Was ist ein Trüffelhund?

Für so ziemlich jeden ist das Trüffelschwein ein Begriff. Doch was hat es mit einem Trüffelhund auf sich? Ob jeder Hund ein Trüffelhund sein kann und wie du einen Hund zum Trüffelhund trainierst, erfährst Du …

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Für so ziemlich jeden ist das Trüffelschwein ein Begriff. Doch was hat es mit einem Trüffelhund auf sich? Ob jeder Hund ein Trüffelhund sein kann und wie du einen Hund zum Trüffelhund trainierst, erfährst Du hier.

Warum Hunde statt Schweine?

Heutzutage werden Trüffeln kaum noch mit Schweinen gesucht. Auch den Trüffelfliegen, Trüffelkäfern, Schnecken oder Mäusen zu folgen, ist zwar interessant, aber wenig empfehlenswert. Die ultimative Lösung ist ein Trüffelhund.

Die Schweine fressen die Trüffeln schnell weg, weshalb viele Trüffeljäger mit Hunden unterwegs sind. Entweder ist der Hund so gut ausgebildet, dass er die Trüffeln nur anzeigt und nicht frisst, oder der Trüffeljäger muss sehr schnell sein, um zu verhindern, dass die Trüffeln gefressen werden. Manchmal trägt der Hund auch einen speziellen Maulkorb.

Im Gegensatz zu den Schweinen gehen Hunde bei der Trüffelsuche mit sehr viel Bedacht und Geschick vor. Haben sie eine Trüffel entdeckt, geben sie kurz Laut oder scharren vorsichtig an der Stelle, unter der sich der Pilz versteckt. Trüffelschweine graben stattdessen im Boden und zerstören dabei häufig die Pilzfasern, so dass sich die Trüffeln nicht mehr vermehren können.

Welche Rassen eignen sich am besten?

Generell sind alle Rassen für die Trüffelsuche geeignet. Was den Hund zum optimalen Partner für die Trüffelernte macht, ist natürlich sein ausgeprägter Geruchssinn. Durch die Fähigkeit des Hundes, die Richtung, aus der ein Geruch stammt, genau zu erkennen, ist ein Trüffelhund in der Lage, einen unterirdischen Trüffel genau zu orten.

Als Trüffelhunde eignen sich prinzipiell alle Hunde, unabhängig ihrer Rasse. Auch Mischlingshunde können zur Trüffelsuche ausgebildet werden – wichtig ist, dass sie aktiv, neugierig und wissbegierig sind.

Natürlich spielt die ursprüngliche Veranlagung eines Hundes eine große Rolle bei seiner Ausbildung. Während manche Hunde bereits nach wenigen Wochen das Grundprinzip der Trüffelsuche verstanden haben, gestaltet sich bei anderen die Ausbildung zum Trüffelhund als deutlich schwieriger und mühseliger.

Der Lagotto Romagnolo

Trüffel-Experten haben tatsächlich „Lieblings-Trüffelhunderassen“. An erster Stelle steht dabei mit großem Vorsprung die Hunderasse Lagotto Romagnolo. Sie ist dank ihres stark ausgeprägten Geruchssinns und ihres munteren und aufgeweckten Charakters bei der Jagd nach den edlen Pilz besonders erfolgreich.

Aber auch andere Jagdhunderassen, beziehungsweise Hunde aus der Gruppe der Apportier- und Stöberhunde, wie zum Beispiel der Labrador Retriever, können geschickte und gute Trüffelsucher werden.

Der Lagotto Romagnolo ist der beliebteste Trüffelhund

Wie dein Hund zum Trüffelhund wird

In Italien und Frankreich schwören Trüffeljäger darauf, dass Trüffelhunde schon im Welpenalter Kontakt mit Trüffeln haben sollten. Manche geben sogar der Mutter Trüffeln ins Essen, damit die Muttermilch nach Trüffeln schmeckt. Oder sie reiben die Zitzen mit Trüffelöl ein, damit die Welpen den Trüffelgeruch beim Saugen mit etwas Angenehmem verbinden. Andere nehmen die Junghunde mit den erfahrenen Trüffelhunden zur Trüffelsuche mit.

Einige benutzen gerne Trüffelöl beim Aufbau der Suche, weil man dieses Öl fast überall auftragen kann – auf Stofffetzen, Korken, Holzstücke oder Spielzeug. Auch ist es günstiger als richtige Trüffel. Es reicht ein einziger Tropfen aus, da das Öl sehr stark riecht.

Die präparierten Objekte kannst Du dann verstecken: zunächst sichtbar für den Hund, dann recht offensichtlich, wie hinter einem Baum, bis Du anschließend die Sachen mit Erde zudecken kannst. Wenn das gut funktioniert, kannst Du mit richtigen Trüffeln arbeiten.

Weiterhin setze noch eine geeignete Anzeige dazu – die kann ganz unterschiedlich sein. Es können ein Scharren, ein einziger Pfotenstreich sein oder dass dein Hund sich hinlegt. Dann solltest Du schnell sein, damit Dein Hund die Trüffel nicht verputzt, bevor du sie einsammeln kannst.

Trüffelhund kaufen

Für die Trüffelsuche gibt es Anbieter und Züchter, die bereits ausgebildete Trüffelhunde anbieten. Die Kosten für einen entsprechend abgerichteten Trüffelhund liegen oft bei 2.500 Euro und mehr. Der Kauf eines erwachsenen und fertig ausgebildeten Hundes sollte allerdings nur von Profis getätigt werden, die täglich auf Trüffelsuche gehen.

Menschen, für die die Trüffelsuche nur ein Hobby für sich und ihren Hund ist, sollten lieber auf entsprechende Kurse und Seminare zurückgreifen, in denen sie gemeinsam mit ihrem Hund die Trüffelsuche erlernen. Schließlich hängt der Erfolg bei der Trüffelsuche auch von einem guten Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier ab.

So zielen viele Trainingseinheiten darauf ab, dass Hund und Mensch lernen, sich aufeinander abzustimmen und sich zu vertrauen. Also Fähigkeiten, die sich nicht nur bei der Trüffelsuche, sondern auch im gemeinsamen Alltag mit dem Hund positiv auswirken werden. So kann die Ausbildung zum Trüffelhund aus mehreren Gründen empfehlenswert sein.

Was ist ein Trüffelhund?

Ein Trüffelhund hilft ,wie das Trüffelschwein, bei der Trüffelsuche.

Kann jeder Hund ein Trüffelhund werden?

Im Prinzip ist jede Rasse als Trüffelhund geeignet. Wichtig ist, dass der Hund aktiv, neugierig und wissbegierig ist.

Wie wird mein Hund zum Trüffelhund?

Durch ein Training mit beispielsweise Trüffelöl. Der Hund muss lernen, diesen Geruch zu erschnüffeln. Am besten gewöhnt man ihn schon im Welpenalter an den Duft der Trüffel.

Quellen

https://www.easy-dogs.net/trueffelsuche/

https://leinebergland-trueffel.de/wissenswertes/trueffelhund/

https://www.zooplus.de/magazin/hund/hundeerziehung/trueffelhunde

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