Schnupfenzeit für Hunde

Schnupfenzeit bei Hunden: Niesen, Husten, laufende Nase

Bei nasskaltem Wetter ist auch das Immunsystem von Hunden geschwächt. Deshalb kann es bei Ihrem Hund während der Schnupfenzeit schnell zu einer Erkältung kommen.

Anzeichen dafür, dass Ihr Hund erkältet ist:

Erkältungen äußern sich bei Hunden meist durch,

  • Niesen,
  • Nasenausfluss,
  • häufiges Schlecken der Nase,
  • tränende Augen

Ein erkälteter Hund ist auch oft müde und lustlos.

Behandlung bei Schnupfen oder Erkältung des Hundes:

Bei einer leichten Erkältung sollten Sie dem betroffenen Hund Ruhe und einen warmen Schlafplatz verordnen.
Unternehmen Sie mit Ihrem Hund nur noch kleine Spaziergänge. Sollte er nass werden, reiben Sie Ihre Fellnase bitte gründlich trocken.

Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr erkälteter Hund genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Wenn er nicht trinken mag, weichen Sie sein Trockenfutter ein oder geben Sie Wasser unter sein Feuchtfutter.

Wann muss ich mit dem erkälteten Hund zum Tierarzt gehen?

Leidet der Hund zusätzlich zum Schnupfen an Husten, rasselndem Atem, Würgen, eitrigem Augenausfluss oder erhöhter Körpertemperatur  (über 38,5) sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.
Falls nötig wird der  Tierarzt Antibiotika oder andere Medikamente verschreiben.

Dauer

Es kann einige Tage dauern bis die Erkältungsbeschwerden beim Hund nachlassen.

Birgitt Thiesmann (51), Heimtierexpertin der Tierschutzstiftung VIER PFOTEN:

„Wenn ein Hund anfängt zu kränkeln, sind Wärme und Ruhe überaus wichtig. Machen Sie es Ihrem Hund zuhause richtig gemütlich. Auch Inhalieren ist beim vierbeinigen Patienten eine gute Möglichkeit, um Erkältungsanzeichen zu lindern. Besonders gut eignen sich dafür Wasser mit Meersalz sowie verschiedene Kräuter oder Teesorten. Auf ätherische Öle sollte jedoch unbedingt verzichtet werden.“

Inhalieren hilft auch Hunden

Am einfachsten gelingt das Inhalieren, wenn Hunde an eine Schlaf- oder Transportbox gewöhnt sind. Man schließt das Tier ein, stellt den Topf davor und legt ein Handtuch oder eine Decke über Box und Topf. Wichtig ist, dass der Topf nicht zu dicht an der Box steht, damit er nicht umgeworfen werden kann. Die Inhalationsflüssigkeit sollte sehr warm, aber auf keinen Fall kochend sein.
Wenn der Hund Anzeichen von Panik oder Unwohlsein zeigt, muss die Anwendung sofort beendet werden.

Eine weitere Möglichkeit ist, das Sie sich mit Ihrer Fellnase zwischen zwei Stühle oder Sessel setzen über die eine Decke liegt. Der Topf mit der dampfenden Flüssigkeit sollte direkt vor Ihnen und Ihrem Hund stehen. So können Sie im selbstgebauten Zelt mit Ihrem kranken Hund 10 Minuten inhalieren.

Schnupfzenteit: Erkältungen beim Hund vorbeugen

Damit es gar nicht erst zur Erkältung kommt, sollten Hundehalter vorbeugen. Hunde haben in der Schnupfenzeit einen erhöhten Bedarf an Vitaminen und Fettsäuren. Zur Stärkung der allgemeinen Immunsituation können Präparate wie Echinacea, Vitamin C und Aloe Vera übers Futter verabreicht werden.

Um die Atemluft zu verbessern, hat sich das Aufstellen von Luftbefeuchtern bewährt. Auf alle Fälle sollte man aber auf Raumdüfte, Sprays oder Räucherstäbchen verzichten.

