Innere Parasiten beim Hund-Würmer

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Würmer beim Hund (Endoparasiten)

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  • Innere Parasiten beim Hund – Würmer
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  • Fadenwürmer – Nematoden
  • Hakenwürmer
  • Herzwürmer
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  • Peitschenwürmer
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  • Spulwürmer
  • Bandwürmer – Zestoden
  • Einzeller – parasitäre Protozoen
  • Würmer beim Hund

    Würmer sind die häufigsten inneren Parasiten (Endoparasiten) die beim Hund vorkommen.

    Ansteckung

    Die Hunde nehmen die Würmer beim Schnüffeln und Fressen auf und stecken sich so an.
    Die inneren Würmer legen Eier die der Hund dann mit dem Kot ausscheidet.
    Da diese Wurmeier lange überleben können ist eine neue Ansteckungsgefahr für Hunde sehr groß.

    Deswegen ist es sehr wichtig das Sie den Kot ihres Hundes beim Spaziergang sofort entfernen!

    Infektionen durch Würmer nennt man Zoonosen.

    Sie können Menschen und Tiere befallen.

    Hauptgruppen der Hundewürmer

    Die Hundewürmer sind in zwei Hauptgruppen unterteilt:

    Bandwürmer (Zestoden)

    Zestoden oder auch Bandwürmer genannt, leben im Dünndarm des Hundes.

    Nematoden

    Nematoden sind Fadenwürmer, Rundwürmer, Hakenwürmer und Peitschenwürmer.
    Im erwachsenen Stadium leben sie alle im Darm des Hundes. Einige nisten sich aber auch in anderen Organen ein, wie z.B. Herz, Lunge.
    Im Hundedarm finden die Würmer viel Nährstoffe, umgehen aber in diesem Bereich dieAbwehrkräfte des Hundes.

    Manche der Würmer haben Saugnäpfe mit denen sie sich an der Darminnenwand festhalten.

    Symptome:

    Im Allgemeinen verursachen diese Würmer so gut wie keine Probleme. Das Sie aber für den Hund wichtige Nährstoffe vernichten können Krankheiten ausgelost werden.

    Auch kommt es vor das die Hundewürmer den Hundedarm blockieren oder sogar durchbrechen.

    Für Welpen sind besonders (z.B.)die Rund- und Hakenwürmer gefährlich, weil die Hundekinder noch kein starkes Immunsystem haben und noch nicht genügend Antikörper gebildet haben.
    Diese Würmer wandern als Larven durch den Körper des Hundewelpen.

    Dies gilt auch für einen älteren Hund dessen Abwehrkräfte geschwächt sind.

    Immuniation

    Alle Würmer (z.B. Bandwürmer), die ausschließlich nur im Darm des Hundes leben, lösen keine Immunreaktionen aus.
    So besteht bei jeder Aufnahme dieser Hundewürmer die Gefahr einer Neuansteckung.

    Besteht auch nur der Verdacht das der Hund an Würmern erkrankt ist sollte ein Besuch beim Tierarzt erfolgen

    Fadenwürmer – Nematoden

    Fadenwurm/Strongyloides
    Dieser Fadenwurm darf nicht verwechselt werden mit dem Fadenwurm Enterobius vermicularis.

    Der Strongyloides ist ein seltener Hundewurm, der meist in unsauberen Tierpensionen und Tierheimen, wo ein sehr feuchtes Klima herrscht.

    Diagnose

    Die Strongyloides Infektion wird durch auffinden von Wurmeiern und Larven im Hundekot diagnostiziert.

    Ursache

    Unsauberkeit in Tierpensionen und Tierheimen.

    Symptome

    Symptome bei Welpen:
    Durchfall (wässrig, blutig), Lungenentzündung (wenn viele Würmer sich in der Lunge aufhalten).

    Behandlung

    Nur durch den Tierarzt.
    Kotuntersuchung (Ei und Larven Nachweis), Injektionen, Tabletten gegen Bandwürmer,
    Wurmkur – 5 Tage und in den nächsten Wochen wiederholen

    Wichtig Ansteckungsgefahr für Menschen.

    Menschen und Hunde stecken sich mit Strongyloides gegenseitig an.
    Daher wäre eine Isolation des Patienten während der Behandlungsdauer ratsam.

    Hakenwürmer

    Vorkommen

    Hakenwürmer kommen in Mittel – und Südeuropa vor.

    Symptome

    Hakenwürmer sind eine winzige, blutsaugende Parasitenart die sich an der Darminnenwand des Hundes festhalten.
    Sie lösen oft eine Blutarmut beim Hund aus.
    Ein schwacher Hakenwurmbefall bleibt meist ohne Anzeichen einer Krankheit.
    Ein schwerer Hakenwurmbefall kann schwerwiegende Schädigungen beim Hund hervorrufen.

    Hakenwurm Uncinaria stenocephala
    In Mitteleuropa ist meist der Hakenwurm Uncinaria stenocephala zu finden, der weniger gefährlich ist.
    Gegenüber dem Hakenwurm Ancylostoma caninum, der in warmen Regionen zu finden ist und zu schweren Erkrankungen beim Hund führt.

    Diagnose

    Hakenwurmbefall wird durch auffinden der Hakenwurmeier im Hundekot diagnostiziert.

    Ursache

    Dünndarmparasiten die Blut saugen,

    Ansteckung

    Ansteckung über die Muttermilch oder das Auflecken von Larven.

    Hautreizungen beim Menschen

    Dringen die Larven der Hakenwürmer ( Larva migrans cutanea) in die Haut bei Menschen ein, kommt es zu örtlichen Hautreizungen.

    Symptome

    Die Symptome bei Welpen:
    Rasche Ermüdung, häufig blutiger Durchfall, Abmagerung, Blutarmut, Austrocknung.
    Welpen erkranken schwer.

    Symptome bei erwachsenen Hunden:
    Bei erwachsenen Hunden finden sich nur selten auffällige Krankheitssymptome.

    Behandlung

    Nur durch den Tierarzt.
    Kotuntersuchung mikroskopisch (Ei-Nachweis),
    Tabletten, Saft, Pasten gegen Hakenwürmer.

    Wurmkur – 2 Monate lang 2x wöchentlich.

    Vorbeugung

    Hunde die gerade Krankheiten überstanden haben sind besonders anfällig und übertagen die Würmer dann auf die Umgebung.

    Für trächtige Hündinnen kann man die Gefahr einer Ansteckung mit vorbeugenden Wurmkuren und viel Sauberkeit etwas vermindern.

    Gefahren für den Menschen


    Hakenwurmlarven die sich in der Erde aufhalten können beim Menschen einen juckenden und pickligen Ausschlag auslösen. Gegen das Jucken kann man mit einer Antihistaminika Salbe vorgehen, ansonsten geht der Ausschlag von alleine zurück.

    Herzwürmer beim Hund (Dirofilariose)

    Vorkommen:

    Vor allem in Nordamerika, aber auch im Mittelmeerraum in Portugal und den tropischen, subtropischen Gebieten kommt die Herzwurmerkrankung vor.

    Ursache:

    Erreger ist eine Filarienart „Diroflaria immitis“, diese Parasiten sind zweiwirtig (Larvenstadium 1-3).

    Erster Entwicklungszyklus:
    Im ersten Entwicklungszyklus überträgt die Stechmücke
    während des Saugaktes die Mirkofilarien auf den Hund.
    Als Überträger kommen mittlerweile schon mehr als 70 Stechmückenarten in Frage.

    Larvenstadium 4:
    In der Unterhaut entwickeln sich die Larven zum nächsten Stadium.
    Sie gelangen über die Muskulatur des Hundes in die Blutgefäße und entwickeln sich zu adulten Herzwürmern (Makrofilarien). Die Herzwürmer siedeln sich vor allem in der rechten Herzhälfte an.
    Nach sechs Monaten bilden die Weibchen wieder Mikrofilarien, die in kleinere Blutgefäße gelangen und gegenbenfalls von einer Mücke wieder aufgenommen werden.

    Symptome:

    Die Symptome beginnen erst nach ca. sechs Monaten und treten eher unauffällig auf.
    Diese zeigen sich
    – in reduzierter Leistungsfähigkeit und
    – schneller Ermüdung des Hundes.

    Diagnose:

    Die Diagnosestellung erfolgt durch eine mikroskopische Untersuchung des Kapillarblutes oder durch den Knott-Test.
    Die Nachweissicherheit liegt allerdings nur bei etwas 75%.

