Blutegel-Therapie für Hunde

Bereits im 5.Jh. vor Christus wurden in Indien Blutegel zu Heilzwecken eingesetzt. Auch die alten Germanen wussten die Blutegel zu nutzen.
Mittlerweile bestellen Praxen und Kliniken in Deutschland pro Jahr fast 400.000 Blutegel, welche kontrolliert gezüchtet werden.

Eine Blutegel Behandlung ist nicht wirklich schmerzhaft.
Der Patient spürt kurz den „Biss“, ähnlich wie einen Mückenstich und dann gibt das Tier eine anästhesierende Substanz ab, welche sofort zu Schmerzunempfindlichkeit führt.
Nun saugen die Blutegel Blut aus der Haut und geben zur gleichen Zeit durch Ihren Speichel Enzyme und Wirkstoffe ab.

Im Speichel sind z.B folgende Wirkstoffe enthalten:
Apyrase, Calin, Destabilase, Eglin, Hyaluronidase, Histamin, Pyavit.
Diese Wirkstoffe wirken entzündungshemmend, lymphstrombeschleunigend, gefässerweiternd und beugen der Blutplättchenverklebung vor.

Hirudin ist das wichtigste dieser Wirkstoffe, da es stark gerinnungshemmend ist und somit eine Nachblutung von Stunden bis Tagen verursacht. Hierdurch wird die Entstauung, Entschlackung und Stoffwechselanregung sehr gesteigert.

Da die Wunden noch mehrere Stunden leicht bluten, werden sie verbunden.
Auch ein Jucken wird einige Zeit zu spüren sein.

Das die Blutegel Therapie tatsächlich bei Menschen mit z.B. Kniearthrose zu Schmerzlinderung führt, haben Studien in Berlin und Essen erwiesen.

Aber auch für Tiere ist die Blutegel Therapie erfolgreich einsetzbar.

Anwendungsgebiete der Blutegel Therapie:

  • Abszesse
  • Arthrose
  • ED / Ellenbogengelenksdysplasie
  • Hämatome/ Prellungen
  • HD / Hüftgelenksdysplasie
  • Knochenhautentzündung (Periosititis)
  • Sehnenschneideentzündung (Tendinitis)
  • Spondylose (degenerative Erkrankung am Skelett)
  • Wunden die schlecht heilen

Nicht zur Anwendung kommt die Blutegel Therapie bei:

  • Hunden, die blutgerinnunshemmende Medikamente erhalten
  • Hunde mit Wundheilungsstörungen
  • Anämische Hunde (anämisch=blutarm)
  • Hunde mit sehr schlechter Gesamtkonstitution
  • Hunde mit weniger als 7 kg Körpergewicht
  • Hunde, bei denen eine Allergie gegen eine der im Speichel enthaltenen Wirkstoffe besteht

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