Kein Tierheim in Sicht

Kein Tierheim in Sicht

Seit letzten Sonntag muss die Krefelder Stadtverwaltung Fund – Tiere selbst annehmen. Dies resultiert aus den gescheiterten Verhandlungen durch das bisher privat betriebene Krefelder Tierheim. Man plane zwar alle Fundtiere zukünftig in einer Außenstation des Zoos einzuquartieren, bisher gab es aber mit dem Zoo darüber keine Einigung. Die“ Zoofreunde“ (Mitgesellschafter des Zoos) wehren sich gegen die Fundtieraufnahme.
Seit dem Wochenende werden Bürger, welche Tiere gefunden haben, nunmehr gebeten auf die Tiere so lange aufzupassen bis man die Besitzer ermittelt habe. Laut Angabe des Stadtsprechers werde dies sicherlich problematisch wenn es um Kampfhunde gehe. Man suche alternativ auch nach städtischen Gebäuden die sich als Tierheim eignen würden, Anfragen an die städtischen Einheiten laufen bereits. Im Finanzausschuss der Stadt wurde in den vergangenen Wochen bereits darüber diskutiert wie hoch die Kosten für eine solche Fundtierbetreuung seien. Es wurde aber einstimmig entschieden dass die Stadt nach einer Alternative zum Tierheim suche.
Dies ist ein bisschen paradox: dann gebe es in Krefeld nicht nur eines, sondern gleich zwei Tierheime. Ein privat betriebenes für Tiere die durch den Halter direkt abgegeben würden, ein weiteres neu von der Stadt errichtet für die Fundtiere.
Interessant vor diesem Zusammenhang sind auch die veranschlagten Zahlen:
Die Stadtverwaltung hat errechnet das eine Fundtierverwaltung in eigener Regie ca. 268.000 € netto pro Jahr kosten würde. Dazu kommen Investitionen in Höhe von ca. 83.000 €. Müsse ein Tierheim gebaut werden dann könnte dies sogar etwa 500.000 € Kosten bedeuten. Vergleicht man nun die Zahlen die der Tierschutzverein veranschlagt hat ist die Situation noch paradoxer, denn  in der Verhandlung hatte der Tierschutzverein einen Zuschuss in Höhe von 290.000 € netto verlangt, für das zweite und dritte Jahr jeweils ca. 325.000 €.

 

An diesem Beispiel sieht man einmal mehr das eine finanzielle Unterstützung der Tierschutzvereine durchaus Sinn macht. Denn letztlich zahlen wir alle mit unseren Steuergeldern die Entscheidung der jeweiligen Städte, Gemeinden und Kommunen, gleichgültig wie sinnig oder unsinnig diese auch sein mag.

Fakt ist: dem Tierschutz fehlt es an Geld! Die Betreuung von Fundtieren und Abgabetieren kostet, bei allem ehrenamtlichen Engagement, jedes Jahr eine Menge Geld.
Umso mehr freut es mich das es Aktionen wie diese hier gibt. Helft mit, unterstützt die Tierheime:



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