Kangal

Der türkische Hütehund Kangal

Der Kangal ist ein großer und eindrucksvoller Herdenschutzhund. Sein massiges und muskulöses Erscheinungsbild verschafft ihm Respekt. Das Wesen des Hundes ist von Selbstbewusstsein und Durchsetzungskraft geprägt.

Rasseporträt: Kangal – Karabash („Schwarzkopf“)

Die anderen geläufigen Namen des Kangals: Karabaş (türkisch für „Schwarzkopf“), Karabash, Akbaþ, Türkischer Hirtenhund, Çoban Köpeði, Anatolischer Hirtenhund, Sivas
Ursprungsland Türkei
Lebenserwartung 15–20 Jahre
Verwendung früher Hirtenhunde
Verwendung heute Herdenschutzhund, Hütehund
Widerrist Rüde: 76 – 81 cm Hündin: 71 – 76 cm
Gewicht Rüde 50 – 66 kg Hündin 41 – 54 kg
Fell kurz, stockhaarig, doppeltes Haarkleid, weder wellig noch flauschig
Fellfarben einfarbig: von cremefarben bis Falbe mit schwarzer Maske.

Über den Ursprung der großen Hunderasse besteht bei Historikern Uneinigkeit. Einige Forscher vermuten, dass frühe Vorfahren des Hundes bereits vor mehr als 10.000 Jahren von Nomaden zum Schutz von Schafherden eingesetzt wurden. Die Namensgleichheit mit der türkischen Stadt Kangal weist auf eine Herkunft von dort hin.
Trotz ihrer langen Tradition wurde die Rasse erst im Jahr 2018 durch den internationalen Zuchtverband FCI anerkannt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Verband die Hunde mit anderen Rassen unter dem Namen „Anatolischer Hirtenhund“ zusammengefasst.

Kangals sind hinsichtlich Ernährung, Unterbringung und Pflege als äußerst genügsame Tiere bekannt. Trotzdem gibt es bei deren Haltung einige Dinge zu beachten. Durch ihre Abstammung und die angeborenen Schutzinstinkte ist die Rasse fremden Hunden und nicht vertrauten Menschen gegenüber misstrauisch oder gar ablehnend. Kangals müssen deshalb konsequent geführt und entsprechend ihres beschützenden Wesen erzogen werden.
Trotz ihrer herausfordernden Eigenschaften erfreuen sich Kangals auch bei uns einer hohen Beliebtheit. Viel Auslauf und eine abwechslungsreiche Beschäftigung sind dabei ein Muss. Eine Haltung in der Stadt ist nicht empfehlenswert. Seit dem steigenden Bestand von Wölfen, wird die große Hunderasse auch in unseren Breiten vermehrt als Herdenschutzhund eingesetzt.

Geschichte und Herkunft

Was die Herkunft der Rasse angeht, gibt es unterschiedliche Ansätze. Egal welcher Theorie man Glauben schenkt: Zweifellos handelt es sich um eine sehr alte, traditionsreiche Hunderasse.

Folgt man dem türkischen Kangal-Zuchtverein, wurden die Hunde bereits von den Assyrern und den Babyloniern zum Schutz vor Löwen und Tigern gezüchtet.
Einige Historiker gehen davon aus, dass Kangals von nach Anatolien wandernden Nomaden als Herdenschutzhunde eingesetzt wurden. Urheimat der Rasse wäre dementsprechend das Himalaya-Gebirge. Von dort wären die Hunde – so die Theorie – weiter nach Spanien, über Gesamteuropa und schließlich nach Kleinasien (Anatolien) gekommen.
Durch Ackerbau und Viehzucht wurden die Hunde erstmal in der anatolischen Bergregion Sivas, im Osten der heutigen Türkei, angesiedelt. Besondere Bedeutung kommt hier der Kleinstadt Kangal zu, die in Deutschland Namensgeber für die stolze Hunderasse wurde.
Die Viehzucht in der Region war oft die einzige Lebensgrundlage der Familien, was die besondere Bedeutung der Hunde hervorhebt. Eine Anforderung, die die große Hunderasse in aller Regel jedoch mit Bravour erledigte.

