Kanarische Dogge – Sensibler Familienhund oder aggressiver Kampfhund?

Die Kanarische Dogge – auch bekannt als Presa Canario – spaltet die Meinungen. Während einige Geister der Meinung sind, dass es sich um einen aggressiven Kampfhund handelt, empfinden viele Menschen, dass es sich hierbei um …

Kanarische Dogge
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Die Kanarische Dogge – auch bekannt als Presa Canario – spaltet die Meinungen. Während einige Geister der Meinung sind, dass es sich um einen aggressiven Kampfhund handelt, empfinden viele Menschen, dass es sich hierbei um einen verspielten Familienhund handelt. Erfahre hier mehr über das Wesen, die Haltung und das Aussehen des umstrittenen Vierbeiners.

Herkunft und Geschichte

Die Kanarische Dogge stammt ursprünglich, wie der Name schon sagt, von den Kanarischen Inseln. Sie entstand aus einer Kreuzung aus der Spanischen Dogge und dem Inselhund Majorero. Insbesondere die Spanische Dogge hat in ihrer Verwendung eine blutige Vergangenheit vorzuweisen.

Die Kanarische Dogge wurde aber vermehrt als Wachhund eingesetzt. Immer mehr traten der Jagdinstinkt und die Kampfbereitschaft der Rasse bei der Zucht in den Hintergrund, sodass das Hauptaugenmerk auf seiner hohen Wachsamkeit, seinem Mut und seiner Nervenstärke ruhte.

Aussehen

Das Erscheinungsbild der Rasse ist stattlich: der kräftige Körper, der massive Kopf und eine Schulterhöhe von 61 bis 66 cm sorgen dafür, dass sie zu den Molosser-Hunden gehört. Die Dogge flößt allein durch ihr Aussehen vielen Menschen Respekt ein. Trotz des massiven Körpers, ist die Dogge jedoch weder schwerfällig noch langsam. Im Gegenteil: Die Bewegungen sind geschmeidig und beinahe schon grazil.

Das Fell der Kanarischen Dogge reicht von Dunkelbraun bis hin zu einem hellen Blond und ist dementsprechend variationsreich.

Die Dogge hat sehr kurzes, glattes Fell ohne Unterwolle und fühlt sich relativ rau an. In Spanien dürfen die Öhrchen der Rasse noch kupiert werden, in Deutschland ist das allerdings verboten.

Wesen und Charakter

Der Hund darf laut Zuchtreglementierungen keine aggressiven oder ängstlichen Verhaltensweisen aufzeigen.

Er ist ein ausgeglichener und ruhiger Hund, weist allerdings einen hohen Schutztrieb auf. Er gilt als ausgesprochen selbstsicher und misstrauisch, sodass er fremden Menschen gegenüber oft skeptisch ist.

Die Rasse ist äußerst menschenbezogen und weist ihrem Halter gegenüber eine große Loyalität auf. Sie ist sehr belastbar und laut, kann bei konsequenter Erziehung jedoch auch ruhig gehalten werden.

Haltung und Erziehung

Es ist äußerst wichtig, den angeborenen Schutztrieb des Hundes nicht zu vernachlässigen. Die Rasse neigt zu Dominanz und selbstständigem Handeln, weswegen es einen erfahrenen und konsequenten Hundehalter braucht, der den Hund in seine Schranken weist.

Bereits im Welpenalter sollte er demnach erzogen werden, am besten mit dem Besuch einer Hundeschule, sodass er auch mit anderen Artgenossen von klein auf sozialisieren kann.

Allein durch seine Größe und Kraft kann eine Kanarische Dogge einen Menschen leichte Verletzungen zu führen. Daher gilt es ihr von Beginn an beizubringen, Zusammenstöße mit Menschen zu vermeiden. Daher sollte der Hund auch nicht auf beengtem und kleinem Raum leben.

Die Dogge sollte außerdem genügend ausgelastet werden. Neben langen Spaziergängen helfen hier auch Ballspiele und Apportierspiele.

Gesundheit und Pflege

Die Rasse ist äußerst robust und es sind keine rassetypischen Krankheiten bekannt. Wie bei allen großen Hunderassen kann man Hüftgelenkserkrankungen jedoch nicht ausschließen, weswegen sich der Kauf bei einem seriösen Züchter lohnt, für den die Gesundheit der Tiere an erster Stelle steht.

Sie ist darüber hinaus sehr pflegeleicht, da sie sehr kurzes, glattes Fell ohne Unterwolle hat. Ab und an den Hund bürsten, reicht hier vollkommen aus.

Einzig allein die Hängeöhrchen sollten regelmäßig kontrolliert werden, um Ohreninfektionen zu vermeiden. Auch die Augen sollten in gewissen Abständen kontrolliert werden.

Ernährung

Hochwertiges, proteinreiches Futter ist für die Kanarische Dogge, wie für jeden anderen Hund auch, empfehlenswert. Allerdings lässt sich sagen, dass sich diese Rasse besonders gut zum Barfen eignen. Eigne Dir vorher genügend Wissen darüber an, um gefährliche Mangelerscheinungen zu vermeiden.

Kauf und Zucht

Die Kanarische Dogge wird vordergründig als Hof- und Wachhund gehalten und es wird darauf geachtet, einen möglichst ausgeglichenen, ruhigen Charakter in dem Hund zu wecken. Durch diese angezüchtete Besonnenheit eignet sich die Rasse auch ideal als Familienhund.

Die Kosten für einen Welpen von einem seriösen Züchter liegen bei etwa 1.200 Euro.

Der Ruf eilt ihm voraus

Wie bei so vielen zu Unrecht als aggressiv wahrgenommenen großen Hunden, ist auch die Kanarische Dogge eigentlich ein sehr sanfter Zeitgenosse, dem sein schlechter Ruf vorauseilt. Konsequent erzogen und in sanfte, liebevoller Hände gegeben, eignet sich die Fellnase ideal als neuer Familienzuwachs.

FAQ zur Kanarischen Dogge

Wie gefährlich ist die Kanarische Dogge?

Die Rasse ist bei konsequenter Erziehung und Haltung gar nicht gefährlich für Menschen.

Wie teuer ist die Kanarische Dogge?

Ein Welpe von einem seriösen Züchter kostet etwa 1.200 Euro.

Welche Rassen sind in der Kanarischen Dogge?

Die Kanarische Dogge ist eine Kreuzung aus der Spanischen Dogge und dem Majorero.

Quellen

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