    Schnelltest:
    Für den Nachweis der Herzwürmer existiert auch ein „Speed DIRO“, dies ist ein immunochromaographischer Schnelltest.

    Therapie:

    Die Therapie ist schwierig:

    Bei stärkerem Befall kann beim betroffenen Hund

    – eine Thrombose oder
    – schwere anaphylaktische Reaktionen,
    infolge des massiven Absterben der Mikrofilarien entstehen.

    Auch die Behandlung mit Levamisol kann schwere Nebenwirkungen (hämolytische Anämie u.a.) hervorrufen.

    Ebenfalls risikobehaftet ist die operative Entfernung der Herzwürmer und nur in darauf spezialisierten Kliniken möglich.

    Vorbeugung:

    Eine Behandlung mit Moxidectin, Lufenuron, Ivermectin oder Selamectin kann eine Infektion verhindern.

    Lungenwürmer

    Lungewürmer ist ein Begriff der für verschiendene Arten von Würmer steht. Ihre Gemeinsamkeit besteht darin, das sie in mindesteiner einer Entwicklungsstufe die Lunge des Hundes besiedeln.

    Befall

    Capillaria aerophila (Lungenhaarwurm)
    Capillaria aerophila Befall tritt auf wenn der Hund Erdwürmer mit Larven frisst.

    Filaroides osleri (Fadenwurm)

    Flaroides osleri Befall entsteht wenn der Wurm von der Hündin auf die Welpen übertragen wird.

    Neueste Studien zeigen das sich Lungenwürmer Infektionen in Deutschland auf dem Vormarsch befinden.
    Der Lungenwurm der in Deutschland am meisten gefunden wurde heißt Angiostrongylus vasorum (französischer Herzwurm). Dieser hat aber nichts mit dem bekannten Herzwurm zu tun.
    Außerhalb Deutschlands ist der Lungenwurm auch in Dänemark, England, Frankreich, Schweiz und Ungarn zu finden.

    Zwischenwirt

    Wenig bekannt ist noch das Schnecken den Würmern als Zwischenwirte dienen und so mit die Hauptinfektionsquelle für Hunde darstellen.

    Die Lungenwürmer können durchschnittlich 5 Jahre alt werden.
    Sie treten das ganze Jahr in Deutschland auf, doch die „Hochsaison“ haben sie in den Wintermonaten Dezember/Januar.

    Vorkommen der Lungenwürmer in Deutschland

    Angiostrongylus vasorum
    Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland.
    Crenosoma vulpis
    Dieser Wurm ist in ganz Deutschland zu finden.

    Diagnose

    Hundekot Untersuchung.

    Ursache

    Fressen von Schnecken die mit Lungenwurmlarven infiziert sind, diese nisten sich dann in der Lunge des Hundes ein.

    Symptome

    Symptome richten sich nach der Stärke des Befalls.
    Leichter Husten, Atemnot, Blutungsneigung, Herzschwäche, Kreislaufkollaps, Lungenentzündung.

    Behandlung

    Nur durch den Tierarzt, Kot Untersuchung (Ei Nachweis), Wurmkuren, Medikamente mit dem Wirkstoff Milbemycinoxim.

    Peitschenwürmer beim Hund

    Peitschenwürmer leben im Dickdarm des Hundes und saugen dort das Blut.
    Sie sind fadenartig und 5-7 cm lang.

    Diagnose

    Peitschenwürmer zu diagnostizieren ist nicht so einfach.
    Eine Kotuntersuchung kann negativ ausfallen, weil der Hund nicht jedesmal Peitschenwurmeier ausscheidet, obwohl ein Befall vorliegt.

    Ursache

    Dickdarmparasiten (blutsaugende), infektionsfähige Eier aus Hundekot und Fuchskot.

    Symptome

    Darmschleimhautentzündung, blutige Durchfälle, Blutarmut, Blutverlust, Kräfteverfall.
    Beim Junghund können sich Entwicklungsstörungen zeigen.
    Bei erwachsenen Hunden zeigen sich eher selten auffällige Krankheitssymptome.

