Vergleich Hundefutter aus Fleischsaftgarung & Extrusionsverfahren

Das von Herstellern wie unter anderem Royal Canin, Rinti und Josera genutzte Extrusionsverfahren gehört zu den gängigsten Methoden bei der Herstellung von Hundefutter. Eine Alternative stellt die Zubereitung mit der Fleischsaftgarung dar. Obwohl mit beiden Methoden Trockenfutter hergestellt wird, unterscheiden sie sich grundsätzlich stark voneinander. Dies betrifft unter anderem die Nährstoffe, den Geschmack, die Verwertbarkeit und den Einfluss auf die Zahngesundheit. Hundehalter sollten auf Qualitätsprodukte setzen, um die Gesundheit Ihres Hundes bestmöglich zu schützen und zu fördern. Dieser Artikel stellt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Fleischsaftgarung und Extrusionsfutter ausführlich vor.

Fleischsaftgarung und Extrusionsverfahren bei der Hundefutterherstellung

Ein wichtiger Unterschied zwischen der Fleischsaftgarung und dem Extrusionsverfahren besteht in den verwendeten Zutaten. Während beim Extrusionsverfahren vor allem Fleischmehl und getrocknete tierische Proteine zum Einsatz kommen, wird bei der Fleischsaftgarung Frischfleisch, wie in der Küche, über einen langen Zeitraum und nur im eigenen Fleischsaft gegart.

Mehr Geschmack bei der Fleischsaftgarung

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die Temperaturen, die bei der Hundefutterherstellung benötigt werden. Das Extrusionsverfahren arbeitet mit hohen Temperaturen, wodurch die im Fleischmehl schon nur geringfügig enthaltenen Geschmacksaromen und Nährstoffe noch weiter eliminiert werden. Durch die niedrigeren Temperaturen bei der Fleischsaftgarung bleiben die natürlichen Nährstoffe und der Geschmack des Frischfleisches und des Fleischsaftes erhalten, wodurch die Hundenahrung besonders gesund und nahrhaft ist. Hinzu kommt, dass Nahrung aus der Fleischsaftgarung nicht aufquillt, wie bei extrudiertem Futter oft der Fall. Ohne das Aufquellen der Nahrung im Hundemagen wird die Entstehung von Notfällen wie einer Magendrehung unwahrscheinlicher.

Unterschiede bei der Nährstoffen

Ein Hund braucht eine bestimmte Menge und Kombination an Nährstoffen, um sich gesund und vital entwickeln zu können. Nur wenn in der Nahrung alles enthalten ist, was ein Hund für seine gesunde Entwicklung braucht, wird er ein langes und glückliches Leben führen.
Beim Extrusionsverfahren ist die Menge der vorhandenen Nährstoffe geringer als bei Hundefutter aus der Fleischsaftgarung. Das liegt daran, dass es beim Extrusionsverfahren schwierig ist, Frischfleisch einzusetzen. Dieses hat einen variierenden Anteil an Fleischsaft und -fett , wodurch es kompliziert ist, die beim Extrusionsverfahren benötigte einheitliche Teigmasse zu erhalten. Deshalb arbeitet man bei der Extrusion, die auch bei der Produktion von Frühstückscerealien eingesetzt wird, meist mit Fleischmehl oder getrockneten Proteinen. Die Fleischsaftgarung arbeitet mit niedrigeren Temperaturen als das Extrusionsverfahren, wodurch die im Frischfleisch und Fleischsaft enthaltenen natürlichen Nährstoffe erhalten bleiben.

Der Geschmack unterscheidet sich stark

Frischfleisch hat einen eigenen, typischen Geschmack, der von allen Hunden sehr geliebt wird. Bei der Fleischsaftgarung bleibt der intensive Geschmack des Frischfleischs erhalten, da durch die Kochtechnik des Reduzierens der im Frischfleisch enthaltene Fleischsaft konzentriert wird und auch die natürlichen Geschmacksaromen im Fleisch nicht durch hohe Temperaturen zerstört werden. Zudem sorgt die nur aus Fleischsaft bestehende Feuchtigkeit dafür, dass die Kroketten kaubar-weich sind.

Hohe Temperaturen mindern den Geschmack

Anders sieht es beim Extrusionsverfahren aus. Dieses ist auf hohe Temperaturen angewiesen, wodurch neben den Nährstoffen auch Geschmacksaromen zerstört werden. Deswegen ist es bei diesem Verfahren nötig, dem hergestellten Hundefutter einen künstlichen Geschmack zu geben. Aus diesem Grund wird auf die fertigen Kroketten am Ende des Produktionsprozesses etwas Fett gegeben. Dieser künstliche Geschmack wird von einigen Hunden angenommen, das bedeutet jedoch nicht, dass das Futter gut für das Tier ist.

