Hund mit roten Augen: Mögliche Krankheiten und Symptome

Die Augen sind ein wichtiges Indiz für den allgemeinen Gesundheitszustand eines Hundes. Wenn Du also rote Augen bei Deinem Hund bemerkst, solltest Du überprüfen, ob sie ein Zeichen eines Problems sein könnten. Hunde gelten als …

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Die Augen sind ein wichtiges Indiz für den allgemeinen Gesundheitszustand eines Hundes. Wenn Du also rote Augen bei Deinem Hund bemerkst, solltest Du überprüfen, ob sie ein Zeichen eines Problems sein könnten.

Hunde gelten als treue Begleiter und es ist wichtig, dass sie sich wohlfühlen. Deshalb solltest Du auf Anzeichen achten, die Dich vor möglichen Problemen warnen können. Besonders auffällig sind dabei rote Augen. In diesem Blogbeitrag wird Dir erklärt, was dahinterstecken kann und wann es Zeit dafür ist, den Tierarzt aufzusuchen.

Hund mit roten Augen

Die Farbe Rot ist in der Regel ein Warnsignal und schreit „Achtung!“. Das trifft auch zu, wenn Dein Hund rote Augen hat. Auch leicht gerötete Augen können ein Anlass zur Sorge sein und sollten in jedem Fall beobachtet werden. Es muss nicht gleich eine Erkrankung vorliegen. Gerade im Winter können Hunde an trockenen Augen aufgrund von Heizungsluft leiden. Auch ältere Hunde und bestimmte Rassen mit hängenden Augenlidern neigen zu geröteten und rot unterlaufenen Augen.

Dennoch sollte Dir bewusst sein, dass neben trockener Luft sowie Alterserscheinungen auch ernstere Erkrankungen die Ursache für rote Augen bei Deinem Vierbeiner sein können. Rote Augen sind zudem häufig ein Anzeichen für Reizungen, gerade auch bei trockenen Augen. Daher solltest Du auch bei diesen Ursachen Deinem Hund Linderung verschaffen.

Mögliche Begleiterscheinungen

Rote Augen können ein Symptom für verschiedene Augenkrankheiten Deines Hundes sein. Häufig treten neben den rot unterlaufenen Augen weitere Beschwerden auf, die Du bemerken und am besten beobachten solltest. Diese können später dem Tierarzt bei der Diagnose helfen.

Weitere Krankheitsanzeichen können sein:

  • Tränedende Augen
  • Rote Augenlider
  • Unerträglicher Juckreiz
  • Verhärtete Lider
  • Eitrige Sekretion
  • Schwellung der Augenlider
  • Herausstehender Augapfel
  • Verfärbte Augenfarbe (Linse und/oder Hornhaut)
  • Reizungen und Veränderungen im Umfeld des Auges
  • Lichtempfindlichkeit

Was hinter den roten Augen stecken kann

Rote Augen bei Hunden können eine Vielzahl unterschiedlicher Krankheiten anzeigen. Einige findest Du hier aufgelistet:

Epiphora

Eine dieser Krankheiten ist Epiphora. Diese Krankheit ist auch unter dem Namen Tränenfluss bekannt und tritt häufig bei Hunden auf. Epiphora kann durch Verschlüsse oder Entzündungen der Nasenlöcher, der Bindehaut, der Augenlider oder der Tränenkanäle verursacht werden. Eine weitere mögliche Ursache für Tränenfluss sind Verengungen des Augentrabeculums oder mechanische Reizungen wie durch externe Einwirkungen, zum Beispiel beim Zusammenstoßen der Augenlider. Symptome der Epiphora können unter anderem Rötung, Tränenfluss, Schwellung und Schmerzen sowie ein trübes Auge sein.

Auf jeden Fall sollte man bei den ersten Anzeichen einer Erkrankung unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Dieser kann dann herausfinden, ob die Augenprobleme tatsächlich durch Epiphora verursacht werden und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Grauer oder Grüner Star

Eine weitere Krankheit ist der Graue Star, auch als „Katarakt“ bekannt. Dies ist eine trübe und unnatürliche Verdunklung der Linse eines Hundes, was dazu führt, dass sie rote Augen haben. Ein weiterer Grund für rote Augen bei Hunden kann der Grüne Star (Glaukom) sein. Dies ist eine schmerzhafte Augenerkrankung, bei der die Flüssigkeit nicht richtig abfließen kann, wodurch Druck auf den Augapfel ausgeübt wird.

Somit können Hunde eine schlechtere Sicht und andauernde Beschwerden erleiden, was meistens durch rote Augen angezeigt wird. Beide Krankheiten können mit Antibiotika und anderen Behandlungen bekämpft werden. Daher ist es wichtig, die Symptome und Anzeichen der beiden Krankheiten zu kennen und so schnell wie möglich einen Tierarzt zu konsultieren, wenn Dein Hund anfängt, rote Augen zu entwickeln.