Ansteckungsgefahr

Dass sich ein Hund  bei seinem Besitzer ansteckt oder der Besitzer beim kranken Hund, ist sehr unwahrscheinlich, aber es kann bei einer Erkältung  vorkommen.

Von einem Hund auf einen  anderen  Hund  kann sich die Erkältung  aber  schnell übertragen.
Deshlab lassen Sie Ihren kranken Hund wenn möglich, nicht mit anderen Hunden spielen. Auch Ausstellungen  oder Hundeschule sollte Tabu sein.

Niesen beim Hund kann auch auf andere Krankheiten hinweisen

In den meisten Fällen ist Niesen beim Hund auf  stärkere Lichteinwirkung , Aufregung  oder vorübergehende Reizungen der Nasenschleimhäute zurückzuführen.
Stoffe welche die Nasenschleimhaut eines Hundes reizen können sind z.B.  Deo, Parfums, Haarsprays, Autoabgase.

Krankheitsbedingte Ursachen von Niesen beim Hund

Allergien, Polypen, Infektionen mit Viren, Bakterien oder Pilzen,  Wegener Granulomatose (nekrotisierende Entzündung der Gefäße,  mit  Granulombildung an Nase, Nasenhöhlen), Fremdkörper, Verletzungen.  Auch systemische Erkrankungen, wie beispielsweise Blutgerinnungsstörungen können Niesen auslösen.

Übergewicht beim Hund – Ist mein Hund zu dick?

 

Woran erkenne ich, ob mein Hund Übergewicht hat?

Ob Ihr Hund übergewichtig ist, lässt sich anhand verschiedener Kriterien feststellen. Zunächst einmal sollten Sie den Hund wiegen. Das kann auf speziellen Tierwaagen beim Tierarzt geschehen oder auch einfach zu Hause mit einer normalen Personenwaage. Um dabei möglichst genaue Ergebnisse zu erzielen, stellen Sie sich am besten gemeinsam mit Ihren Vierbeiner auf die Waage und ziehen anschließend das eigene Körpergewicht ab. Wie viel ein Hund wiegen sollte, ist für eingetragene Rassen festgelegt. Hier gibt es Normgrößen und –gewichte, anhand derer Sie sich orientieren können.

Auch ein einfacher Test, für den keine Waage oder ähnliches benötigt wird, gibt Hinweise darauf, ob ein Hund zu dick ist. Wenn Sie beim Streichen über den Brustkorb des Vierbeiners keine Rippen mehr spüren können, ist er aller Wahrscheinlichkeit nach zu dick. Ein weiteres Indiz für einen zu dicken Hund ist Trägheit. Der Hund einstmals so agile Hund will den ganzen Tag nur faul auf der Couch liegen und läuft allenfalls mal zum Futternapf und zurück – ein Teufelskreis beginnt.
Bevor Sie Ihren Hund nun eigenmächtig auf Diät setzen, besuchen Sie bitte unbedingt einen Tierarzt, mit dem Sie das weitere Vorgehen detailliert durchsprechen und der klärt, ob das Übergewicht oder die Trägheit eventuell organische Ursachen hat. Sonst schaden Sie Ihrem Liebling womöglich mehr als dass Sie ihm helfen.

Wie das Herrchen so der Hund?

Laut Einschätzungen der Welt Gesundheitsorganisation ist mittlerweile jeder dritte Mensch auf der Welt übergewichtig. Ähnlich verhält es sich bei Hunden. Von ihnen soll sogar annähernd jeder zweite Übergewicht haben oder gar adipös – also fettleibig – sein. Ein paar Speckröllchen sehen bei der ein oder anderen Hunderasse vielleicht niedlich aus, schaden der Gesundheit der Fellnase aber immens.

Was sind die Ursachen für Übergewicht beim Hund?

