Wie man einen Hund richtig füttert

Einen Hund passend und artgerecht zu füttern, ist im Prinzip relativ simpel. Allerdings gilt es für Hundebesitzer dabei trotzdem gewisse Kriterien zu berücksichtigen, so spielt die Anzahl der Mahlzeiten pro Tag eine genauso wichtige Rolle, wie ein individuell abgestimmtes Futter. Wir erklären Ihnen worauf es ankommt.

Auch Hunde sind wählerisch

Immer wieder kommt es vor, dass Hunde trotz vollem Futternapf abmagern, da sie das Futter schlichtweg verweigern. Nicht immer ist eine Erkrankung der Grund dafür. Viele Hunde sind sehr wählerisch und mögen nur bestimmtes Futter.

Um eine Unterversorgung zu verhindern, sollten dem Hund mehrere Varianten angeboten werden. Schon eine Umstellung der Sorte beim Trocken- oder Nassfutter, kann das Problem lösen. Wir mögen schließlich auch nicht jedes Essen, beim Hund ist es da ähnlich.

Vorsicht vor billigem Hundefutter

Vor allem Billig-Futter kann dem Hund schaden. Oftmals wird in hohem Maße auf Fleisch verzichtet, um dadurch den Preis zu drücken. Auf der Verpackung liest man dann von “Fleisch und tierischen Nebenerzeugnissen”, was übersetzt für minderwertige Schlachtabfälle steht. Dagegen wäre nichts einzuwenden, wenn nicht auch verunreinigte Fleischabfälle oder hormonhaltige Drüsen enthalten wären, die zu Störungen im Körper des Hundes führen könnten.

Kriterien für gutes Hundefutter

Legen Sie bei der Nahrung des Hundes also dieselben Maßstäbe an, wie Sie es auch bei sich selbst machen. Ob das Futter gut ist, erkennen Sie dabei anhand der Zutatenliste. Ein abwechslungsreiches Hundefutter besteht immer zum Großteil aus reinem Fleisch. Hunde benötigen jedoch nicht nur das Muskelfleisch, sondern auch Innereien, Gelenke, Knochen und Sehnen, die reich an Mineralien sind. Gutes Futter erfüllt folgende Kriterien:

  • Hauptbestandteil ist Fleisch
  • Keine Nebenprodukte
  • Kaum oder kein Getreide
  • Alle Zutaten sind genau deklariert
  • Keine Schlachtabfälle, kein Tiermehl
  • Keine Zusatzstoffe, Aroma-, Farb- und Konservierungsstoffe

Nützliche Tipps zur richtigen Fütterung

Beachten Sie auch folgende Tipps, um Ihren Hund richtig zu füttern und somit einen gesunden Organismus zu fördern:

Hunde abwechslungsreich füttern

Bereits in sehr jungen Jahren, sollte der Hund abwechslungsreich gefüttert werden. So gewöhnt sich der Verdauungstrakt an die unterschiedlichen Futtersorten. Der Hund sollte die verschiedene Sorten auch kennenlernen, damit er später eben nicht zu wählerisch ist. Entscheidet man sich irgendwann für ein bestimmtes Trocken- oder Nassfutter, dann sollte der Hund an drei bis vier unterschiedliche Futtersorten gewöhnt werden.

Dadurch wird das Tier auch mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, da sich die Futtersorten in der Zusammensetzung unterscheiden. Erhält ein Hund über einen längeren Zeitraum immer das gleiche Futter, dann kann sich eine Intoleranz gegen andere Bestandteile entwickeln.

Die Umgebung ist wichtig

Geben Sie Ihrem Hund Ruhe zum Essen. Findet der Hund diese nicht, dann löst das Stress aus, was in Ressourcenverteidigung oder Problemen bei der Verdauung durch Schlingen gipfelt. Greifen Sie also nicht in den Prozess ein und geben Sie dem Hund die Zeit, die er braucht.

Individuelle Bedürfnisse des Hundes berücksichtigen

Bei der richtigen Fütterung gilt es auch zu beachten, dass nicht die Ernährungsphilosophie des Menschen zählt, sondern die individuellen Bedürfnisse des Hundes. Hochwertiges Trocken- oder Nassfutter kann genauso gut sein, wie die Rohfütterung. Der Hund kann auch beispielsweise an einer Allergie gegen das Futter leiden, was sich durch Juckreiz, Hautveränderungen, Ödeme im Bereich der Augen oder Verdauungsprobleme deutlich macht.

Der richtige Rhythmus – Mehrmalige Fütterung am Tag

Die Anzahl der Mahlzeiten hängt immer mit dem Alter des Hundes zusammen. Erwachsene Hunde sollte mindestens zweimal am Tag gefüttert werden, um den Verdauungstrakt zu entlasten. Hier die Häufigkeit nach Alter:

  • Welpen bis zum 4. Lebensmonat: 4 Mahlzeiten
  • Junghunde bis zum 1. Lebensjahr: 3 Mahlzeiten
  • Ab dem 1. Lebensjahr: 2 bis 3 Mahlzeiten
  • Senioren: 3 Mahlzeiten

Erhält der Hund mehrmals täglich Nahrung, dann verteilt sich die Energiezufuhr gleichmäßig und das Tier ist den ganzen Tag über leistungsfähig. Eine einmalige Fütterung stellt den Verdauungstrakt vor große Herausforderungen und hat folgende Auswirkungen:

  • Magen und Darm arbeiten auf Hochtouren.
  • Belastung von Nieren und Leber durch die Verstoffwechselung.
  • einmalige Energiezufuhr wirkt sich auf Leistungsfähigkeit negativ aus.
  • große Mengen Trockenfutter erfordern große Trinkmengen.
  • Risiko von Magendrehungen bei bestimmten Rassen erhöht.

Achten Sie also auf eine abwechslungsreiche Ernährung und passen Sie das Futter individuell an den Hund an. Füttern Sie mehrmals täglich und greifen Sie auf eine hohe Qualität zurück. Das sorgt dafür, dass Hund und Halter gleichermaßen glücklich sind.

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