Komplikationen bei Geburt Welpen

Informationen zu Komplikationen bei der Hündin
während und nach der Geburt

gewünschtes bitte anklicken:

Fragen die für einen Tierarzt wichtig sind zu wissen
– Wann war die letzte Hundefutteraufnahme und Wasseraufnahme?
!!!Diese Informationen sind wichtig für eine eventuelle Narkosenotwendigkeit

– Kam es zu einem Harn und Kot absetzen der Hündin?
!!!Ist die Blase gefüllt kann das zum einengen des Geburtsweges führen und starke  Schmerzen verursachen.

– Hat die werdende Hundemutter erbrochen?
!!!Wenn ja
!!!Wann? und  Wie viel?
!!!Übermäßiges Erbrechen kann zu Wasserverlust bei der Hündin führen und den Elektrolytehaushalt der Hündin
!!!durcheinander bringen.

– Ist die Hündin schon von einem anderen Tierarzt untersucht worden?
!!!Auch vaginal?

– Hat die Hündin schon Medikamente bekommen?
!!!Wenn ja, welche?

– Ist Ausfluss bei der Hündin, aus der Vagina, beobachtet worden?
!!!Wenn ja
!!!Wie sah der vaginale Ausfluss aus?
!!!Welche Menge hatte der vaginale Ausfluss?

Gründe die Hündin vor der Zeit der Geburt einem Tierarzt vorzustellen
– Das Ende der Trächtigkeit, der voraussichtliche Geburtstermin ist erreicht
!!!ohne Abfall der Körpertemperatur der Hündin
!!!ohne das ein Beginn der Geburt zusehen ist
– Es gibt 12 – 36 Stunden nach Abfall der Körpertemperatur der trächtigen Hündin kein Anzeichen für die !!!Eröffnungsphase der Geburt
!!!(Kurz vor der Geburt steigt die Körpertemperatur wieder an)
– Es sind mehr als 12 Stunden, seit dem Wiederanstieg der Körpertemperatur vergangen
– Vor der Geburt des ersten Welpen tritt grüner Ausfluss bei der Hündin aus
– Es ist vor mehr als 2 Stunden grünlicher Vaginalausfluss ausgetreten, ohne das ein Hundewelpe geboren !!!wurde

Gründe die Hündin in der Zeit der Geburt einem Tierarzt vorzustellen
– Der Abgang des Fruchtwassers liegt mehr wie 2-4 Stunden zurück, ohne die Geburt eines Hundewelpen
– Die Wehen der Hundemutter sind länger wie 2-4 Stunden unregelmäßig und schwach
– Die Austreibungsphase beginnt bei der Hündin nicht 6 – 8 Stunden nach der Eröffnungsphase
– Es treten nach ca. 20 Minuten Presswehen nur Teile der Nachgeburt hervor
– Die Presswehen der Hundemutter dauern länger wie 20 – 30 Minuten an, ohne die Geburt eines !!!Hundebabys
– Es gibt 1-2 Stunden nach dem letzten Welpen keine Anzeichen für weitere aktive Wehen
– es sind seid der Geburt des letzten Hundewelpen mehr wie 2-4 Stunden vergangen

Gründe die Hündin in der Zeit nach der Geburt einem Tierarzt vorzustellen
– in einem Zeitraum von 4 – 6 Stunden nach der Geburt der Hundewelpen sind noch nicht alle Plazenten !!!geboren
– die Hundemutter hat einen schlechten Allgemeinzustand nach der Geburt
– die Hundebabys haben einen schlechten Allgemeinzustand
– die Hundemutter hat starke anhaltende genitale Blutungen
– die Hundemutter hat einen faulig riechenden und eitrigen Lochialfluss
– die Hundemutter hat eine rektal gemessene Körpertemperatur von über 39,5°C

Bedeutung der Farben des vaginalen Ausflusses der Hündin
Weißer Schleim – kann Hinweis für die Weitung des Gebärmutterhalses der Hündin sein

Klares Fruchtwasser, geht ab – ist ein Zeichen das der Gebärmutterhals der Hündin
erweitert ist.
Der Welpe sollte bald darauf geboren werden.

schwarz-grüner, dicker Ausfluss (vor der Geburt des ersten Welpen)
das der dazugehörige Welpe, der Plazenta, akut
gefährdet ist

Starke Blutung von frischen Blut – ist ein Hinweis auf eine Verletzung es sollte eine
sofortige gynäkologische Untersuchung erfolgen

Komplikationen bei der Geburt bei der Hündin
Wehenschwäche der Hündin

Ist der Ablauf der Geburt gestört dann kann dies folgende Ursachen haben.
Ursache:
– Der Geburtsgang der Hündin ist zu eng
– Der Hundewelpe ist falsch in den Geburtsgang der Hündin eingetreten
– Der Hundewelpe ist zu groß für den Geburtsgang der Hündin
– Die Gebärmuttermuskulatur ist ermüdet, und zieht sich nicht mehr genügend zusammen
Symptome:
Der Ablauf der Geburt stockt.
Medikamentöse Behandlung:
Eine wehenfördernde Behandlung ist möglich wenn,
– der Allgemeinzustand der Hundemutter gut ist
– der Muttermund vollständig geöffnet ist
– durch ein Röntgenbild feststeht das der weiteste im Becken gelegene Welpen in normaler Längslänge liegt
– maximal nur noch zwei Hundewelpen in der Gebärmutter liegen