Übergewicht beim Hund entsteht wie auch beim Menschen durch eine zu hohe Energiezufuhr. Wenn dem Körper mehr Energie (in Form von Essen) zugeführt wird als dieser verbrennt, wandelt er die überschüssige Energie in Fettreserven für schlechte Zeiten um. In der Vergangenheit war dies ein großer Überlebensvorteil und somit durchaus nützlich. In Zeiten der ständigen Verfügbarkeit von Lebensmitteln entpuppt sich diese Eigenschaft allerdings als unnötig und ungesund.
Die Überversorgung mit Energie beim Hund kann verschiedene Ursachen haben. So kann es schlicht und einfach sein, dass der Hund zu viel Futter bekommt oder dass bei der Berechnung der Tagesration vergessen wird, die kleinen Leckerlis, die das Hundeleben doch so angenehm machen, mit einzurechnen. Gerade ältere Hundehalter, die selbst nicht mehr so mobil sind, versuchen ausgefallene Spiel- und Toberunden mit dem geliebten Vierbeiner durch ein extra Leckerli hier und da zu kompensieren. Das ist sicherlich lieb gemeint, ist aber absolut falsch.

Auch ändert sich der tägliche Kalorienbedarf von Hunden über die Jahre. Ältere Hunde verbrauchen deutlich weniger Kalorien als junge. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, wenn Sie sich unsicher über die ideale Futtermenge für Ihren Liebling sind. Es kann aber auch sein, dass das Übergewicht eines Hundes organische Ursachen hat. Das
ist zum Beispiel bei einer Schilddrüsenüberfunktion der Fall oder wenn der Hund unter einer Überfunktion der Nebenniere leidet. Ein weiterer Grund für Übergewicht beim kann eine Kastration sein.Kastrierte Hunde verspüren häufig einen größeren Appetit, haben aber gleichzeitig weniger Lust auf Bewegung. Die Folge: Speck an Stellen, wo keiner hingehört.

Welche gesundheitlichen Folgen hat Übergewicht beim Hund?

Nicht nur, dass ein zu dicker Hund meistens nicht allzu gut aussieht und träge wird – Übergewicht beim Hund hat vor allem weitreichende Folgen für die Gesundheit.
Unter dem Mehrgewicht leiden die Gelenke und Knochen des Hundes, was bei ihm wiederum zu Schmerzen beim Bewegen führt.
Auch neigen übergewichtige Hunde dazu, kurzatmig zu sein und dadurch schwer Luft zu bekommen. Ebenso hat ein übergewichtiger Hund ein vielfach erhöhtes Risiko, an Diabetes zu erkranken. Übergewicht beim Hund schwächt dessen Immunsystem und macht ihn somit anfälliger für Infekte, Tumore und Allergien. Die Lebenserwartung eines zu dicken Hundes ist um bis zu zwei Jahre niedriger als die eines normalgewichtigen. Allein schon deshalb sollte ein fülliger Hund seine überflüssigen Pfunde schnell wieder verlieren.

Wie kann ich gegen Übergewicht bei meinem Hund vorgehen?

Ein Hund selbst ist sich seines Übergewichts nicht wirklich bewusst und kann deshalb auch nicht aktiv dagegen steuern. Es ist nun Ihre Aufgabe, den Hund bei dieser Angelegenheit zu unterstützen. Grundsätzlich gilt es, den Hund mehr Kalorien verbrauchen zu lassen als er aufnimmt. Dies geschieht durch eine verminderte Kalorienzufuhr gepaart mit mehr Bewegung.
Als ideal erwiesen haben sich spezielle Diätfutter, die kalorien- und fettreduziert sind. Bevor Sie allerdings eine konkrete Maßnahme ergreifen, besuchen Sie bitte unbedingt Ihren Tierarzt und klären Sie mit ihm die Ursachen für das Übergewicht. Erstellen Sie gemeinsam mit ihm einen Ernährungs- und Bewegungsplan. Nur so können Sie sicher sein, dass Ihr vierbeiniger Freund alle Nährstoffe erhält, die er benötigt.

Gibt es einen Jo-Jo- Effekt bei Hunden?

Damit der wieder erschlankte Hund sich möglichst für immer an seiner neuen Topform erfreuen kann, ist es wichtig, auch nach Beendigung der Diät auf seine Ernährung zu achten. Ansonsten sind die mühsam abgesparten und abtrainierten Pfunde schneller wieder auf den Hunderippen als Sie „bei Fuß“ sagen können.