Kangals wurden in Ostanatolien jahrhundertelang als zuverlässige Bewacher von Schafherden eingesetzt und erhielten aufgrund ihrer schwarzen Maske den Namen Karabash (Schwarzkopf). Wegen ihrer Herkunft zählen Kangals zu den anatolischen Hirtenhunden (türkisch: Coban Köpegi).

Die geografische Lage und die kargen Verhältnisse forderten von den Hirtenhunden einiges ab. Ohne menschliche Begleitung waren sie mit der Bewachung der Herde betraut und oft wochenlang auf sich gestellt. Führt man sich die Herkunft der Hunde vor Augen, wird auch schnell klar, wie die große Hunderasse zu ihrer Robustheit und ihren typischen Eigenschaften, wie Selbständigkeit und Abgrenzung gegenüber Fremden, kam.
Heute wird der Kangal, neben seiner Tätigkeit als Herdenschutzhund, vermehrt auch als Wachhund eingesetzt. Seit einigen Jahrzehnten trainiert die türkische Armee den Hund auch für militärische Zwecke.

In der Türkei sind heute noch etliche Legenden mit den eindrucksvollen Hunden aus Anatolien verbunden. Wen wundert es, dass der Rasse zwischenzeitlich mehrere Gedenkmünzen und Briefmarken gewidmet wurden? Der Hund ist in der Türkei seit Generationen Teil des Kulturguts.
Gemessen an der jahrtausendealten Geschichte, ist der Verlauf der modernen Rassezucht geradezu schnell erzählt:
Bemühungen, eine reinrassige Kangal-Zucht sicherzustellen, gab es bereits im 18. Jahrhundert.
Zu einer Verbreitung über die Landesgrenzen hinaus kam es erstmalig im Jahr 1965. Zunächst wurde die Rasse nach Großbritannien eingeführt, später folgten dann die USA, die Niederlande, Frankreich und der Rest Europas.

Mitte der Neunzigerjahre (1996) fand ein erstes internationales Symposium zur Rasse statt. Die Turkish Standards Institution (vergleichbar mit dem Deutschen Institut für Normung) registrierte die Rasse 1997, das türkische Landwirtschaftsministerium zog im Jahr 2006 nach.
Seit dem Jahr 1980 wurden Kangals durch den internationalen Zuchtverband FCI mit weiteren Rassen unter dem Überbegriff Anatolischer Hirtenhund gelistet. Nach langer und heftiger Kritik durch türkische Kangal-Züchter wurde diese Zusammenfassung schließlich aufgelöst.
Seit Juni 2018 werden Kangals nun als eigene Rasse, mit detaillierter Beschreibung, geführt.

Erscheinungsbild

Zunächst fallen die beeindruckenden Maße des Hundes ins Auge: Am Übergang vom Hals zum Rücken (Widerrist) sind Hündinnen zwischen 65 und 73 Zentimeter groß. Rüden werden sogar zwischen 72 und 78 Zentimeter.

Mit einem Gewicht zwischen 48 und 60 Kilogramm (Hündinnen: 40 bis 50 Kilogramm) zählt der Kangal zu den schwersten Hunderassen überhaupt. Interessanterweise liegt das Gewicht bei Zuchten außerhalb seines Stammlandes Türkei bei bis zu 70 Kilogramm, was mit der abweichenden Ernährung der Hunde zu erklären ist.

Der Kangal ist ein großer, kräftig gebauter Hund. Ähnlich wie ein Mastiff wird er als molossoider Hundetyp bezeichnet. Darunter fallen Hunde mit einem besonders massigen und muskulösen Äußeren. Der Körperbau ist äußerst robust und hat eine rechteckige Form. Der Körper ist etwas länger (10 – 12%) als die Widerristhöhe.
Kennzeichnend für Kangals ist die schwarze Maske. Daneben sind Ohren und Nase des Hundes ebenfalls schwarz.
Ein reinrassiger Kangal ist laut Vorgaben der FCI immer einfarbig. Die Farbe des Fells reicht dabei von hellgrau-braun beziehungsweise mattgold, bis hin zu stahlgrau. Aufgrund ähnlicher Fellfarbe sind Kangals farblich von den Weidetieren, die sie beschützen sollen, oft nicht zu unterscheiden.