Die Verwertbarkeit der verschiedenen Hundefutterarten

Die Qualität von Hundefutter zeigt sich unter anderem daran, wie die einzelnen Tiere auf die verschiedenen Lebensmittel reagieren. Es ist nicht ratsam, auf schwere und quellende Lebensmittel zu setzen. Hierdurch wird der Hund nach der Nahrungsaufnahme träge und hat keine Lust, sich zu bewegen. Das ist mit einem Weihnachtsfest vergleichbar, bei dem die Gäste neben dem Braten zu viele Kohlenhydrate, z. B. in Form von Knödeln, gegessen haben und sich danach nicht bewegen möchten.
Hundenahrung, die mittels Fleischsaftgarung hergestellt wird, ist auf den Organismus des Hundes angepasst. Das frische Fleisch und der konzentrierte Fleischsaft lässt es gut schmecken, stellt dem Organismus alle benötigten Nährstoffe bereit, ist hierbei aber leicht und bekömmlich. Denn die Verdauung des Hundes ist auf Fleisch ausgelegt. Das zeigt sich nicht zuletzt an den Hundehaufen. Bei einer Fütterung mit Hundenahrung aus Fleischsaftgarung sind diese in der Regel kleiner, fester und haben keinen so intensiven, unangenehmen Geruch.

Die Bedeutung für die Zahngesundheit

Ein Hund ist stark auf seine Zähne angewiesen. Deswegen ist es entscheidend, die Zahngesundheit bei der Wahl des Hundefutters mitzudenken. Extrusionsfutter steht im Ruf, Zahnstein bei Hunden vorbeugen oder sogar beseitigen zu können. Das ist jedoch ein Mythos, da beim Hund ebenso wenig wie beim Menschen Zahnstein durch intensive Reibung entfernt werden kann.
Stattdessen kommt es zu dem Problem, dass in Extrusionsfutter viele Kohlenhydrate enthalten sind. Diese fördern die Bildung von Zahnstein. Viele Hundehalter entscheiden sich deswegen bewusst für Hundefutter aus Fleischsaftgarung, da hier die Zahl der Kohlenhydrate deutlich begrenzter ist. Entsprechend kommt es bei einer solchen gesunden Ernährung nicht so leicht zu Zahnstein und die Zahngesundheit des Tieres bleibt länger erhalten.

Qualitätsprodukte sind gefragt

Hundefutter gibt es in unterschiedlichen Preisklassen und von einer Vielzahl von Herstellern. Wichtig ist es, sich nicht von der teils intensiven Werbung und den ansprechenden Designs des Hundefutters ablenken zu lassen. Hundehalter sollten sich gezielt auf die Nährstoffe fokussieren, die auf der Rückseite der jeweiligen Verpackung aufgeführt sind. Diese sagen eindeutig, welche Nährstoffe dem Hund über die Nahrung zugeführt wird, wodurch sich einschätzen lässt, ob diese gesund sind.
Hundehalter sollten auf Qualitätsprodukte setzen. Diese sind nicht immer am Preis erkennbar. Es gibt Markenprodukte, die ihrem Ruf gerecht werden, und solche, die eher durchschnittliche Produkte anbieten. Ebenso gibt es Discount-Artikel, bei denen gute Qualität zu einem günstigen Preis zu haben ist. Es kommt auch darauf an, die Hersteller und ihre Arbeitsweisen genau zu vergleichen, um Gefahren wie Salmonellen oder andere Schadstoffe im Hundefutter weitestgehend ausschließen zu können. So wird z. B. Hundenahrung aus Fleischsaftgarung regelmäßig vom TÜV auf Schadstofffreiheit, die Richtigkeit der Deklaration und des angegebenen Frischfleischanteils geprüft.

Fazit

Die Wahl des Hundefutters entscheidet massiv darüber, ob ein Tier langfristig gesund bleibt und vital und lebensfroh ist. Deswegen sollten Hundehalter genügend Zeit in die Auswahl des passenden Produktes investieren. Hierbei spielen vorrangig die in den Lebensmitteln enthalten Nährstoffe eine Rolle, wobei die Fleischsaftgarung dem Extrusionsfutter in weiten Teilen überlegen ist. Insbesondere die Verwertbarkeit, der Geschmack und die Bedeutung für die Zahngesundheit sollten bei der Auswahl berücksichtigt werden. So bekommt der Hund ein Futter, das ihm gut schmeckt, dass seine Gesundheit fördert und ihm ein vitales Leben ermöglicht.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen