Wissenswertes zum Auge des Hundes

Wissenswertes zum Auge des Hundes

Die Augen des Hundes sehen dem menschlichen Auge sehr ähnlich und doch unterscheiden Sie sich in einigen Dingen. Die Hundeaugen sind flacher, wie die des menschlichen Auges.
Die Linsen des Hundeauges können nicht so gut die Brennweite und die Form ändern, wie die Augen des Menschen. Die Hundeaugen sind empfindlicher gegenüber Bewegungen und Licht, was für die Hunde sehr wichtig in der Dämmerung ist und wenn sie jagen.
Allerdings scharfe Bilder können die Augen des Hundes nicht produzieren in der Situation.
Das Hundeauge besteht größten Teils aus den Stäbchen, das sind die lichtempfindlichen Zellen der Netzhaut (Retina).
Damit kann der Hund auch schwaches Licht erkennen und somit erkennen und sehen die Hunde in der Dunkelheit besser wie wir Menschen. Die Hundeaugen haben weniger ausgeprägte Muskeln um die Form der Linse zu verändern, wie unser menschliches Auge.
Somit ist die Sehkraft des Hundeauges schwächer, als die eines Menschenauges, das ist der Grund warum Hunde einen Gegenstand z.B. einen Tennisball der direkt vor ihnen liegt nur schwer sehen/finden.
Auf der anderen Seite haben Hunde aber große Pupillen.
Die Hundeaugen liegen weiter auseinander wie bei uns Menschen, was bei den Hunden zu einem generell, weit aus besseren peripheren Sehvermögen führt.
Die Unterschiede des peripheren Sehvermögen hängt auch von der Hunderasse ab.
Dieses peripheren Sehvermögen kann z.B. bei einem Pekingnesen um das 5-10 fache und bei einem typischen Terrier um das 20-30 fache liegen.

Wie schützt sich das Hundeauge

Der Augapfel des Hundes sitzt umgeben von einer Fettschicht tief in der Knochenhöhle, des Hundekopfes und wird durch die beiden Augenlider geschützt.
Wimpern wachsen beim Hund nur am oberen Augenlid und werden als Schutz vor den Kontakt mit Fremdkörpern für den Augapfel benötigt.
Das dritte Augenlid /Nickhaut wischt, vergleichbar wie ein Scheibenwischer beim Auto, Schmutzpartikel von der Hornhaut.
Die Hornhaut ist die feste, transparente Augenoberfläche.
Die klare Tränenflüssigkeit schützt das Hundeauge vor Infektionen, beugt dem austrocknen des Hundauges vor und sichert somit eine klare Sicht für die Hundeaugen.

Allgemeines zu Augenkrankheiten beim Hund

Auch Hunde können von Augenerkrankungen betroffen sein.
Diese Augenkrankheiten sind für einen Laien nur schwer zu erkennen, und es kann schnell zu einer nicht wieder gut zumachenden Schädigung des Hundeauges kommen.
Deswegen sollten Sie bei Problemen am Hundeauge einen Tierarzt aufsuchen.
Hinweis:
Auf keinen Fall sollte der Hund mit Augentropfen behandelt werden die für Menschen gedacht sind.
Augenkrankheiten oder Augenveränderungen des Hundes gehören immer in die Hände von Spezialisten z.B. einen Tierarzt/einer Tierärztin die einen Schwerpunkt auf Augenerkrankungen, Augenheilkunde des Hundes gelegt haben.

Symptome bei Augenerkrankungen des Hundes

Es gibt Augenerkrankungen beim Hund die keine äußeren Veränderungen verursachen, aber Anzeichen/Symptome von Schmerzen und eine Sehverminderung des Hundes zeigen.
Offensichtliche Anzeichen/Symptome einer Augenerkrankung des Hundes z.B.
– Verstärkte Reizbarkeit des Hundes
– Appetitlosigkeit des Hundes
– Ungewohnte Berührungsempfindlichkeit des Hundes
– Winseln des Hundes
– Der Hund wirkt lethargisch
– Der Hund ist überdurchschnittlich Lichtempfindlich
– Zusammen kneifen der Augen ist auch ein Schmerzhinweis
Gründe für Tränenfluss bei einem Hund
– wenn die Tränen nicht frei in die Nasenhöhle ablaufen können>
– durch eine Allergie
– durch Wind
– durch eine physikalische Reizung

Der Hund hat Augenprobleme – welche Maßnahmen sind nötig?