Es ist aber auch zu bedenken das nur aufgrund der Symptome noch nicht mit letzter Sicherheit gesagt werden kann ob ein Gebärmutterkrampf oder eine Wehenschwäche vorliegt.
Spricht die Hundemutter auf die medikamentöse Behandlung vom Tierarzt nicht an, ist meist eine ernsthafte Störung der Grund für das Stocken der Geburt und ein Kaiserschnitt wird unumgänglich.

Nicht medikamentöse Behandlung
Eine medikamentöse Behandlung ist für die Hundemutter nicht angezeigt bei folgenden Symptomen (Es sollte schnellstmöglich ein Kaiserschnitt gemacht werden).
Symptome:
– der Allgemeinzustand der Hundemutter schlecht ist
– vor Geburt des ersten Hundewelpen grüner Vaginalausfluss austritt
– der Hundewelpe zu groß ist
– die Herzfrequenz der Hundewelpen unter 180/min liegt
– die Geburt trotz gegebener Medikamente weiter stockt
– der Geburtsgang zu eng ist
– eine Fehlstellung des Hundewelpen vorliegt
– die Geburt bei älteren Hündinnen stockt
– bei Verdacht das die Hundewelpen in der Gebärmutter der Hündin tot sind
– wenn noch mehr wie zwei Hundewelpen in der Gebärmutter der Hündin liegen

Kaiserschnitt bei der Hündin
Ein Kaiserschnitt bei der Hündin wird notwendig wenn,
– Der Welpe zu groß ist
– Das Becken der Hündin zu eng ist
– Bei Wehenschschwäche der Hündin
– Die Geburt trotz Medikamente nicht in Gang kommt
– Missbildungen bei dem Welpen vorliegen
– Missbildungen bei der Hündin vorliegen
– Der Welpe eine nicht korrigierbare Lage in der Gebärmutter ein genommen hat
– Wenn die Hündin Verwachsungen durch einen früheren Kaiserschnitt hat

Komplikationen nach der Geburt bei der Hündin
Gebärmutterentzündung bei der Hündin
Manchmal tritt nach der Geburt bei der Hündin eine Entzündung der Gebärmutter auf.
Ursachen:
– Gebärmutter zieht sich nicht richtig zusammen, weil sich z.B. noch Teile der Nachgeburt in der Gebärmutter !!!befinden.
Symptome:
– die Hündin hat Fieber, über 39,5°C
– die Hündin hat übelriechenden Ausfluss
– die Hündin leidet unter Appetitlosigkeit
Behandlung:
– Gaben von Antibiotika
– In schweren Fällen muss die Gebärmutter operativ entfernt werden

Entzündungen der Milchdrüsen bei der Hündin
Selten kann es auch zu einer Entzündung der Milchdrüsen bei der Hündin kommen.
Ursache:
– Keime die durch kleine Verletzungen z.B. Kratzer der Welpen, ins Milchgewebe eindringen
!!!und dort eine Infektion hervorrufen.
Symptome:
– Die Hündin leidet unter Appetitlosigkeit
– Das Gesäuge hat heiße, gerötete und für die Hündin sehr schmerzhafte Bereiche
– Die Hündin lässt die Welpen nicht mehr säugen
Behandlung:
– Ist die Behandlung konsequent ist die Heilungschance sehr schnell und gut, so das
!!!die Milch bei der Hündin nicht ganz versiegt.
!!!Dann besteht die Aussicht das die Welpen nicht künstlich ernährt werden müssen.

Milchfieber bei der Hündin
Milchfieber ist eine lebensgefährliche Erkrankung bei Hündinnen.
Ursache:
– Kalziummangel im Blut der Hündin.
!!!Hoher Verlust an Kalzium während der Trächtigkeit und Säugezeit der Welpen.
Symptome:
– die Hündin ist unruhig
– die Hündin kann nicht sicher auf den Beinen stehen
– die Hündin wirkt benommen
– die Hündin fällt wie bei einem Krampfanfall um
– die Hündin liegt dann auf der Seite, sie streckt ihre Beine von sich
Behandlung:
– Ist die Hündin in diesem Zustand braucht sie sofort tierärztliche Hilfe da sie sonst stirbt.
– Vorbeugend auf eine richtige Zusammensetzung des Hundefutters achten.
– kalkhaltige Präparate sollten gut dosiert gegeben werden. und nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt.
– Prüfung ob  Kalzium, Magnesium und Vitamin D ausreichend vorhanden ist, ansonsten geben, aber auch !!!hier nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt.

Informationen zu Komplikationen bei den Welpen finden Sie …hier

Hunderatgeber- Welpen …hier

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