Achten Sie in Zukunft darauf, dass sich Bewegung und Belohnung in Form von Leckerlis die Waage halten und achten Sie genau auf die Futtermengen.
So machen Sie Ihrem vierbeinigen Begleiter die schönste Freude.

Auf unseren Seiten zum Thema Dicker Hund finden Sie noch viele weitere Informationen.

Hunde werden immer älter! Krankheiten erkennen und vorbeugen.

Krankheiten bei älteren Hunden erkennen

Bonn (ots) – Bello ist heute mal wieder extrem träge. Sein Mittagsschläfchen will nicht enden, nur ab und zu trottet er gemächlich zu seinem Futternapf, um ein paar Happen zu sich zu nehmen.

Muss ich mir Sorgen machen? Diese Frage stellen sich viele Hundehalter, wenn der vierbeinige Hausgenosse schon einige Jährchen auf dem Buckel hat und Verhaltensänderungen sichtbar werden.

Einfach nur dem Alter geschuldet?
Schließlich macht es sich auch Opa zunehmend auf seinem Ohrensessel gemütlich, aber Opa ist ja auch schon 80 Jahre alt, Bello gerade mal erst 8.

Achtung! Hundejahre zählen mehr als Menschenjahre.
Demnach ist Bello eigentlich schon ziemlich alt, da darf sich das ein oder andere Zipperlein bemerkbar machen.
Je nach Rasse beginnt der Alterungsprozess zwischen sechs und neun Jahren.
Eine Studie der Veterinärklinik München aus den 90er Jahren belegt, dass sich die durchschnittliche Lebenszeit beim Hund seit Mitte der 80er Jahre um rund ein Jahr erhöht hat.
Damit einher gehen verständlicherweise eine nachlassende Leistungsfähigkeit, immer häufiger auch altersbedingte Erkrankungen. Herz und Kreislauf können den vierbeinigen Senioren zu schaffen machen, der gesamte Bewegungsapparat leidet unter Abnutzungserscheinungen, Arthrose von Hüftgelenk und Kniegelenk sind häufig diagnostizierte Krankheiten beim Hund.
Rund 30.000 ältere Hunde leiden auch an Diabetes mellitus, andere an einer Nebennierenrindenüberfunktion, dem sogenannten Cushing-Syndrom, das mit zahlreichen und vielseitigen Symptomen einhergeht.

Im Alter bleibt es leider häufig nicht bei einer Krankheit. Tierärzte sprechen dann von Mehrfacherkrankungen. Untersuchungen haben gezeigt, dass diese so genannte Multimorbidität bereits im Alter von sechs Jahren beginnt. Es kann sich dabei um klassische Alterskrankheiten, aber auch um verschleppte Jugendkrankheiten handeln, die bis zum Alter hin chronisch geworden sind. Regelmäßige Altersvorsorgeuntersuchungen schaffen schnell Gewissheit. Noch besser ist es, Hunde schon vor Eintritt in die Seniorphase dem Tierarzt regelmäßig vorzustellen. Bei frühzeitigen Vorsorgeuntersuchungen hat der Tierarzt die Möglichkeit, das Tier im wahrsten Sinne auf Herz und Nieren zu untersuchen und geeignete Therapien einzuleiten.

Das Alter des Hundes versteht man besser, wenn man es mit Menschenjahren vergleicht. Große Hunderassen beispielsweise haben bereits mit sechs Jahren die Seniorenphase erreicht, mittlere Rassen mit acht bis neun Jahren. Kleine Rassen werden sehr viel älter und zählen erst mit neun Jahren zu den Senioren. Der achtjährige Bello also hat das Recht ein wenig kürzer zu treten, auch wenn er gesund ist und ein Geriatriecheck Entwarnung gegeben hat.

Mehr Informationen zu altersbedingten Krankheiten finden Sie hier: Hundegesundheit

 

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