möglichkeit sein, seine natürlichen Instinkte auszuleben. Diese Hunderasse hat einen starken Beschützerinstinkt und kann ausgebildet werden, um ihre Familie und ihr Zuhause zu schützen.

Apportieren und Hundesport können ebenfalls großartige Aktivitäten für den Akita sein. Diese Arten von Training und Spielzeit fördern die körperliche und mentale Stimulation und können dazu beitragen, dass der Hund glücklich und ausgeglichen bleibt.

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Tipp: Schließlich ist Spielzeit mit Familienmitgliedern eine großartige Möglichkeit, um die Bindung zwischen dem Hund und seinen Besitzern zu stärken. Zerrspiele können den Hund mental und körperlich anspornen und gleichzeitig eine unterhaltsame Aktivität für die ganze Familie sein.

Rassespezifische Krankheiten:

Zu den häufigsten Beschwerden, an denen ein Akita Inu leiden kann, gehören:

  1. Augenleiden
  2. Hüftdysplasie
  3. Herzerkrankungen
  4. Autoimmunkrankheiten

Zunächst einmal sind Akita Inus anfällig für eine Reihe von Augenerkrankungen, einschließlich Katarakt, Glaukom und Progressive Retinale Atrophie. Katarakte sind ein häufiges Problem bei Hunden und verursachen eine Trübung der Linse, was zu Sehstörungen führen kann. Glaukom ist ein Zustand, bei dem ein Anstieg des Augeninnendrucks auftritt, was zu Sehverlust führen kann. Progressive Retinale Atrophie ist eine degenerative Erkrankung, die zu einem fortschreitenden Verlust der Sehkraft führt.

Darüber hinaus können Akita Inus auch an Hüftdysplasie, einer Fehlstellung der Hüftgelenke, leiden. Diese Erkrankung kann zu einem unbequemen Gang und Schmerzen führen, was die Mobilität des Hundes beeinträchtigt. Akita Inus können auch an einer Erkrankung namens Autoimmunthyreoiditis leiden, bei der das Immunsystem die Schilddrüse angreift. Dies kann zu einer verminderten Schilddrüsenfunktion und zu Stoffwechselproblemen führen.

Achtung: Eine weitere Autoimmunerkrankung, die vor allem bei Akitas auftreten kann, ist Sebadenitis, bei der die Talgdrüsen der Haut zerstört werden.

Eignet sich ein Akita Inu für Dich?

Vorteile

Loyalität
Intelligenz
Wärme

Nachteile

Sturheit
Übermäßige Energie
Aufwändige Sozialisierung
japanischer akita
Akitas sind keine einfachen Hunde, aber sie sind jede Anstrengung wert.

Als eine der ältesten Hunderassen Japans sind Akita Inus loyale Begleiter. Sie sind sehr verspielt und mögen es, mit ihren Besitzern zu kuscheln und zu spielen. Sie sind sehr intelligent und lernen schnell. Ein Akita muss von Anfang an konsequent erzogen werden, damit er sich an die Regeln des Haushalts und an seine Besitzer gewöhnt. Er kann also eine perfekte Ergänzung für Deine Familie sein.

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FAQ zum Thema Akita Inu

Was sind die Grundbedürfnisse eines Akita Inus?

Der Akita Inu benötigt viel Bewegung, ein warmes und gemütliches Zuhause, einen festen Tagesablauf und viel Liebe und Zuwendung.

Wie trainiere ich meinen Akita Inu?

Du solltest Deinem Akita Inu mithilfe von positiver Verstärkung, viel Geduld und konsequentem Training beibringen, wie er sich benehmen soll. Belohnungen sind sehr wichtig, um ihn zu ermutigen.

Kann mein Akita Inu gut mit anderen Hunden auskommen?

Ja, ein Akita Inu kann gut mit anderen Hunden auskommen, sofern er richtig sozialisiert wird. Er braucht jedoch seine Ruhezeiten für sich alleine.

Quellen