Bei diesen Augenproblemen des Hundes ist ein sofortiger Tierarztbesuch notwendig:
– Blutung, Bluterguss (Hämatom), Schwellung, des Hundeauges
– Fremdkörper im Auge des Hundes oder auch Blut verursachen Tränen, Schielen, Blinzeln, Lichtüberempfindlichkeit oder auch Reiben.
– Das Auge des Hundes hängt heraus
– Pupillen sind erweitert (mit Schockanzeichen)
– Die Augenoberfläche des Hundeauges ist beschädigt

Bei diesen Augenproblemen des Hundes ist ein Tierarztbesuch am selben Tag notwendig

– Der Hund will sein Auge nicht öffnen
– Ein oder beide Hundeaugen sind größer wie sonst
– Das Auge des Hundes hat gelbe oder grüne Absonderungen
– Das Auge des Hundes ist stark blutunterlaufen
– Das Auge des Hundes „läuft rhythmisch“ in eine Richtung
– Der Hund hält das Auge wegen Schmerzhaftigkeit geschlossen
– Die Augenoberfläche des Hundeauges ist trüb
– Die Augenoberfläche des Hundeauges ist grau
– Die Pupillen sind unregelmäßig
– Die Pupillen sind erweitert (ohne Schockanzeichen)

Welche Arten von Augenkrankheiten beim Hund gibt es?

– Angeborene Augenkrankheiten / Augenveränderungen
– Erworbene Augenkrankheiten / Augenveränderungen

Gefährdete Hunderassen für Augenkrankheiten

Hunderassen die dazu neigen das sich die Augenlider nach innen rollen,

Entropium

– Berner Sennenhund
– Bernhardiner (die oberen Augenlider)
– Bluthund
– Bulldogge
– Cockerspaniel
– Chow-Chow
– Deutsche Dogge
– Golden Retriever
– Labrador Retriever
– Pyrenäenberghund
– Shar Pei (die oberen und unteren Augenlider)

Hunderassen die dazu neigen das sich die Augenlider nach außen rollen, Ektropium

– Jagdhunde
– Schwergewichtige Riesenrassen
– Spaniel

Hunderassen die zu einen Kirschauge (anschwellen des dritten Lides) neigen,

Protrusion des dritten Lides
– Beagel
– Bluthund
– Boston Terrier
– Boxer
– Bulldogge
– Cockerspaniel
– Lhasa Apso
– Shar Pei

Hunderassen die zu einen Rollen des dritten Lides neigen,

Eversion des dritten Lides
– Deutsche Dogge
– Irischer Wolfshund
– Neapolitanischer Mastiff
– Neufundländer
– Weimaraner

Hunderassen die zu abnormen Wimpern neigen

– Bulldogge
– Cockerspaniel (die oberen Augenlider)
– Dackel
– Pekingnese
– Pudel
– Weimaraner

Hunderassen die zu trocknen Augen neigen

– Bulldogge
– Cavalier King Charles Spaniel
– Cockerspaniel
– Lhasa Apso
– West Highland White Terrier (ist die am häufigsten betroffene Hunderasse)

Hunderassen die zu verstopften Tränenkanälen neigen, (vererbt)

– Bichon Frise
– Lhasa Apso
– Malteser
– Pomeranien
– Pudel
– flachgesichtige Hunderassen
– Zwerghunderassen

Hunderassen die zu einer oberflächigen Korneadystrophie neigen,

– Beagel
– Cavalier King Charles Spaniel
– Collies
– Deutscher Schäferhund
– Sibirischer Husky

Hunderassen die zu einer tiefen Korneadystrophie neigen,

– Boston Terrier
– Chihuahua
– Dackel

Hunderassen die zu einem absterben der Blutgefäße und der Retinazellen neigen, Progressive Rentinalatrophy (PRA)

in den ersten beiden Lebensjahren
– Akita
– Cardigan Welsh Corgie
– Collie
– Dackel
– Gorden-Setter
– Irish-Setter
– Norwegischer Elchhund
– Tibet-Terrier
– Zwergschnauzer

Hunderassen die zu einem absterben der Blutgefäße und der Retinazellen neigen,

Progressive Rentinalatrophy (PRA
wo die PRA erst später ausbricht
– Cockerspaniel
– Golden Retriever
– Labrador Retriever

Hunderassen die zu einem absterben der Blutgefäße und der Retinazellen neigen, betrifft nur die Mitte der Rentina.

