Der Cane Corso

Der Cane Corso ist eine italienische Hunderasse, die zu den molossischen Rassen gehört. Die Rasse stammt aus Apulien und Sizilien und wurde im Mittelalter als Kriegshund und Bauernhund eingesetzt. Der Cane Corso ist ein sehr …

Cane Corso
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Der Cane Corso ist eine italienische Hunderasse, die zu den molossischen Rassen gehört. Die Rasse stammt aus Apulien und Sizilien und wurde im Mittelalter als Kriegshund und Bauernhund eingesetzt. Der Cane Corso ist ein sehr kräftiger und muskulöser Hund, der eine Größe von 60-70 cm und ein Gewicht von 40-50 kg erreicht. Die Rasse ist sehr anpassungsfähig und kann sowohl in ländlichen als auch in städtischen Gebieten gehalten werden. Erfahre mehr über ihn in diesem Artikel.

Herkunft und Entstehung

Der Cane Corso stammt aus Italien, genauer gesagt findet sich seine Herkunft in Sizilien. Seine Geschichte lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen. Bereits im 4. Jahrhundert gab es diese Hunderasse als dort als Hirte-, Kriegs- und Bauernhund. Seine biologische Herkunft ist umstritten, vermutlich stammt er vom alten römischen Molosserhund ab.

Der Molosserhund war ein Begleithund der Kriegszüge der Römer. Was genau die Aufgabe dieser Hund war, ist nicht belegt. Es wird vermutet, dass sie als Wach- und Schutzhund eingesetzt worden sind. Ebenso werden sie Nachrichten übermittelt haben und als Meldehund gedient haben.

Später wurde aus dem Molosserhund der Cane Corso. Er wurde dann vorrangig als Hütehund für Haus und Hof eingesetzt.

Erschreckenderweise wurden diese Hunde auch bei Kämpfen im Zirkus eingesetzt, da sie in der Anschaffung günstiger waren als ein Löwe. Sie bildeten dennoch eine imposante Alternative, die das Publikum unterhielt.

Aus den Molosserhund wurden auch weitere Hunderassen wie der Boxer, Doggen oder Bernhardiner gezüchtet. Der Cane Corso ist dabei dem Molosserhund am ähnlichsten.

Die Namensherkunft des Cane Corso ist nicht eindeutig zu klären. Corso könne vom lateinischen „cohors“ abgeleitet wurden sein. „Cohors“ bedeutet „Hüter“ oder „Leibwächter“, was zum vorrangigen Verwendungszweck als Hütehund passen würde. Cane bedeutet im italienischen einfach nur Hund.

Seit 1996 ist er durch die FCI anerkannt. Er befindet sich dort in der Gruppe 2 der Pinscher und Schauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde

Aussehen des Cane Corso

Cane Corsos sind sehr muskulöse und kräftige Hunde, die einen athletischen, aber noch eleganten Körperbau haben. Die Rasse ist auch für ihr sehr ausdrucksstarkes Gesicht bekannt, das oft als „Maskengesicht“ bezeichnet wird.

Sie haben eine Widerristhöhe von bis zu 68 cm. Sie wiegen dabei gerade mal maximal 50 kg. Standardmäßig sollen sie etwas länger als hoch gebaut sein. Sein Gesicht sieht immer etwas nachdenklich aus. Dies kommt durch die markante Stirnfurche und die ausgeprägten Augenbrauenbögen. Seinen Ohren sind dreieckige Hängeohren. In Italien werden diese noch häufig kupiert. Dies ist in den meisten anderen Ländern verboten und kann ebenso mit der Rute durchgeführt werden.

Sein Fell ist sehr dicht und besitzt nur wenig Unterwolle. Die Farben können dabei schwarz, grau und rötlich/braun sein. Es gibt auch gestromte Varianten mit unterschiedlichen Schattierungen.

Wesen des Cane Corso

Bei guter Erziehung kann der Cane Corso einige sehr positive Charaktereigenschaften entwickeln. Sie können sehr gelehrig sein. Lassen sich gut erziehen und ordnen sich bei richtiger Führung unter. Außerdem sind sie verspielt und brauchen viel Auslauf. Gut sozialisiert sind sie ebenfalls sehr kinderlieb. Zusätzlich sind sie äußerst loyal und familientreu.

Die Familie und ihre Herde ist für sie das wichtigste, daher wird ein Cane Corso diese immer beschützen. Bei Fremden ist er daher schnell ignorant und abweisend. Durch seine Liebe ist er dazu bereit sein Revier bis aufs äußerste zu verteidigen.

Ein Cane Corso ist nie grundlos aggressiv, aber sein hoher Beschützerinstinkt macht ihn äußerst temperamentvoll.

Durch gute Erziehung, klarer Unterordnung und Strenge ist er jedoch ein liebenswerter und loyaler Begleiter.

