Übergewicht beim Hund – Ist mein Hund zu dick?

 

Woran erkenne ich, ob mein Hund Übergewicht hat?

Ob Ihr Hund übergewichtig ist, lässt sich anhand verschiedener Kriterien feststellen. Zunächst einmal sollten Sie den Hund wiegen. Das kann auf speziellen Tierwaagen beim Tierarzt geschehen oder auch einfach zu Hause mit einer normalen Personenwaage. Um dabei möglichst genaue Ergebnisse zu erzielen, stellen Sie sich am besten gemeinsam mit Ihren Vierbeiner auf die Waage und ziehen anschließend das eigene Körpergewicht ab. Wie viel ein Hund wiegen sollte, ist für eingetragene Rassen festgelegt. Hier gibt es Normgrößen und –gewichte, anhand derer Sie sich orientieren können.

Auch ein einfacher Test, für den keine Waage oder ähnliches benötigt wird, gibt Hinweise darauf, ob ein Hund zu dick ist. Wenn Sie beim Streichen über den Brustkorb des Vierbeiners keine Rippen mehr spüren können, ist er aller Wahrscheinlichkeit nach zu dick. Ein weiteres Indiz für einen zu dicken Hund ist Trägheit. Der Hund einstmals so agile Hund will den ganzen Tag nur faul auf der Couch liegen und läuft allenfalls mal zum Futternapf und zurück – ein Teufelskreis beginnt.
Bevor Sie Ihren Hund nun eigenmächtig auf Diät setzen, besuchen Sie bitte unbedingt einen Tierarzt, mit dem Sie das weitere Vorgehen detailliert durchsprechen und der klärt, ob das Übergewicht oder die Trägheit eventuell organische Ursachen hat. Sonst schaden Sie Ihrem Liebling womöglich mehr als dass Sie ihm helfen.

Wie das Herrchen so der Hund?

Laut Einschätzungen der Welt Gesundheitsorganisation ist mittlerweile jeder dritte Mensch auf der Welt übergewichtig. Ähnlich verhält es sich bei Hunden. Von ihnen soll sogar annähernd jeder zweite Übergewicht haben oder gar adipös – also fettleibig – sein. Ein paar Speckröllchen sehen bei der ein oder anderen Hunderasse vielleicht niedlich aus, schaden der Gesundheit der Fellnase aber immens.

Was sind die Ursachen für Übergewicht beim Hund?

Übergewicht beim Hund entsteht wie auch beim Menschen durch eine zu hohe Energiezufuhr. Wenn dem Körper mehr Energie (in Form von Essen) zugeführt wird als dieser verbrennt, wandelt er die überschüssige Energie in Fettreserven für schlechte Zeiten um. In der Vergangenheit war dies ein großer Überlebensvorteil und somit durchaus nützlich. In Zeiten der ständigen Verfügbarkeit von Lebensmitteln entpuppt sich diese Eigenschaft allerdings als unnötig und ungesund.
Die Überversorgung mit Energie beim Hund kann verschiedene Ursachen haben. So kann es schlicht und einfach sein, dass der Hund zu viel Futter bekommt oder dass bei der Berechnung der Tagesration vergessen wird, die kleinen Leckerlis, die das Hundeleben doch so angenehm machen, mit einzurechnen. Gerade ältere Hundehalter, die selbst nicht mehr so mobil sind, versuchen ausgefallene Spiel- und Toberunden mit dem geliebten Vierbeiner durch ein extra Leckerli hier und da zu kompensieren. Das ist sicherlich lieb gemeint, ist aber absolut falsch.

Auch ändert sich der tägliche Kalorienbedarf von Hunden über die Jahre. Ältere Hunde verbrauchen deutlich weniger Kalorien als junge. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, wenn Sie sich unsicher über die ideale Futtermenge für Ihren Liebling sind. Es kann aber auch sein, dass das Übergewicht eines Hundes organische Ursachen hat. Das
ist zum Beispiel bei einer Schilddrüsenüberfunktion der Fall oder wenn der Hund unter einer Überfunktion der Nebenniere leidet. Ein weiterer Grund für Übergewicht beim kann eine Kastration sein.Kastrierte Hunde verspüren häufig einen größeren Appetit, haben aber gleichzeitig weniger Lust auf Bewegung. Die Folge: Speck an Stellen, wo keiner hingehört.

Welche gesundheitlichen Folgen hat Übergewicht beim Hund?

Nicht nur, dass ein zu dicker Hund meistens nicht allzu gut aussieht und träge wird – Übergewicht beim Hund hat vor allem weitreichende Folgen für die Gesundheit.
Unter dem Mehrgewicht leiden die Gelenke und Knochen des Hundes, was bei ihm wiederum zu Schmerzen beim Bewegen führt.
Auch neigen übergewichtige Hunde dazu, kurzatmig zu sein und dadurch schwer Luft zu bekommen. Ebenso hat ein übergewichtiger Hund ein vielfach erhöhtes Risiko, an Diabetes zu erkranken. Übergewicht beim Hund schwächt dessen Immunsystem und macht ihn somit anfälliger für Infekte, Tumore und Allergien. Die Lebenserwartung eines zu dicken Hundes ist um bis zu zwei Jahre niedriger als die eines normalgewichtigen. Allein schon deshalb sollte ein fülliger Hund seine überflüssigen Pfunde schnell wieder verlieren.

Wie kann ich gegen Übergewicht bei meinem Hund vorgehen?

Ein Hund selbst ist sich seines Übergewichts nicht wirklich bewusst und kann deshalb auch nicht aktiv dagegen steuern. Es ist nun Ihre Aufgabe, den Hund bei dieser Angelegenheit zu unterstützen. Grundsätzlich gilt es, den Hund mehr Kalorien verbrauchen zu lassen als er aufnimmt. Dies geschieht durch eine verminderte Kalorienzufuhr gepaart mit mehr Bewegung.
Als ideal erwiesen haben sich spezielle Diätfutter, die kalorien- und fettreduziert sind. Bevor Sie allerdings eine konkrete Maßnahme ergreifen, besuchen Sie bitte unbedingt Ihren Tierarzt und klären Sie mit ihm die Ursachen für das Übergewicht. Erstellen Sie gemeinsam mit ihm einen Ernährungs- und Bewegungsplan. Nur so können Sie sicher sein, dass Ihr vierbeiniger Freund alle Nährstoffe erhält, die er benötigt.

Gibt es einen Jo-Jo- Effekt bei Hunden?

Damit der wieder erschlankte Hund sich möglichst für immer an seiner neuen Topform erfreuen kann, ist es wichtig, auch nach Beendigung der Diät auf seine Ernährung zu achten. Ansonsten sind die mühsam abgesparten und abtrainierten Pfunde schneller wieder auf den Hunderippen als Sie „bei Fuß“ sagen können.

Achten Sie in Zukunft darauf, dass sich Bewegung und Belohnung in Form von Leckerlis die Waage halten und achten Sie genau auf die Futtermengen.
So machen Sie Ihrem vierbeinigen Begleiter die schönste Freude.

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