Das Fell wird – abhängig von der Jahreszeit – bis zu sieben Zentimeter lang. Dieses dicke und harte Schutzfell hat bei kaltem Wetter eine dichte Unterwolle. In der warmen Jahreszeit wird ein großer Teil dieser Unterwolle abgeworfen und lässt ein glattes, anliegendes Deckhaar zurück. Das Fell schützt die große Hunderasse vor Frost im Winter und Sonneneinstrahlung im Sommer.

Dieser Hund ist majestätisch! Von weitem ist der Kangal an seinem auffälligen Gang erkennbar. Sein ansehnlicher, gleichmäßiger Gang vermittelt einen entspannten Eindruck, trotzdem wirken die Bewegungen geschmeidig und gleichmäßig. Der Hund mag langsamere Bewegungen. Bei Bedarf kann diese auch einem imponierend schnellen Tempo weichen. Auf kurzer Strecke erreicht der Kangal dabei Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h – ähnlich einem Wolf. Dabei bleibt der Rücken immer kerzengerade.

Charakter des Hundes

Der Kangal ist ein Herdenschutzhund – und so verhält er sich auch. Wachsamkeit und Schutzinstinkte liegen im Erbgut des Hundes.
In ihrer Heimat waren die Hunde reine Arbeitstiere. Zuwendungen durch Menschen kannten Sie dort kaum.
Ihr Auftreten ist dadurch selbstbewusst und eigenständig. Andere Herdenschutzhunde stehen im Verruf impulsiv und unüberlegt zu agieren. Der Kangal hingegen geht besonnen und diszipliniert vor.
Zu den Personen in seinem direkten Umfeld bauen sie eine enge Bindung auf. Fremden Hunden und Menschen begegnen sie aber mit Argwohn, zuweilen auch mit Misstrauen. Diese Zweifel bringen die Kangals durch aufgestellten Schwanz und Ohren zum Ausdruck.

Ihrem Stamm nach handelt sich um sehr nachtaktive Hunde. Je weiter die Dämmerung vorangeschritten ist, umso wachsamer werden Kangals. Wenig überraschend, dass die Hunde dafür bekannt sind, nachts gerne einmal zu bellen.

Sein Territorium bewacht und beschützt der Herdenschutzhund selbständig, notfalls bis auf das Äußerste. Der Hund versucht zunächst mittels eindeutiger Warnungen, potentielle Feinde in die Flucht zu schlagen. Eindringlingen in Hof oder Herde stellt er sich ohne Wenn und Aber entgegen.
Kommt es zu einem Kampf mit diesem Herdenschutzhund, ziehen seine Gegner meistens den Kürzeren. Selbst in einem Beißkampf mit einem Wolf ist der Kangal in der Regel der Überlegene.
Nicht zuletzt wegen dieser Charaktereigenschaften werden Kangals vermehrt auch hierzulande eingesetzt, um Schafe vor Übergriffen von Wölfen zu schützen. In Afrika sind Regionen bekannt, in denen der Hund sogar zum Schutz vor Geparden eingesetzt wird.

Haltung

Entsprechend seiner Herkunft begnügt sich ein Kangal mit einer äußerst bescheidenen Lebensweise. Zum einen betrifft das die Unterbringung: Nachts fühlen sich die Tiere draußen im Freien am wohlsten. Ihrer Abstammung nach, verbringen sie ohne Probleme das ganze Jahr unter freiem Himmel. Was die Nahrung betrifft, begnügen sich die Hunde mit einfachem (aber hochwertigem) Trockenfutter.

