Hundeverbote und Leinenpflicht in Berlin

leinenzwang-hundeverbot

Hundeverbote und Leinenpflicht in Berlin?

Ab Sommer 2016 wird es in Berlin kaum noch erlaubt sein seinen Hund ohne Leine auszuführen.
In Berlin gibt es nur noch ca. 37 Hundeauslaufgebiete für die fast  98.000 Hunde, die in der Hauptstadt gemeldet sind.
Das neue Hundegesetz schreibt dann eine generelle Leinenpflicht für Hunde in Berlin vor.
So darf ein Hund nur noch in den ca. 37 Hundeauslaufgebieten ohne Leine laufen.
Geplante Änderungen:

Hundeführerschein
Eine teilweise Befreiung von der Leinenpflicht ist aber möglich, wenn Halterin /Halter die Sachkundebescheinigung, den sogenannten Hundeführerschein, erlangt.
Es ist keine Pflicht den Hundeführerschein zu absolvieren. Die Kosten von 100 Euro einmalig und 40 Euro jährlich wird sich aber nicht jeder Hundebesitzer leisten können, befürchten wir 🙁

Hundeverbot

Hunde sind auf Spielplätze, öffentlichen Badestellen, Badeanstalten und gekennzeichnete Liegewiesen verboten. An  öffentlichen Badestellen an Seen und Flüssen sind Hunde nur dann nicht verboten wenn es per Schildern ausdrücklich erlaubt ist.
Die Berliner Bezirke können aber zusätzlich auch in Erholungsgebieten Hundemitnahmeverbote aussprechen. 

Hunderegister

Die Einrichtung eines zentralen Hunderegisters ist geplant, dort müssen dann alle in Berlin gehaltenen Hunde gemeldet werden.

Rasseliste

Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Bullterrier und Tosa Inu sind bisher per Hundegesetz als gefährliche Hunderassen eingestuft. Auch Hunde aus Kreuzungen dieser Rassen gelten bisher generell als gefährlich. Diese gesetzliche Rasseliste soll mit dem neuen Hundegesetz aufgehoben werden.  

Hundekot
Jeder  Hundehalter ist verpflichtet den Kot seines Hundes “unverzüglich” zu entsorgen. Deshalb muss ein Hundebesitzer dafür geeignete Hilfsmittel, im Normalfall einen Plastikbeutel, bei sich tragen.
Dies darf von Mitarbeitern des Ordnungsamtes überprüft werden. Jeder der dagegen verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss ein Bußgeld zahlen.

Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz
Die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz teilt aber mit das, bevor das Gesetz in Kraft treten kann, noch das verfassungsrechtlich vorgesehene parlamentarische Verfahren durchlaufen werden muss.

Die  Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz wird  die Öffentlichkeit nach der Beschlussfassung des Abgeordnetenhauses zeitnah und umfassend über die Neuregelungen und den Zeitpunkt ihres Inkrafttretens informieren.
Selbstverständlich wird es für die zahlreiche neues Regelungen angemessene Übergangszeiten geben.