Fragen zum Hundeführerschein

Was ist der Hundeführerschein?

Der Hundeführerschein ist ein Befähigungsnachweis mit dem Sie als Hundebesitzer nachweisen können, dass Sie besondere Kenntnisse im Umgang mit Hunden besitzen. Einen Hundeführerschein erhalten Sie nur wenn Sie in einer Prüfung zeigen, dass Sie Ihren Hund gut erzogen und immer unter Kontrolle haben. Ihr Hund darf weder eine Gefahr für andere Hunde noch für Menschen sein.

Was ist der Unterschied zwischen Hundeführerschein und Sachkundenachweis?

Der Unterschied zwischen Hundeführerschein und Sachkundenachweis ist nicht so einfach zu erklären. In erster Linie unterscheidet sich der Sachkundenachweis dadurch dass er von den Behörden gefordert wird während das Ablegen eines Hundeführerscheins freiwillig vom Hundehalter absolviert wird. Beide Prüfungen bescheinigen, vorausgesetzt der Hundehalter fällt nicht durch, die Kompetenz den Hund artgerecht zu halten und zu führen. In einigen Bundesländern wird ein Hundeführerschein als Sachkundenachweis anerkannt.

Wieviel kostet der Hundeführerschein?

Die Prüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil.
Für beide Prüfungen zusammen fallen ca. 80 – 150€ an.

Wo kann ich den Hundeführerschein machen?

Sie können den Hundeführerschein beispielsweise bei der Tierärztekammer, dem IBH (Internationaler Berufsverband der Hundetrainer und Hundeunternehmer), dem VHD (Verband für das deutsche Hundewesen, BVZ-Hundetrainer e.V. oder der BHV (Berufsverband der Hundeerzieher) machen.

Ist der Hundeführerschein Pflicht?

Bisher ist der Hundeführerschein nicht bundesweit Pflicht.

In welchen Bundesländern ist der Hundeführerschein Pflicht?

Bisher ist er nur in Niedersachsen Pflicht. In Berlin müssen seit dem 1. Januar 2019 Hunde grundsätzlich an der Leine geführt werden. Von der Leinenpflicht sind in Ausnahmefällen nur Besitzer des Hundeführerscheins ausgenommen.

Zulassungsvoraussetzungen zur Prüfung:

  • Mindestalter des Hundeführers 16 Jahre
  • Mindestalter des Hundes von 12 Monate
  • Gültige Hundehaftpflichtversicherung
  • Gültiger Impfschutz des Hundes
  • Identifikationsnachweis des Hundes (Mikrochip)

Ablauf des praktischen Teil der Prüfung

Der Ablauf der praktischen Prüfung ist von Bundesland und dem jeweiligen Prüfer abhängig. Dieses Beispiel zeigt deshalb nur auf welche Anforderungen in der Regel immer bei einer Hundeführerscheinprüfung gestellt werden.

Was genau geprüft wird, ist auch wieder von Bundesland, Prüfer und Prüfungsort abhängig, kann sich also sehr stark unterscheiden, je nachdem welche Gegebenheiten am Tag der Prüfung vorliegen. Dennoch gibt es ein paar Eckpfeiler, an denen man sich orientieren kann, die definitiv, wenn auch in veränderlichen Anteilen, in jeder Hundeführerscheinprüfung gefordert werden:

Lockeres gehen an der Leine: Der Hund muss so locker an der Leine gehen, dass die Leine nicht dauerhaft gespannt ist.
Kommandos Sitz, Platz, Steh: Ihr Hund muss mindestens zwei der drei Kommandos beherrschen und sie in unterschiedlichen Situationen souverän ausführen.
Ihr Hund muss in dieser Position mindestens zwei Minuten lang verharren und auf Sie warten.
Rückruf: Ihr Hund muss unverzüglich, d.h. ohne Umwege auf Zuruf zu Ihnen zurückkehren. Der Abstand zwischen Ihrem Hund und Ihnen muss dabei mindestens 10 Meter betragen.
Bleib:Sie müssen Ihren Hund an einer Stelle ablegen (Sitz oder Platz). Sie entfernen sich dann, bleiben aber in Sichtweite.
Handlungsabbruch: Ihr Hund muss eine Handlung auf Kommando sofort unterbrechen. Die Aufgabe ist meistens, dass Ihr Hund auf Kommando sein Futter wieder ausspucken oder sein Spielzeug liegen lassen soll.

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