Kangals sind sehr freiheitsliebend. Ein ausreichend großes Grundstück zum Auslauf ist optimal, zu kleine Umgebungen führen zu Stress. Durch den Trieb des Hundes, stets Wache zu halten, ist die klare Abgrenzung des Grundstücks, etwa durch einen massiven Zauns aus Stahl, empfehlenswert. Zwinger oder Kette sind nicht artgerecht. Die Haltung in einer Stadtwohnung schließt sich damit normalerweise kategorisch aus. Nur außerstädtisch fühlt sich der Hund richtig wohl!

Doch auch Achtung bei der Haltung auf dem Land: Als Herdenschutzhunde suchen Kangals das Grundstück und die Einzäunung gerne nach Schwachstellen ab. Nicht zum Spielen, sondern zur Gefahrenabwehr! Es empfiehlt sich deshalb, den Zaun durch einen Untergrabenschutz besonders zu sichern. Auch Pflanzen oder ein etwa vorhandener ‚englischer Rasen‘ sind in Gefahr. Kangals lieben es, den Boden aufzuscharren und Kuhlen oder Höhlen anzulegen.

Problematisch wird, aufgrund der Eigenschaften des Hundes, eine Anschaffung für Anfänger sein. Nur erfahrene und durchsetzungsstarke Hundebesitzer sollten die Haltung eines Kangals in Betracht ziehen. Der Kangal ist kein Einsteigerhund!

Wer um dessen Herkunft weiß, kann sich denken, wie viel Auslauf der Hund benötigt. Regelmäßige, ausgedehnte Spaziergänge sind deshalb verpflichtend.
Nur eingeschränkt empfehlenswert ist die Eignung als Familienhund. Schon alleine durch seine enorme Größe und sein massives Gewicht kann das Spielen mit Kindern unter Umständen ziemlich rau werden.

Die Haltung zusammen mit anderen Tieren im Haushalt, wird ebenfalls konfliktbehaftet sein. Weitere Hunde sind für den Kangal Konkurrenz, die zu ernsten Rangstreitigkeiten führen können. Katzen könnte er sogar als Beute ansehen.

Bevor ein Kangal ins Haus kommt, sollte sich der künftige Besitzer ausreichend Gedanken zur Haltung gemacht haben. Der Hund stellt alleine durch seine Maße und seinen besonderen Charakter eine Herausforderung für jeden Hundehalter und dessen Umgebung dar. Nur wenn das Umfeld, die Umgebung, die Erfahrung (!) und der Wille zur konsequenten Erziehung gegeben sind, kann das Zusammenleben gelingen.

Erziehung

Die Erziehung sollte langsam, aber immer diszipliniert begonnen werden. Vorwissen über rassetypisches Verhalten ist hier zwingend erforderlich. Die Unterweisung eines Herdenschutzhundes erfordert viel Zeit. Und meist noch mehr Geduld. Nicht immer werden Befehle des Herrchens gleich befolgt, ein Kangal hat seinen eigenen Kopf. Blindes Gehorsam kennt er nicht. Übermäßige Härte oder gar Gewalt sind trotzdem nie zielführend. Angesagt sind positive Motivation und Belohnung.

Der Kangal braucht Personen, auf die er hinaufblicken kann, Anführer und Respektspersonen. Niemals darf das Tier an dominanter Stelle stehen – die Auswirkungen wären fatal.
Gewünschtes Verhalten muss gefördert, unerfreuliches Benehmen sollte möglichst zeitnah korrigiert werden.
Nie außer Acht gelassen werden darf der Ursprung als Herdenschutzhund. Besondere Beachtung muss deshalb Situationen geschenkt werden, die der Hund bisher nicht erlebt hat. Gleiches gilt für nicht vertraute Hunde oder Menschen. Solche Gegebenheiten führen oft dazu, dass die Schutzinstinkte des Hundes geweckt werden. Solche Situationen sind dann für Außenstehende nur noch schwer kontrollierbar. Oberste Priorität der Erziehung sollte deshalb sein, dass der Halter des Kangals zu jeder Zeit die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich ziehen kann.