Es gilt: Je früher ein Star erkannt wird, desto besser. Häufig kann es nämlich zur Erblindung des Hundes kommen. Insbesondere Labradore, Golden Retriever und Huskys sind anfällig für diese Art der Erkrankung.

Bindehautentzündung

Die häufigste Ursache für rote Augen ist eine Bindehautentzündung. Dieses Problem tritt häufig bei älteren Hunden auf, aber auch bei jungen Hunden kann es auftreten. Obwohl es in der Regel selbstlimitierend ist, sollte man einen Tierarzt aufsuchen, wenn die Symptome anhalten.

Diese Entzündung kann auch aus einer allergischen Reaktion, Pilzinfektion oder infektiösen Erkrankung resultieren. Als Symptom treten Rötung, Schwellung und Juckreiz der Augenlider des Hundes auf. Es ist wichtig, dem Tierarzt Bescheid zu geben, sobald solche Anzeichen festgestellt werden. Der Tierarzt kann ein geeignetes Behandlungsregime vorschlagen, um die Entzündung zu lindern. In schweren Fällen kann es erforderlich sein, lokale Antibiotika oder entzündungshemmende Augentropfen zu verabreichen. Eine regelmäßige Augenpflege kann helfen, die Entzündung zu vermeiden, indem Bakterien, Allergene und Fremdkörper entfernt werden, die eine Bindehautentzündung auslösen könnten.

Verletzungen

Verletzungen können ebenfalls zu roten Augen bei Hunden führen. Ein Hund kann sich beim Toben verletzen und dadurch eine Entzündung des Auges verursachen. Auch andere Verletzungen wie eine Verätzung des Auges können Rötungen verursachen.

Tumor

Tumore können an den Augen oder in der Nähe gefunden werden, was zu verdunkelten oder verschwommenen Augen führt. Dieser Zustand ist auch als Uveitis (Augenentzündung) bekannt.

Die richtige Behandlung

Um das Augenlicht Deines Vierbeiners zu schützen und mögliche Symptome zu lindern, wenn Dein Hund rote Augen hat, empfiehlt es sich in jedem Fall, einen Tierarzt auszusuchen.

Sobald Du und Deine Fellnase zum Tierarzt geht, untersucht dieser die Augen Deines Hundes und stellt eine Diagnose. Der Tierarzt wird in der Lage sein, Dir eine professionelle Behandlung zu empfehlen, die auf der Art der Erkrankung Deines Hundes basiert. Möglicherweise benötigt Dein Hund eine operative Behandlung, eine medikamentöse Behandlung oder eine Kombination aus beiden, um das Problem zu lösen.

Neben der ärztlichen Behandlung musst Du auch bestimmte Hygienemaßnahmen ergreifen, um die Gesundheit Deines Hundes zu fördern und zu erhalten.

Wenn Du bei Deinem Hund rot siehst

Rote Augen beim Hund können eine Vielzahl von Ursachen haben. Deshalb ist es wichtig, dass Du das Problem so schnell wie möglich mit Deinem Tierarzt besprichst. Häufig sind rote Augen leicht zu behandeln, beispielsweise durch Augentropfen oder schonende Reinigung und Medikamente.

Selbst wenn die Ursache nicht leicht zu identifizieren ist, kann eine Vielzahl von Tests durchgeführt werden, um den Grund zu finden und dann ein entsprechendes Behandlungsprogramm anzuwenden. Eine angemessene Behandlung ist wichtig, da rote Augen beim Hund anzeigen können, dass er an einer ernsteren Erkrankung leidet. Eine rechtzeitige und angemessene Behandlung kann helfen, weiteren Schaden zu vermeiden und Deinem Hund zu helfen, wieder zu seinem normalen Gesundheitszustand zurückzukehren.

FAQ zu „Hund hat rote Augen“

Welche Krankheiten stecken hinter roten Augen beim Hund?

Rote Augen können ein Anzeichen für folgende Erkrankungen sein: Epiphora, Bindehautentzündungen, Tumore etc.

Kann eine Bindehautentzündung beim Hund von alleine heilen?

Ja, manche Formen der Bindehautentzündung können von alleine abklingen. Einige Formen der Bindehautentzündung können jedoch hartnäckiger und schwerwiegender Natur sein und sollten daher entsprechend behandelt werden.

Muss ich zum Tierarzt, wenn mein Hund rote Augen hat?

Es ist wichtig, dass der Hund untersucht wird, um die genaue Ursache der roten Augen festzustellen. Je früher die Diagnose gestellt wird, desto leichter ist die Ursache zu behandeln und die Heilungschancen steigen.

Quellen

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