Unterwegs mit Hunden: Sicherungspflicht im Kofferraum

Unterwegs mit Hunden: Sicherungspflicht im Kofferraum

Autofahrer sollten beim Transport ihres Hundes nicht nur auf die Sauberkeit achten. Sicherheit und Wohlbefinden des Vierbeiners stehen an erster Stelle. Die Straßenverkehrsordnung definiert einen Hund als „Transportgut“ und schreibt damit feste Regeln für die sichere Fahrt von A nach B vor. Verstöße werden mit einem Bußgeld in Höhe von 35 bis 50 Euro geahndet.

Besteht eine gesetzliche Anschnallpflicht?

Über 70 Prozent der Autofahrer verzichten auf eine Sicherung des Vierbeiners. Das gefährdet nicht nur die Sicherheit des Hundes, sondern ist auch grob fahrlässiges Verhalten. Der Gesetzgeber ahndet dieses Vergehen mit einem Bußgeld, das jedoch kaum eine abschreckende Wirkung erzielen dürfte. Schlimmer ist es, wenn der Hund in einen Verkehrsunfall hineingezogen wird. Ein ungesicherter Vierbeiner kann den Autofahrer von seiner Aufgabe ablenken und ursächlich für einen Unfall sein.

Folge: Die Kaskoversicherung zahlt nicht.

Daher sollte der Hund immer in einer gesicherten Form mitfahren. Im Kofferraum ist ein Absperrgitter zu empfehlen, damit der Vierbeiner seine Schnauze nicht in das Lenkrad stecken kann. Im vorderen Bereich kann die gesetzliche Vorgabe durch eine Hundetransportbox umgesetzt werden. Die hinteren Sicherheitsgurte sind ungeeignet, da sich der Hund herauswinden kann.

Schließt die Kfz-Versicherung Haustiere mit ein?

In manchen Bundesländern ist die Hundehaftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben, wie in Hamburg oder Niedersachsen. Sie dient als finanzielle Absicherung bei Beißattacken, hilft jedoch nicht bei einem unverschuldeten Autounfall. Die Behandlungskosten für Hunde können schnell in die Höhe schießen, was man sich sparen kann. Wie sieht es mit einer Kfz-Versicherung aus? Sie ist auf das gesetzliche Basispaket beschränkt und deckt keine Behandlungskosten für Haustiere ab. Anders verhält es sich beim Familienschutz „Kind & Kegel“ der Direct Line Versicherung. Eine Operation kann sich schnell auf 800 Euro summieren, die der Versicherer abdecken sollte.

Absperrgitter oder Transportbox?

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Für viele Hunde hat eine Autofahrt nichts mit Spaß zu tun. Sie leiden und können es kaum erwarten, bis sie endlich wieder daheim angekommen sind. Eine Transportbox würde ihre Qualen erhöhen, wenn sie auf engstem Raum eingesperrt sind. Das gilt auch für Sicherheitsgeschirr, das seitlich installiert wird. Besser ist es, dem Vierbeiner wenigstens ein bisschen Freiraum durch ein Absperrgitter zu gewähren. Es ist wichtig, auf eine hohe Qualität der verwendeten Materialien zu achten. Das Netz sollte nicht zu dünn ausfallen, da es ansonsten reißen könnte. Bei einem Neuwagen sollte man sich die Anschaffung eines Kofferraumschutzes überlegen. Dreckige Hundepfoten haben schon so manchen Halter fast zur Verzweiflung gebracht. Derartige Schutzvorrichtungen tragen zum Werterhalt eines Autos bei.

Ein ungesicherter Hund kann sich zu einer großen Gefahr für die anderen Fahrzeuginsassen entwickeln. Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h würde der Vierbeiner mit dem 60-fachen seines Gewichts mit der Frontscheibe kollidieren. Das würde bedeuten, dass ein 10 kg schwerer Hund eine halbe Tonne Aufprallwirkung entfacht. Wer sein Haustier noch immer ungesichert mitfahren lassen möchte, geht bewusst ein enormes Risiko ein.

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