Bemerkenswert sind die verschiedenen Reifestufen des Tieres. Die Reife dieser großen Hunderasse kann ganze vier Jahre dauern. Erst nach der Zeit der Entwicklung zeigt sich der wahre (und endgültige) Charakter des Kangals. In dieser Zeit wird sich das Verhalten des Hundes elementar ändern. Der Hundefreund und das Umfeld werden dadurch vor großen Herausforderungen stehen, die es zu überstehen gilt.
Beharrlichkeit und Beständigkeit sind auch in dieser Zeit die besten Ratgeber. Dies ist auch der Grund, warum die Hunde in ihrem Ursprungsland Türkei erst nach dieser Zeit als vollwertigen Schutz der Schafherden eingesetzt werden. Und dies ist leider auch der Hintergrund, warum so viele Kangals, wegen Überforderung ihrer Halter, in deutschen Tierheimen zu finden sind.
Mit Geduld und Konsequenz gelingt eine Integration in die häusliche Familie, wo der Hund eine enge Bindung zu den Familienmitgliedern aufbaut. Deren Schutz hat für den Kangal dann oberste Priorität. Ihnen ist er treu, für sie verhält er sich fürsorglich.
Trotzdem muss der Kangal aufgrund seiner Historie immer mehr als Schutz- und Wachhund denn als Haus- und Kuschelhund angesehen werden.
Er wird auch keine Stöcke apportieren, dafür nimmt er sich und seine Rolle im Rudel zu ernst.

Pflege

Kangals sind hinsichtlich der Pflege unkomplizierte Tiere. Das kurze Fell macht keine großen Probleme. Regelmäßiges Bürsten, verstärkt beim halbjährlichen Fellwechsel, ist ausreichend. Baden – mit Ausnahme bei großer Verschmutzung – ist normalerweise nicht erforderlich.
Sinnvoll ist, wie bei allen Hunden, eine regelmäßige Kontrolle der Ohren, der Augen, der Zähne und der Pfoten. Gegebenenfalls sind diese Partien dann fachgerecht zu reinigen.
Parasiten, wie Flöhe und Zecken, werden mit bewährten Mittel des Veterinärs bekämpft.

Krankheiten

Der Kangal gilt als äußerst robust. Erkrankungen, die bei Kangals gehäuft auftreten, sind nicht bekannt. Wie die meisten großen Hunderassen ist der Hund aber auch für Hüft- und Schultergelenksdysplasien anfällig. Außerdem kann eine bei Freunde der großen Hunderassen gefürchtete Magendrehung auftreten.
Bei guter Gesundheit und entsprechender Pflege wird ein Kangal zwischen 9 und 11 Jahre alt.

Ist der Kangal ein gefährlicher Hund?

In den Bundesländern Hessen und Hamburg wird der Kangal mittlerweile als Listenhund geführt. Dabei wird seitens der Behörden die Gefährlichkeit der Rasse vermutet. Bedauerlicherweise muss gesagt werden, dass diese Einstufung nicht grundlos erfolgte. Die Meldungen reißen nicht ab, in denen andere Hunde oder unbeteiligte Passanten von Kangals gebissen wurden. Zuletzt machte die Geschichte einer 72 Jahre alten Frau aus dem schwäbischen Frohnstetten die Runde, die von einem Kangal sogar totgebissen wurde.

Ist der Kangal aber deshalb per se ein gefährlicher Hund? Ein klares Nein.
In allen Fällen, die durch die Presse gingen, lagen die Fehler nie bei den Vierbeinern. Immer waren es falsche Haltung und eine nicht artgerechte Erziehung, die zu dem Fehlverhalten der Hunde führten.

Einige Fachleute fordern deshalb einen Sachkundenachweis für Rassen wie dem Kangal. Damit möchten sie sicherstellen, dass die Halter Verhaltensauffälligkeiten ihres Hundes rechtzeitig erkennen. Nur so können sie gegebenenfalls rechtzeitig eingreifen, um Schlimmeres zu verhindern.

Bei konsequenter Erziehung und einer Haltung, entsprechend seiner Herkunft, ist der Kangal ein freundlicher, sensibler, genügsamer und langlebiger Hund, der seiner Umwelt keinerlei Probleme bereitet.