Erziehung des Cane Corso

Der Cane Corso ist ein sehr intelligentes und aufmerksames Tier, das einen ausgeprägten Schutz- und Beschützerinstinkt hat. Die Rasse ist sehr lernbegierig und einfach zu erziehen, allerdings sollte man ihr von Anfang an klare Regeln und Grenzen setzen.

Er ist ein sehr freundlicher und sanftmütiger Hund, der sich gut mit Kindern und anderen Haustieren verträgt. Allerdings ist er auch sehr schutzbedürftig und kann bei Bedrohung aggressiv werden. Der Cane Corso ist eine ideale Wahl für aktive Menschen, die viel Zeit mit ihrem Hund verbringen möchten. Die Rasse benötigt viel Auslauf und Bewegung, am besten in Form von gemeinsamen Spaziergängen oder Jogging-Einheiten. Auch Agility– oder Obedience-Training eignet sich sehr gut für den Cane Corso.

Hundewelpen der Rasse Cane Corso vür einen grünem Hintergrund

Gesundheit des Cane Corso

Ähnlich zu vielen anderen großen Hunderassen kann der Cane Corso Probleme mit seiner Hüfte bekommen. Häufig leidet er an Hüft- und Ellbogendysplasien. Seriöse Züchter versuchen dies so gut sie können auszuschließen und ihnen einen gesunden Hund zu verkaufen. Es sollte darauf geachtet werden, dass große Hunde nicht zu oft Treppensteigen müssen.

Ebenso wichtig für ihre Gesundheit ist eine gesunde Ernährung und passende Bewegung. Hierbei sollten Sprünge und Stauchungen vermieden werden, da dies besonders schädlich für die Gelenke ist

Einige Tiere dieser Art können auch erhöhte Anfälligkeit für Herzerkrankungen bieten. Du solltest regelmäßig mit Deinem Tier zu Arzt gehen. Vor allem bei Symptomen von Herzerkrankungen, dazu gehören:

  • Müdigkeit
  • Schlappheit
  • Kurzatmigkeit
  • Husten

Wird eine Herzerkrankung früh genug erkannt, kann sie meist gut medikamentös behandelt werden.

Cane Corso kaufen

Der Cane Corso steht in Bayern und Brandenburg auf der Liste der „widerlegbar gefährliche Hunderasse“. Damit brauchst Du in diesen Bundesländern einen Wesenstest Deines Hundes, um ihn halten zu dürfen. Im Allgemeinen zählt er nicht zu den Listenhund und darf in anderen Bundesländern problemlos gehalten werden.

Du solltest ebenfalls beachten, dass in einigen Gemeinden die Hundesteuer für „Kampfhunde“ höher ist und Du durchaus mehr Steuer und Versicherung zahlen musst. Durch seine Größe, Gewicht und seine Kraft ist er auch nicht zu unterschätzen.

Große Cane Corso neigen häufig zu Erbkrankheiten. Du solltest daher nach einem seriösen Züchter suchen. Am einfachsten kannst Du hier über den Zuchtverband schauen. Durch die FCI Zertifizierung findest Du hier geprüfte Züchter und Tiere. Einen seriösen und ehrlichen Züchter erkennst Du gut daran, wie viel er über die Eltern, Geschwister und den weiteren Familienmitgliedern des Welpen preisgibt.

Außerdem stehen seriöse Züchter bei allen Fragen rund um den Hund und die Hunderasse gerne zur Verfügung und verkaufen nicht nur den bloßen Welpen.

Ein Hundewelpe, der alle wichtigen ersten Impfungen und Untersuchungen bereits bekommen hat, kostet zwischen 800,00 € bis 1000,00 €.

FAQ zum Cane Corso

Für wen ist der Cane Corso geeignet?

Der Cane Corso ist ein ausgezeichneter Begleit- und Familienhund. Er ist für erfahrene Hundebesitzer geeignet, da er eine starke und konsequente Führung braucht.

Ist der Cane Corso in Deutschland verboten?

Die Hunderasse ist nicht prinzipiell verboten und auch kein Listenhund. In einigen Bundesländern wird er allerdings als “widerlegbar gefährliche Hunderasse” aufgelistet. In Bayern und Brandenburg brauchst Du daher einen bestandenen Wesenstest, um ihn halten zu dürfen.

Wie gefährlich ist der Cane Corso?

Wie jeder Hund ist er nicht grundsätzlich gefährlich. Gute Erziehung und ein freundlicher Grundcharakter machen aus dem Cane Corso einen friedlichen Hund. Du solltest trotzdem beachten, dass es ein sehr temperamentvoller und impulsiver Hund sein kann, vor allem in bedrohlichen und stressigen Situation solltest Du damit umzugehen wissen.

Quellen

Cane Corso – mein-haustier.de

Cane Corso – zooplus.de

Die wichtigsten Informationen über den Cane Corso – fera24.de

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