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Der Zwergpinscher: Hund mit Charakter

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Der Zwergpinscher: Hund mit Charakter

Das Wichtigste in Kürze

Wie viel bellt ein Zwergpinscher?

Zwergpinscher sind bekannt für ihr bellfreudiges Verhalten und können oft ziemlich viel bellen. Alles Weitere hier…

Wie gut sind Zwergpinscher zu erziehen?

Zwergpinscher sind intelligent und lernwillig, aber sie können auch stur sein.

Wie gut eignet sich der Zwergpinscher als Familienhund?

Zwergpinscher können gute Familienhunde sein, insbesondere in aktiven Familien. Mehr dazu hier…

Der Zwergpinscher hat einen Charakter, der nicht zu unterschätzen ist. Der Zwergpinscher ist eine alte deutsche Hunderasse, die trotz seiner geringen Größe viel Temperament und Charakter hat. Er ist kein Schoßhund, sondern ein aktiver und sportlicher Begleiter, der dich gerne bei deinen Abenteuern unterstützt.

In diesem Blogbeitrag erfährst du alles, was du über den Zwergpinscher wissen solltest: seine Geschichte, seine Merkmale, sein Wesen und seine Haltung.

Die Geschichte des Zwergpinschers

Den Zwergpinscher gibt es nicht erst seit gestern.

Der Zwergpinscher stammt ursprünglich aus Deutschland. Dort wurde er seit dem 16. Jahrhundert als Rattenjäger und Wachhund auf Bauernhöfen eingesetzt. Eine klare Unterscheidung zwischen Pinscher und Schnauzer, die beide vom sogenannten Torfhund abstammen, gab es damals noch nicht.

Der Torfhund war ein urtümlicher Jagdhund, der den steinzeitlichen Menschen begleitete. Die glatthaarigen Vertreter dieser Hunde, die sich durch Schnelligkeit, Wendigkeit und Schärfe auszeichneten, waren die Pinscher.

Im 19. Jahrhundert begann man mit der gezielten Zucht von Pinschern und der Einteilung in verschiedene Größen. So kam es, dass neben dem mittelgroßen Deutschen Pinscher auch der kleinere Zwergpinscher als eigenständige Variante der Rasse entstand.

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Trotz ihrer kleinen Größe haben Zwergpinscher eine außergewöhnlichen Charakter. Sie sind oft mutig, selbstbewusst und voller Energie, was sie zu unterhaltsamen Begleitern für aktive Haushalte macht.

Der Zwergpinscher wurde nicht nur als nützlicher Hofhelfer geschätzt, sondern auch als beliebter Schoßhund der Reichen und Adeligen. Oft auf Gemälden verewigt, galt er als modisches Accessoire.

Um die Zucht der Pinscher und Schnauzer zu fördern und zu vereinheitlichen, gründete der Züchter Josef Berta 1895 den Pinscher-Schnauzer-Klub. Wegen seiner hirschroten Fellfarbe wurde der Zwergpinscher als Rehpinscher bezeichnet. Zur Unterscheidung vom Deutschen Pinscher wurde er erst später in Zwergpinscher umbenannt.

In Deutschland war der Zwergpinscher bis zu seinem Beinahe-Aussterben nach dem Zweiten Weltkrieg lange Zeit eine sehr beliebte Hunderasse. Nur wenigen Züchtern gelang es, die Rasse am Leben zu erhalten und für ihren Fortbestand zu sorgen. In den 1950er Jahren wurde der Zwergpinscher auch in anderen Ländern bekannt, vor allem in den USA.

Dort wird er als Miniaturpinscher oder Min Pin bezeichnet. Heute ist der Zwergpinscher wieder eine anerkannte Hunderasse, die von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) unter der Nummer 185 geführt wird.

Die Merkmale des Zwergpinschers

Der Zwergpinscher ist ein kleiner Hund mit quadratischem Körper. Er erreicht eine Schulterhöhe von 25 bis 30 cm und ein Gewicht von 4 bis 6 kg. Sein Körper ist muskulös und elegant. Sein kurzes, glattes Fell bringt ihn gut zur Geltung.