Zentrale Progressive Rentinaatrophie
– Border Collie
– Golden Retriever
– Labrador Retriever
– Rauhhaarcollie

Augenkrankheiten/Augenveränderungen beim Hund von A – Z

Angeborene Augenkrankheiten/Augenveränderungen beim Hund

Angeborene Augenkrankheiten/Augenveränderungen des Hundes sind schon bei seiner Geburt vorhanden, bzw. auf Grund einer Erbanlage können diese im weiteren Verlauf des Lebens vom Hund zu Augenschäden führen.

Erworbene Augenkrankheiten/Augenveränderungen beim Hund


Erworbene Augenkrankheiten/Augenveränderungen, sind Krankheiten des Hundeauges, die sich erst später im Leben des Hunde zeigen, entstehen.

Verabreichen von Augenmedikamenten für den Hund, allgemein

Es ist wichtig das das Augenmedikament für den Hund in dem Auge wirklich da ankommt wo es hin soll.
Bei manchen Hunden ist in diesem Fall Teamarbeit nötig.
Das heißt eine Person hält den Hund fest und beruhigt ihn, die andere Person verabreicht die Augenmedizin.
Haben sie einen kleinen Hund kann es sinnvoll sein diesen erhöht zu setzen z. B. auf einen Stuhl oder ähnliches.
Bei größeren Hunden sollten Sie ruhig mit ihm reden und ihn da sitzen lassen wo er nicht entweichen kann, z.B. in einer Ecke.
Wird das Augenmedikament verabreicht muss darauf geachtet werden das die Salbentube oder die Tropfenflasche niemals direkten Kontakt mit dem Hundeauge hat.
Dieser Kontakt könnte zu einer Verletzung der Augenoberfläche führen.
Es könnte durch eine eventuelle Verschmutzung/Verunreinigung auch zu einer Infektion des Hundeauges kommen.
Es sollten stets die Dosierungsanweisungen auf der Packungsbeilage beachtet, bzw. die Augenmedikamente dem Hund nach Anweisung des Arztes gegeben werden.
Reste von den Augenmedikamenten des Hundes bitte nicht über den Hausmüll entsorgen.
Nach jeder Medikamentengabe sollten Sie ihren Hund loben und belohnen.

Augentropfen dem Hund verabreichen – Wie?

Vor dem verabreichen der Augentropfen für den Hund
– evtl. Absonderungen entfernen, mit einem in lauwarmen Wasser getränkten Wattebausch

Verabreichen der Augentropfen für den Hund
– Lidspalte öffnen
– Augentropen unter das untere Lid geben
Verteilen der Augentropfen für den Hund
– kurz das Hundeauge schließen und sanft mit dem Daumen und Zeigefinger die Augentropfen verteilen.

Einem Hund Augensalbe verabreichen – Wie?

Vor dem verabreichen der Augensalbe für den Hund
– evtl. Absonderungen entfernen, mit einem in lauwarmen Wasser getränkten Wattebausch
– die Tube mit der Augensalbe einen Moment mit der Hand erwärmen
Verabreichen der Augensalbe für den Hund
– Lidspalte öffnen
– Die Hand, in der sich die Salbentube befindet, an den Kopf des Hundes legen (da sonst Verletzungsgefahr für den Hund besteht wenn er sich bewegt)
– Augensalbe nun zwischen den Augapfel und das untere Lid geben
Verteilen der Augensalbe für den Hund

– kurz das Hundeauge schließen und sanft mit dem Daumen und Zeigefinger die Augensalbe verteilen.

Hinweis:
Augensalben für den Hund erscheinen im „kalten Zustand“ oft weiß oder grau.
Durch die Körperwärme des Hundes werden die Augensalbe schnell farblos.