    Behandlung

    Nur durch den Tierarzt.
    Kot Untersuchung mikroskopisch (Ei Nachweis), evtl. auch wiederholte Untersuchung
    Tabletten, Saft, Pasten gegen Peitschenwürmer
    Wurmkur – 3 Monate im Abstand von 4 WochenVorbeugen

    Da Peitschenwürmer sehr langlebig und widerstandsfähig sind können sie jahrelang überleben.
    Die wichtigste Vorsichtsmaßnahme ist Sauberkeit!
    Deswegen ist es ganz wichtig das der Hundekot sofort aus Grünanlagen entfernt wird.

    Rundwürmer

    Rundwürmer kommen beim Hund am häufigsten vor.
    Die Hauptart der Rundwürmer heißt Toxocara und löst eine Toxocariasis aus.
    Es gibt zwei Formen der Toxocariasis bei der einen Form sind die inneren Organe betroffen und bei der anderen die Augen. In sehr selten Fällen führt dies bis zur Erblindung.

    Diagnose

    Rundwurmbefall wird durch auffinden der Rundwurmeier im Hundekot diagnostiziert.

    Ursache

    Dünndarmparasiten (blutsaugende), Ansteckung über die Muttermilch

    Symptome

    Symptome bei Welpen:
    Leichtes Erbrechen, Durchfall

    Symptome bei schwerem Befall:
    selten – Bauchschmerzen, Bauchschwellung, Austrocknung des Hundes (bis zum Tod).

    Behandlung

    Nur durch den Tierarzt.
    Kotuntersuchung mikroskopisch (Ei-Nachweis), Wurmkur.

    Vorbeugen

    Alle trächtige Hündinnen sollten in den letzten Wochen vor der Geburt der Welpen vom Tierarzt entwurmt werden.
    Das senkt das Infektionsrisiko mit Rundwürmern für die Hundekinder.
    Das wichtigste sind regelmäßige Wurmkuren und das sofortige entsorgen vom Hundekot.

    Spulwürmer

    Bei Hunden handelt es sich meist um die Spulwurmart Toxocara canis.
    Ein Spulwurmbefall beim Hund zeigt schon recht früh Krankheitsanzeichen.
    Die Eier vom Spulwurm können Monate bis Jahre in der Umgebung überleben.

    Diagnose

    Die Diagnose wird durch eine Kotuntersuchung mittels des Flotationsverfahrens gestellt.Ursache
    Dünndarmparasiten, infektionsfähige Larven werden von der Hündin beim säugen oder schon im Mutterleib auf die Welpen übertragen, und durch auflecken von Kot der mit Wurmeiern infiziert ist.

    Infektionsgefahr für Kinder (Spulwurmeier)

    Symptome

    Symptome bei Welpen die noch gesäugt werden:
    Lungenentzündung, Lungenschäden, Larven wandern durch den ganzen Körper und verursachen Nasenausfluss, Husten, Erbrechen, Bauch (aufgebläht, druckempfindlich),
    Kot (schleimig, ungeformt, weich), Appetitlosigkeit, Abmagerung, Blutarmut.
    Ein Wurmknäuel kann sogar einen Darmverschluss verursachen.

    Symptome bei erwachsenen Hunden:
    bei erwachsenen Hunden finden sich selten auffällige Krankheitssymptome.

    Behandlung

    Nur durch den Tierarzt
    Kot Untersuchung mikroskopisch (Ei-Nachweis),
    Tabletten, Saft, Pasten gegen Spülwürmer.

    Vorbeugen

    Regelmäßige Entwurmung des Hundes ist empfehlenswert, da die Eier des Spulwurms auch für den Menschen gefährlich werden können.
    Oft trifft es dann Kinder die z.B. im Sandkasten spielen.
    Deswegen ist es sehr wichtig beim Spazieren gehen den Hundekot sofort zu entfernen.

    Junge Hunde sollten alle 14 Tage entwurmt werden.

    Und eine weitere hilfreiche Maßnahme ist das Hände waschen besonders vor dem Essen und gerade bei Kindern nach dem streicheln der Hunde.

    Gefahr für den Menschen

    Wandert die Larve im menschlichen Körper bis zum Auge kann sie dort große Schäden anrichten die bis zur Erblindung gehen können.
    Andere Krankheitszeichen beim Menschen sind Magenschmerzen, Fieber, asthmatische Beschwerden.

    Weitere Informationen zu Bandwürmer beim Hund

    Ausführliche Infos zuHundeparaaiten

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    Äußere Parasiten beim Hund

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    Ungeziefer beim Hund