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Der Kopf ist länglich und kräftig, die Stirn flach und faltenlos. Die Ohren sind hoch und V-förmig gesetzt und werden sowohl als Stehohren als auch als Hängeohren getragen. Die Augen sind dunkel und haben eine ovale Form, die Nase ist schwarz. Die Schnauze ist spitz und endet in einem stumpfen Keil.

Hinweis: Zwergpinscher sind bekannt für ihren ausgeprägten Wachinstinkt. Sie neigen dazu, auf ungewöhnliche Geräusche oder Besucher aufmerksam zu machen, was sie zu guten Wachhunden macht.

Die Lefzen sind eng anliegend und haben eine dunkle Farbe. Das Gebiss ist kräftig und schließt mit einem Scherengebiss ab. Die Rute ist naturbelassen und säbel- oder sichelförmig.

Das Fell des Zwergpinschers ist kurz, dicht und glänzend. Es besitzt keine Unterwolle. Der Zwergpinscher kommt in verschiedenen Farbschlägen vor, die in zwei Varietäten unterteilt werden: die einfarbigen und die zweifarbigen Zwergpinscher.

Die einfarbigen Zwergpinscher sind hirschrot, rotbraun oder dunkelrotbraun gefärbt. Die zweifarbigen Zwergpinscher haben ein schwarz-rotes, schwarzbraunes oder schokoladenbraunes Fell mit rostroten oder braunen Abzeichen an bestimmten Stellen, wie über den Augen, an der Unterseite des Halses, an den Pfoten, an der Innenseite der Hinterbeine und unter der Rutenwurzel. Auf der Vorderbrust sind zwei gleich große Dreiecke zu sehen.

Der Zwergpinscher ist für seine Färbung bekannt.

Der Charakter des Zwergpinschers

Der Zwergpinscher ist ein lebhafter, intelligenter und anhänglicher Hund, der großes Temperament und Charakter besitzt. Er ist kein Schoßhund, sondern ein aktiver und sportlicher Begleiter, der viel Bewegung und Beschäftigung braucht.

Gegenüber Menschen, die er kennt, ist er neugierig, aufgeschlossen und freundlich. Er kann aber auch misstrauisch, eigensinnig und bellfreudig sein. Das gilt vor allem für Fremde und andere Hunde. Da er einen ausgeprägten Jagdtrieb hat, muss er konsequent erzogen werden.

Der Zwergpinscher hat eine sehr starke Bindung zu seiner Bezugsperson und möchte am liebsten überall mit dabei sein. Er ist loyal, treu und sehr anhänglich. Wenn er sich vernachlässigt fühlt, kann er aber auch eifersüchtig werden. Von seinem Besitzer braucht er viel Aufmerksamkeit und Zuwendung. Für Anfänger oder Menschen mit wenig Zeit ist er nicht geeignet.

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Der Zwergpinscher ist sehr wachsam und beginnt laut zu bellen, wenn ein Eindringling kommt. Er ist ein guter Wachhund für das Haus und den Hof, aber er ist kein aggressiver Hund.

Er verteidigt sein Revier und seine Familie, aber er greift nicht ohne Grund einen anderen Hund an. Wenn er zu vielen Reizen ausgesetzt ist, kann er sehr nervös werden. Daher braucht dieser Hund eine ruhige Umgebung mit klaren Regeln.

Der Zwergpinscher ist sehr lernfähig und ist in der Lage, viele Tricks zu lernen. Er ist aber auch ein sehr eigenwilliger Hund, der es liebt, seine Grenzen zu testen. Eine konsequente Erziehung mit viel Lob und Belohnung ist für ihn unerlässlich.

Auf Härte und Gewalt reagiert er schlecht. Um ihm Sicherheit und Führung zu geben, braucht er einen souveränen Besitzer.

Die Haltung des Zwergpinschers

Der Zwergpinscher ist ein kleiner Hund, der viel Platz zum Toben braucht. Er ist nicht für die reine Wohnungshaltung ohne Garten oder Auslauf geeignet. Er braucht täglich mehrere Spaziergänge mit viel Abwechslung und Herausforderung.

Er liebt es zu rennen, zu spielen und zu jagen. Der Zwergpinscher sollte jedoch immer an der Leine geführt werden, damit er seinen Jagdtrieb nicht ausleben kann.

Der Zwergpinscher braucht auch viel geistige Beschäftigung, damit er sich nicht langweilt oder nervt. Er eignet sich für verschiedene Hundesportarten wie Agility oder Dogdancing, die ihm Spaß machen und seine Geschicklichkeit fördern. Er kann auch gut apportieren lernen oder andere Tricks üben. Er muss immer positiv motiviert werden, sonst verliert er schnell das Interesse.

Tipp: Wenn du einen Zwergpinscher kaufen möchtest, solltest du dich an einen seriösen Züchter wenden, der seine Hunde auf Gesundheit und Wesen testet und dir die entsprechenden Papiere vorlegen kann. Du solltest dich auch über die Elterntiere informieren und sie möglichst persönlich kennenlernen.

Die Ohren des Zwergpinschers sollten regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden, um Entzündungen oder Parasitenbefall vorzubeugen. Zur Vermeidung von Reizungen oder Infektionen sollten auch die Augen sauber gehalten werden.

Wenn sich die Krallen nicht von selbst abnutzen, sollten sie regelmäßig geschnitten werden. Die Zähne müssen täglich geputzt werden. Dies beugt Zahnstein und Zahnfleischproblemen vor.

Der Zwergpinscher ist ein robuster und gesunder Hund mit einer Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren. Er hat aber auch einige rassetypische Krankheiten, auf die man achten sollte. Dazu gehören

  • Patellaluxation: Dies ist eine Verrenkung der Kniescheibe, die Schmerzen und Lahmheit verursachen kann. Ursache ist meist eine angeborene Fehlstellung des Kniegelenks. Die Behandlung kann je nach Schweregrad konservativ oder operativ erfolgen.
  • Morbus Legg-Calvé-Perthes: Hierbei handelt es sich um eine Durchblutungsstörung des Hüftkopfes, die zum Absterben des Knochens führt. Die Ursache ist unbekannt, es wird jedoch eine genetische Veranlagung vermutet. Symptome sind Schmerzen und Lahmheit der Hinterhand. Die Behandlung besteht in der Regel in einer Operation, bei der der Hüftkopf entfernt wird.
  • Progressive Netzhautatrophie (PRA): Eine degenerative Erkrankung der Netzhaut, die zu allmählicher Erblindung führt. Eine autosomal-rezessiv vererbte Genmutation ist die Ursache. Es gibt weder einen Test noch eine Behandlung für diese Krankheit, sie kann jedoch durch eine sorgfältige Zuchtauswahl vermieden werden.
  • Hypothyreose: Hypothyreose ist eine Unterfunktion der Schilddrüse. Sie führt zu einem Mangel an Schilddrüsenhormonen. Ursache ist in den meisten Fällen eine Autoimmunerkrankung, bei der das Schilddrüsengewebe zerstört wird. Zu den Symptomen gehören Gewichtszunahme, Haarausfall, Lethargie und Probleme mit der Haut. Die Krankheit wird mit einer lebenslangen Hormonersatztherapie behandelt.

Der Charakter des Zwergpinschers ist einzigartig

Der Zwergpinscher ist ein kleiner Hund mit einem großen Herzen, der dich mit seiner Persönlichkeit begeistern wird. Er ist ein treuer Freund und ein lustiger Spielgefährte, der dich immer zum Lachen bringen wird.

Er ist aber auch ein anspruchsvoller Hund, der viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung braucht. Der Zwergpinscher ist kein Hund für jeden, aber wenn du ihm gerecht wirst, wirst du einen wunderbaren Begleiter fürs Leben haben.

Quellen

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